In der Stadt ist der Platz begrenzt und dafür hat man alles in Laufnähe und quasi rund um die Uhr geöffnet.
Ganz genauso ist es. Bei einem Altbau hat man mit Glück eine Küchenkammer, bei Neubau sowieso nicht.
Unsere Kammer ist so groß wie ein kleines Bücherregal, man macht die Tür auf und da ist ein Regal.
Da muss Leergut, Werkzeug, Putzzeug, Blumenerde, Blumentöpfe,... rein.
Wir hätten schlicht keinen Platz für Vorräte.
Zur Kaufhalle läuft man 1min.
Meine Großeltern und Urgroßeltern kommen auch aus Berlin und selbst die haben keine großen Vorräte. Etwas größer vielleicht, weil Wocheneinkauf, mehr aber auch nicht.
Die haben dann vielleicht ein Päckchen Nudeln und noch saure Gurken, sonst wird so gekauft wie man es braucht. Die sind eher so gestrickt, das sie nur das Nötigste haben und verbrauchen, nix verschwenden, nix verkommen lassen, kein Überfluss daheim. Die aus den Kriegsgenerationen hatten noch weniger Vorräte aus die aus der Nachkriegsgeneration. Erstere kauften die sauren Gurken nur, wenn sie die in der Woche auch essen wollten.
Nudeln, Mehl, Öl ist grad aus. Ich glaube nichtmal das die Leute hier richtig 'hamstern' ABER reicht ja schon wenn die Leute sehen die Nudeln sind knapp, dann kaufen sie statt wie sonst eine Packung halt zwei und wenn das 100 Leute machen reicht das schon. Ist einfach Psychologie.
Wir sind ein zwei Personen Haushalt, essen 1-2x die Woche Nudeln, ich käme trotzdem nie auf die Idee mehr als eine Packung zu kaufen.
Haferflocken esse ich jeden Tag wenn ich arbeite, reicht eine Packung 1,5 Wochen.
Da ist eine Packung halt der Wocheneinkauf.
Das hat weniger mit Generationen zu tun, sondern mit Prägung und Umfeld.
Preppen ist ja dann nochmal was anderes, da geht es ja um Katastrophenvorbereitung. Meine Oma vom Land hat auch Vorräte, aber da geht's nicht um Katastrophenvorbereitung, sondern ist einfach praktikabler in ihren Lebensumständen.
Ich lese hier gerne mit und finde es auch interessant, auch wenn ich mich damit nicht identifizieren kann. Immerhin haben wir jetzt durch die aktuelle Situation 4 Flaschen Wasser und zwei Packungen Müsliriegel. 