Habe jetzt die Diskussion nicht komplett gelesen.
Gute Trainer Kosten Geld, ABER sie geben dir auch nur das Werkzeug an die Hand und dann heißt es selber wirklich fleißig und konsequent trainieren.
Das ist ja nicht nur für dich ein Leidensdruck, sondern auch der Hund hat Stress und das wiederum ist auf lange Sicht nicht gesund.
Wir waren bei einer Einzeltrainerin. Ich meine 80€ war für die "Erstaufnahme".
Heißt man trifft sich, erzählt,... Nebenbei wurde der Hund angetestet (Bewegungsreize, die Trainerin stapfte mitten im Gespräch plötzlich auf, gesichert an anderen Hunden, sozialer Komponente mit uns,...).
Dann wurde ein Plan entwickelt. Ich glaube es waren dann so 7-9 Einzelstunden à 60€. Erst alle 2 Wochen, dann alle 4 Wochen.
Nach einem 3/4 Jahr war unsere Hündin soweit gesichert (immer gesichert) an Social Walks bzw. der Raufergruppe teilzunehmen. Die bestand aus verhaltensoriginellen Hunden und Hunden die sehr gut kommuniziert haben. Um
in unserem Fall die Drohkette wieder aufzubauen, die die Vorbesitzerin gedeckelt hatte.
Nach fast 2 Jahren waren wir so weit, das wir an anderen Hunden gut vorbeigekommen sind und auch Spaziergänge mit anderen möglich waren.
Je nach Motivation konnten einige auch auf dem Maulkorb verzichten, bei unserer Hündin war lebenslang Maulkorb angesagt, weil diverse Motivationen + ernste Absichten. Hat sie aber nicht gestört, uns auch nicht, durch Management, verbesserte Kommunikation ihrerseits und klare Regeln sind wir gut durch den Alltag gekommen. Leider ist sie dann frühzeitig verstorben, war allerdings auch fast 11 als wir sie übernommen haben.
ABER das war wirklich wirklich viel Arbeit, wir haben andere Leute integriert, uns verabredet, beim Gassi Leute mit geeigneten Hunden angesprochen. Immer wieder Rückschritte, auch ein Hund hat mal einen schlechten Tag oder schlechte Tage. Uns intensiv mit Aggressionsverhalten und Körpersprache auseinander gesetzt,... Die meisten Leute reagieren zu langsam.
Und Humor, ohne Humor geht es nicht, es ist anstrengend, der Hund spürt jede Emotion und wenn man selbst schon genervt ist (ob vom Hund, weil man selbst auch mal einen schlechten Tag hat oder anderen Hundehaltern) kann man es gleich ganz vergessen. Und Spaß am Training, Spaß daran mit seinem Hund zusammenzuarbeiten. Wir hatten viel Spaß und dadurch auch eine besonders innige Bindung, trotz allem.
Das ist nix, was man schnell geregelt bekommt. UND ganz wichtig Lob, das wird gerne vergessen und sehe ich so oft. Immer wird gemanaged,... der Fokus ist sehr auf dem negativen Verhalten und wenn mal was gut läuft, kommt von den Leuten nichts. Und gut kann je nach Hund schon weniger Körperspannung heißen.
Die Trainerin schaut halt zwischendurch drauf, steht einem zur Seite, gibt je nach Trainingsstand neue Impulse,...