Beiträge von SanSu

    Ich glaube auch dass hängt im groben übergeordnet mit den landeseigenen Hundeschlägen zusammen und ja, auch wie touristisch geprägt eine Region ist oder wie die einheimische Bevölkerung mit Hunden umgeht. Und Land ist nicht gleich Land, die regionalen Unterschiede + städtisch oder ländlich sind ja auch innerhalb eines Landes groß.

    Ich kenne tatsächlich hier in der Ecke keinen Rumänen der kein Territorialthema hat, Ressourcen ist auch oft so eine Sache, andere Hunde, Menschen und die setzen alle im Zweifel gern nach vorne um. Und hier gibt es wirklich einige rumänische TS Hunde. Keine Ahnung ob die alle aus einer Region stammen,... der Typus ist recht ähnlich.

    Wobei es ja dort auch Straßenrudel in Großstädten gibt, die schon gelernt haben, das man mit nett anbiedern und betteln weiter kommt, ist die Frage, sind sie dann auch wirklich zugänglicher oder ist es ein Mittel zum Zweck bzw. besteht da sicher auch eine Varianz innerhalb eines Landes.

    Zumindestens zu Straßenhunden gibt es ja auf Youtube auch einige interessante Dokus, sowohl aus dem städtischen und dem ländlichen Raum.

    Südliche Länder fand ich wegen Jagdtrieb immer schwierig. Aber die erlebe ich trotzdem meist als nett und wenn Probleme, werden sie seltener nach vorne gelöst.

    Kami kommt aus Polen, war aber in einem deutschen Tierheim ( Grenznähe Polen) und wir wussten anfangs nicht, das sie aus Polen stammt.

    Zusätzlich zu all dem, weiß man halt beim TS auch nie, was an den Anlagen, dem Individuum, erlerntem Verhalten und an mangelnden Erfahrungen oder überhaupt guten oder schlechten Erfahrungen liegt.

    Wenn ich in einem Shelter sitze, mit 20 anderen Hunden zusammen, ist Ressource sicher öfter mal Thema, das ist ja dann oft auch erlernt, man muss halt schneller und durchsetzungsstärker sein und hat eventuell schon gelernt, das man seine Meinung wehementer vertreten muss. Das kommt sicher auch sehr auf das Management in den Tierheimen an, Ursprung der Hunde (Straße, Haushalt), Gruppenzusammensetzung, Besatzdichte, Fütterung. Da gibt es je nach Ressourcen der Vereine auch große Unterschiede.

    Ich hatte bei den polnischen Hunden auch das Gefühl, die Varianz ist recht hoch. Aber das kann auch täuschen, weil es ja nur eine Auswahl ist. Bzw. denke ich das bei den Rumänen auch teils, das was hier rumläuft ist ja kein tatsächlicher Querschnitt.

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    Kami ist für uns super unkompliziert und hat sich hier ziemlich schnell einfach eingefügt.

    Hofhund mit wahrscheinlicher Kettenhaltung (Zähne). Ich denke sie kannte Menschen (inklusive Kinder), Hunde, Alltag,... gute, wie schlechte Erfahrungen.

    Ein-Mann-Hund, gut händelbarer Jagdtrieb, kein Wach-oder Territorialverhalten. Schutzverhalten vorhanden, wäre denke ich bei unterfahrenen Leuten ein präsentes Thema geworden. Kein Ressourcenthema, Energiesparmodus. Kein WTP, verfressen, aber nicht bestechlich. Braucht weder andere Leute (außer für Futter), noch andere Hunde, ist dabei aber immer nett, bzw. ignorant. Verträgt keinen Druck und ist einfach zu führen, wenn man weiß, wie sie tickt. Sie braucht schon Anleitung, sonst übernimmt sie selbst, wäre damit aber eigentlich überfordert.

    Nimmt neues schnell an (S-Bahn,...).

    Stoisch gelassen, ignorant, humorlos und sensibel, fällt mir bei ihr ein.

    Liebste Hobbys: rumliegen, die Landschaft im Blick und in Regenwürmern wälzen.

