Ich verstehe die Diskussion auch nicht und finde sie teils sehr unfair.
Es geht um einen ANKAUFSuntersuchung, das ist doch völlig anders gelagert, als wenn der bereits vorhandene Hund (egal wie lange er bei einem ist) plötzlich erkrankt. Keiner hier will seinen Hund abschieben, weil er plötzlich krank wird.
Und der Trisomievergleich puhhhh.
Ich verstehe nicht, warum es OK ist den Hund nach Fellbeschaffenheit, Charaktereigenschaften, Größe, Gewicht, Alter,... auszusuchen, aber die Gesundheit wird ausgeklammert, das ist dann egoistisch.
Kami hatte vorm TH eine schwere Verletzung, das das im Alter Probleme machen wird, war klar. ABER sonst war sie fit. Sicher wird sie nicht so alt, weil die Einschränkungen sicher irgendwann für sie nicht mehr tragbar sind und das ist völlig in Ordnung.
Ich hätte aber bewusst keinen Hund genommen, der aufgrund einer schweren Erkrankung (Tumorleiden mit Streuung, kaputte Niere,...) nur noch ein paar Monate oder 1-2Jahre zu leben hat, weil das nach Sunnys Verlust für uns einfach unfassbar schwer gewesen wäre. Oder einen mit Mittelmeerkrankheiten, wo man nicht weiß, wie lange man noch hat.
Ist der Hund erstmal da und entwickelt dann eine schwere Erkrankung, ist das ja nochmal etwas völlig anderes, dann schafft man das zusammen. Vorher ist das Tier nur eine Anzeige, Erzählung, Annonce, flüchtiger Moment,... es ist nicht MEIN Hund.
Leute die Hunde vom Züchter holen, schauen auch, das die Gesundheitsuntersuchungen der Eltern möglichst gut sind, das ist dann OK, aber bei einem älteren Hund vorher einen Check Up zu machen nicht.
Und letztendlich schaut jeder irgendwie, nur das manches auf der Hand liegt und anderes eben nicht. Ich hole keinen blinden Angsthund in einen Mehrkinderhaushalt. Kein 3 Bein, wenn Treppen und Sport eine Rolle spielen. Das eine sind eben offensichtliche "Einschränkungen", das andere nicht.
Man könnte auch sagen, es ist böse sich junge Hunde zu holen, man will alle Lebensphasen mitbekommen, erhofft sich eine enge Bindung, eine für das eigene Leben passende Sozialisierung und Ausbildung,... aber auch viel gemeinsame Zeit und das ist doch völlig in Ordnung.
Ich finde es traurig, das einem quasi unterstellt wird, man würde den Hund dann abschieben, denn das hat hier keiner geschrieben.
Wir haben mit Kami von Anfang an gegen gearbeitet, Muskelaufbau, Massagen,... und das mache ich super gerne. Jetzt ist sie 5 Jahre bei uns und ein Senior und wir stellen uns auf sie ein und das mit Freude, diese Lebensphase ist so schön, die Schrulligkeiten,... und man ist sich des Endes bewusst und das ist schmerzlich, aber OK. Es ist Schnutchen, es war Schnutchen seit dem 1. Tag bei uns Zuhause.
Aber ich KANN nicht bewusst einen Hund aufnehmen in dem Wissen, das es in ein paar Monaten wieder vorbei sein könnte.
Es gibt Leute die können das, die bieten auch Hospizplätze an, deren Leben ist so gestrickt das auch die hüftkranke Dogge kein Problem darstellt. Wir können es nicht und unser Leben gibt das nicht her.
Es ist doch toll, wenn Leute ein so flexibles Leben führen und es andere gibt die sich vorher Gedanken machen, was sie und ihre Lebensumstände leisten und bieten können.