    Es ist herrlich entspannend mit ihr, in großen Teilen Selbstläufer, aber nicht komplett, sie vertraut auf mein Urteil, war anfangs natürlich anders. Wir wussten aber ziemlich genau was wir wollten und was nicht und haben sie recht intensiv "angetestet".

    Ich könnte bis auf das Schutzverhalten nicht ausmachen was Anlage, Sozialisation, Lebensumstände oder Erfahrungswerte sind. Natürlich ist das alles viel komplexer, aber kaum in einen Text zu fassen. Drin sein kann alles, den angegebenen Retrievermix halte ich für fraglich :hust: , ich denke einfach gut durchmischt.

    Hier in der Stadt ist ja so ziemlich alles vertreten und da stechen für mich einzig die Rumänen heraus, weil sie oft Eigenschaften mitbringen, die hier schwierig sind. Das ist aber ein subjektiver lokaler Eindruck und in Foren meldet man sich ja auch meist wegen Problemen an, da ist ja subjektive Gefühl auch eher 'südlich - Jagdtrieb, östlich - territorial, Thema mit Mensch und Hund'.

    Ja, das ist einfach immer so individuell, jeder Hund ist einfach anders und streckt Sachen unterschiedlich weg, bzw. hat jeder vorher schon sein ganz individuelles Päckchen zu tragen.

    Das ist einfach so schwierig. Das es nun bei Shira so gelaufen ist, ist wirklich schrecklich, aber rein medizinisch natürlich die beste Variante, also rein in Hinblick auf den Tumor.

    Das ist halt der Mist an solchen Sachen. Man kann's lassen und es wird nie was passieren, man kann nur den Knubbel entfernen und dann kommt was schlimmes raus und dann stellt sich die Frage nachoperieren oder man macht es medizinisch gleich richtig und hat einfach richtig Pech und der Hund nimmt alles an Komplikationen mit. Und die Kombination jeder Variante.

    Ganze Milchleiste kann ich mir für uns gerade nicht vorstellen, auch wenn ich weiß das es medizinisch besser wäre.

    Das ist alles scheiße und so schwierig.

    Bei Sunny hätte ich das wohl ohne zu zögern gemacht, die war einfach anders.

    Es tut mir unfassbar leid was ihr gerade durchmacht, man spürt die Angst, den Schmerz und die Wut. Es tut weh das zu lesen und zu wissen was ihr gerade durchmachen müsst.

    Darf ich noch kurz fragen ob es bei euch die ganze Leiste, ein Komplex oder "nur" der Knoten war?

    Spoiler anzeigen

    Wir haben das mit der Pankreatitis ja gerade erst durch. Es waren ja auch 12 Tage Klinik, 3 OPs, Ödeme in den Pfoten durch die ganzen Zugänge und das viele Liegen. Psychisch war es OK, aber grenzwertig, gefressen hat sie dort ja auch nicht und hätte sie wohl auch nicht.

    Das ist auch meine Angst, sie war ja auch anämisch und das letzte was sie jetzt braucht ist ein größerer Blutverlust und fressen würde sie offensichtlich auch nicht, wenn etwas schief gehen würde.

    Ihr Herz ist zwar OK, aber sie ist auch kein Hund der OPs einfach so gut wegsteckt und nach ein paar Tagen ist alles wieder supi. Es gibt ja so Typen, aber sie ist eben nicht so.

    Wir werden das besprechen, einfach so lassen finde ich auch schwierig, aber einen großen Eingriff kann ich mir gerade nicht für sie vorstellen.

    Ich hoffe Shira erholt sich, nicht nur körperlich, sondern auch seelisch, ich kann das so nachempfinden. Es tut mir so leid. :(

    Ich persönlich würde einen Herzschall nur machen, wenn was auffällig klingt, etwas am Hund auffällig ist oder für mich selbst.

    Kami haben wir mit 8/9 Jahren mal schallen lassen. Geräusch gab es keine unsere TA meinte auch, wäre nicht nötig, aber sie ist ja so hitzeempfindlich und im Sommer dann auch eher platt, da brauchte ich das einfach für mich.

    Sonst gibt es hier nur einmal im Jahr Blutbild und Ultraschall.

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    Montag ist die anschließende Blutkontrolle wegen der Pankreatitis wegen möglicher Spätfolgen, aber ich bin erstmal optimistisch, ich glaube nicht, das da was geblieben ist.

    Nächstes Drama steht auch schon vor der Tür, Knubbel in der Gesäugeleiste. Medizinisch weiß ich am besten gleich eine Seite raus, das kann ich mir aber aktuell bei ihr einfach nicht vorstellen. Besprechen wir am Montag. Ist alles gerade ein schlechter Scherz.

    Hat da wer von euch Erfahrungswerte?

    Ich verdränge das jetzt erstmal, sonst ist es gerade nur zum heulen, einfach jetzt mal Ruhe haben wäre schön.

    Wir haben 53cm, 21kg. Ich mag große Hunde, würde aber keinen haben wollen und selbst wir mit mittelgroßem Hund, werden uns danach auch verkleinern (10/12kg).

    Gibt ja auch kleine Hund, die den Körperbau eines größeren Hundes haben, also einfach etwas robuster.

    Klein schlossen wir bis jetzt immer aus, weil sie oft aktiver sind, aber gibt ja auch ruhigere kleinere Hunde aus dem TS.

    Vorteile:

    Lebenserwartung ist meist größer, Betreuung ist einfacher zu finden, selbst ein TK Platz (Klinik 3 hatte dann doch noch einen Platz für einen größeren Hund zur stationären Aufnahme, war mir vorher nicht klar, das das überhaupt Thema sein könnte). Im Notfall gut zu tragen (Verletzung unterwegs,...), TA Kosten geringer. Leichter in Öffis zu verstauen oder im Urlaub in Restaurants,... Mehr Aktionsradius in der Wohnung (ja wir spielen und trainieren eben auch in der Wohnung). Der Wenderadius allein schränkt das ein. Hatten hier mal einen 60cm+ Urlaubshund, nein Danke, würde mich nerven.

    Es gibt diverse Vorteile, gerade wenn der Hund irgendwann älter wird und man ist einfach flexibler.

    Im Zug fahren kleinere Hunde auch kostenlose mit und sind auch einfacher zu verstrauen, so brauchen wir einen 4er (Zwei Menschen ein Hund). Im Auto wäre auch mehr Platz (ich würde kein großes Auto haben wollen, weil städtisch - Stichwort Parkplatz),...

    Und halt auf dem Acker, die Angst den Hund nicht zurück zu bekommen, je nach Verletzung ist schultern auch so eine Sache. Auch nach dem Klinikaufenthalt wäre tragen kaum möglich gewesen.

    Große Hunde find ich noch unpraktischer, aber jetzt so mit der Erfahrung finde ich selbst das 21kg Hündchen zuviel, gerade ohne Auto. Aber selbst mit Auto bringt mir das auf den Feld nix.

    So ein robust gebauter kleinerer Hund hat da für mich schon einige Vorteile, auch wenn ich selber größer lieber mag.

    Kleinere Hunde strahlen für mich oft mehr Unruhe aus (ist so eine persönliche klatsche von mir), aber da kann man dann ja nach Individuum schauen.

    Das scheint ja hier nicht der Fall zu sein.

    Also der Hund sucht ja gezielt Unterstützung, ist anscheinend auch für Beschäftigung zu haben und neigt sogar zum Junkie (Ball).

    Spricht erstmal eher auch für eine Hüti Komponente. Ist aber auch wurscht, der Nachbars Chi rast auch bellend zur Tür und stellt den Besuch.

    Sind halt verschiedene Baustellen. Definitiv hat der Hund erstmal nix am Postboten oder Besuch zu suchen, wenn der in so einer Erregungslage ist. Das muss gezielt trainiert werden, die Decke muss sitzen auch wenn Futter durch's Zimmer fliegt, man selber da durch hopst und lustig klatscht,... Dann kann man die Klingel mal aufnehmen,... und neben dem Hund klingeln, bleibt er liegen Belohnung,...

    Das muss ja langsam gesteigert werden, bei einem territorialen Hund wird das Deckenkomando auch nie selbständig aufgelöst, sondern immer aktiv von einem selbst.

    Solange der Hund nicht soweit ist, an der Decke Festleinen. Ich frage mich, wie der überhaupt an den Boten rankommt, zur Not Tür zu!

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    Bezüglich Mensch + Hund bzw. der Leinenpöbelei. Das kann diverse Ursachen haben. Körpersprache von Mensch und Hund und auch selber Hund mit anderen Menschen.

    Unsere hatte Anfangs ein Thema mit aufgeregten Hunden an der Leine, bzw. Hunden die an der Leine ziehen. Kannte sie wahrscheinlich nicht. Bei ihr Unsicherheit, weil wenn ein Hund an der Leine zieht, ist er angespannter + Körpergewicht ist nach vorn verlagert und dann auch noch frontal (weil Weg). Ist aus Hundesicht einfach nicht nett, bzw. schwieriger einzuschätzen. Nach einiger Zeit konnten die wie ein Flummi in die Leine hüpfen, war ihr wurscht.

    Manche Leute neigen dazu ( kann ja auch begründet sein) bei Hundebegegnungen die Leine etwas aufzunehmen, Leine spannt sich, Druck erzeugt Gegendruck, Körpersprache ändert sich wieder. Ein anderer Mensch macht das nicht oder bei einem Menschen ist dem Hund klar das er nicht ziehen, pöbeln,... darf und bei dem anderen ist es wurscht.

    Guck mal, ob du da ein Muster erkennst, was ihn verunsichert oder aufregt,... Ich denke eher an Unsicherheit.

    Was passiert in den Situationen genau, bei dem anderen Mensch-Hund Gespann und bei deinen Hund und gucke ob du ein Muster erkennst, um deinen Hund zu unterstützen oder zu managen.

    Denn, wenn Hund erstmal flippt, ist es zu spät, die Erregungslage ist wieder zu hoch. Du musst schon reagieren wenn er sich anspannt und dann eben auf die angewandte Seite nehmen, einen kleinen Bogen laufen,... Und dann immer für ruhiges Verhalten bestätigen, auch wenn der andere Hund ruhig ist und es gar nicht so schwer war. Aber das hilft dem Hund trotzdem zu verstehen worum es geht, einfach entspannt vorbei gehen. Dann kommt man meist auch an den Punkt, wo ein anderer Hund vielleicht pöbelt und selbst man geht einfach vorbei und dann erwartet der eigene Hund schon eine Belohnung - zu Recht.

    Vielleicht baust du bei einigen Hunden auch unterbewusst Druck bei deinem Hund auf,...

    Achte mal genau drauf, ob es da nicht Muster gibt und achte drauf selbst früher zu reagieren. Und in der Wohnung muss die Decke automatisiert sein und das dann auch bei unterschiedlichsten Ablenkungen.

    Ob HSH oder nicht ist da erstmal egal und der Hund scheint ja ein Interesse an Zusammenarbeit zu haben, das ist von Vorteil.

    Ist das wirklich so abwägig? Das sind doch in der heutigen Welt alles keine Entfernungen.

    Straßenhunde werden eingesammelt und mit in die Heimat genommen,...

    Ich mein vom Festland nach Rumänien sind es nichtmal 300km.

    Viele Bulgaren machen in Griechenland Urlaub an der Ägäis.

    Der Ursprung kann ja ein Mischling aus dem griechischen Raum sein. Heißt ja nicht das sich ein reinrassiger Kritikos von allein nach Rumänien verirrt hat.

    Genetische Ähnlichkeit ist klar nicht auszuschließen, aber ist ja kein Dackel der sich die 1600km dahin verirrt hat.

    Ahnung habe ich keine, aber so räumlich finde ist das jetzt nicht völlig ausgeschlossen.

    Der Arme, ZUHAUSE? All die Mühen haben sich nicht gelohnt. :( Ich bewundere euch, also uns hätte er rumbekommen :lol:

    Er sieht soooo weich aus! Und gut sieht er aus, ich freue mich das Ergebnisse alle alterentsprechend so gut ausgefallen sind! :herzen1: