Beiträge von SanSu

    Es ist einfach von Hund zu Hund sehr verschieden.

    Sunny damals war die Kategorie "erlernt durch Erfolg". Die war wenig sensibel und sie hatte einfach vollkommen verinnerlicht das sie mit Ziehen zum Erfolg kommt. Die Vorbesitzer hatten keine Nerven zu trainieren, auch wenn es da schon einige Verletzungen gab.
    Wir haben trainiert und sie hatte das in 2 Wochen mit Stopp & Go, völlig verinnerlicht.

    Kami ist vom Typ eher sensibel und eben weil sie so sensibel ist, ist sie quasi von Natur aus schon Leinenführig, weil sie auf kleinste Sachen reagiert und sich einfach von Anfang an quasi selbst korrigiert hat und es bringt sie wenig aus der Ruhe.

    Aber auch sie verarbeitet Stress mit Bewegung.

    Wenn man in dem Moment versucht sie einzuschränken, startet man einfach nur einen Teufelskreis. Das Tier hat Stress - will den Stress durch Bewegung abbauen - wird eingeschränkt (Leine) - der Stress steigt - sie will den mit Bewegung abbauen,...

    Und das Tier ist weit davon entfernt ein hibbelnder Stresskeks zu sein, trotzdem ist es ihre Art damit umzugehen.

    Wenn man jetzt einen Hund hat, den viele Sachen in der Umwelt stressen und man an dem Punkt einfach nicht weiter kommt, sollte man das auf jedenfall auch mit bedenken.

    Ich kann dir auch aus Erfahrung sagen, wenn sie es an der Retrieverleine kann, ist das Grundprinzip schon verstanden und es sollte nicht so lange dauern es ihr auch Geschirr beizubringen, wenn du es genauso handhabst wie mit der Retrieverleine.

    Unsere alte Hündin hatte sich 10 Jahre beim spazieren gehen stranguliert.

    Sie hat die Leinenführigkeit bei uns erst am Geschirr gelernt und am Halsband ging es dann recht fix, aber sie konnte es auch nicht automatisch. Sie konnte es am Halsband dann leichter umsetzen, trotzdem mussten wir das explizit üben.


    Aber wie schon erwähnt, Hunde generalisieren da nicht, sondern unterscheiden da eben schon, manche mehr, andere weniger.

    Deshalb haben viele Arbeitshunde ja auch eine "Arbeitsausrüstung". Der eigentlich leinenführige Mantrailer weiß beim anziehen seiner Arbeitsausrüstung ganz genau, das er nun ziehen darf.

    Auch je nach Leine ist das unterschiedlich. Kami ist in dem Sinne nicht leinenführig. Sie zieht nicht an der Leine, kennt aber in dem Sinne kein konzentrieres neben mir laufen. Aber sie zieht nicht. Das hat sie an der Führleine gelernt (bzw. konnte es eigentlich schon) und das Prinzip haben wir später auch auf die Schlepp übertragen. Ist also egal, ob die Leine 50cm lang ist oder 11m, sie gibt einem leichten Widerstand nach und passt sich entsprechend an.

    Kannst die nicht entfernen?

    Könnte ich schon, aber wir haben da einfach ein Auge drauf. Ich tupfe es 1x die Woche mit einem Q-Tip aus und wenn sich da dochmal was tut, sehen wir es so sehr frühzeitig. Das heißt sie hat keine massive Entzündung (noch keine Schmerzen, schüttelt das Ohr noch nicht, kratzt noch nicht,...) und mit ein paar Tagen intensiver reinigen ist es dann auch gut.

    Ich hätte eher bedenken, das dann wirklich immer schneiden zu müssen, weil es sie sonst irritieren würde (es piekst, wenn es wieder wächst,...).

    Wenn sie jetzt öfter eine minimale Entzündung hätte, würde ich es aber machen.

    Aber ob ich da nun 1x die Woche mit einem Q-Tipp sauber mache, oder ab und an Schnibbel,... nimmt so nicht viel.

    Kami hat keine Schlappohren, sondern eher Kippohren/Rosenohren und trotzdem 1x im Jahr eine Ohrenentzündung, obwohl wir da regelmäßig nachschauen.

    Grund ist einfach die Massive Behaarung in den Ohren. Sie sind innen wirklich dicht und auch tief behaart und das sorgt einfach für ein entsprechendes Milieu. Ich denke die Behaarung spielt da schon auch deutlich mit rein.

    Und wie schon erwähnt ist es komplett logisch, das Schlappohrhunde weniger gut hören. Das heißt ja nicht, das sie schlecht hören, sondern es geht um die Verhältnismäßigkeit. Und da schränkt ein Hautlappen vorm Gehörgang eben ein. Kami reagiert auch wenn ich flüster, trotzdem dürfte ein Stehohrhund, das wohl deutlicher Wahrnehmen. Jetzt hören Hunde aber bekanntlich sehr gut, da fällt das nicht so ins Gewicht, aber einen Unterschied muss es rein anhand der Physiologie schon geben.

    Zudem kann ich mir schon vorstellen, das der Schall entsprechend besser aufgefangen und geleitet wird.

    Wir haben ja auch ein Schleckmonster und ich schiebe das auf eine generelle orale Fixierung.

    - bei Aufregung werden gern Sachen getragen
    - bei Stress Teppiche geputzt

    Beim Schlecken ist hier in jedem Fall sehr unterschiedlich und ich versuche entsprechend zu reagieren.

    Sie benutzt es zum einen um Aufmerksamkeit zu bekommen, z.B. positiver Stress durch ein zu erwartendes Leckerlie.
    Beim entspannten Streicheln schleckt sie meist nicht und wenn, sind es sehr langsame und entspannte Schleckbewegung.

    Beschwichtigung und Stress spielen aber auch eine große Rolle. Dann wird das Schlecken sehr hektisch. Gerade, wenn Leute sie anfangen sehr wüst zu streicheln, fängt sie ebenso hektisch an zu schlecken, deshalb lassen wir das nicht zu. Ich nenne es "Abwehrschlecken". Sie kann sich selbst dann nicht aus der Situation lösen, also muss man sie dann unterstützen. Die Eskalationsstufe beim hektischen Schlecken ist dann Fiddeln.
    Wobei das tatsächlich immer besser wird und sie inzwischen meist einfach geht, wenn es ihr zuviel wird und das unterstützen wir auch.

    Ich versuche sehr genau zu schauen, ob es Stress ist, egal ob positiver oder negativer und versuche ihr in der Situation entsprechend zu helfen.

    Sie geht selten ins Gesicht, es sind meist die Hände oder Arme.

    Ich bin ein großer Freund von Tasthaaren und beobachte das Treiben in den Tasthaaren tatsächlich sehr gern, wenn Kami im Bett neben mir liegt.

    Und das fand ich auch immer spannend, sie bewegen sich nicht im "Einklang", es gibt einzelne Vibrissen die irgendwie vibrieren, sie "tänzeln" ganz unterschiedlich.

    Sie ist dort auch sehr empfindlich, über den Augen hat sie allerdings nur wenige kurze und über jedem Auge ein längeres Haar, das ist allerdings auch sehr berührungsempfindlich.

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    Ich rufe mal @Treibsel vielleicht will sie ja etwas über Benji erzählen, zwar eventuell nicht ganz reinrassig, aber ich habe viel Berger in ihm gesehen.

    Ich habe Benji auch mal kennengelernt und das was dagmarjung schreibt passt da ziemlich gut und ja, der konnte von 0 auf 100 in wenigen Sekunden. Ich habe ihn in einer Situation ausrasten sehen und das fand ich ziemlich heftig, weil es für mich in der Form des Ausbruchs ziemlich aus dem Nichts kam. Nicht der Ausbruch an sich, aber die Heftigkeit, da hat er nicht lang gefackelt.

    Und Pfeffer hatte er für einige Hunde im Hintern.

    Ich quengel mal mit...

    Morgen 36°, ich glaube ich muss den Tag in der Badewanne verbringen.


    Unser bester Freund aktuell die Blumenspritze und der Ventilator. Das Hundetier wird regelmäßig mit feuchten Läppchen abgerieben.

    Vor der Morgenrunde tränke ich sie mit reichlich Wasser und mache sie richtig nass, so schaffen wir eine normale Runde.

    18.00Uhr dann wieder raus, wieder wird der Hund geflutet. Das reicht für 10min. dann plumsen wir auf die Wiese, essen kalte Melone im Schatten und schlurpen wieder heim. Mehr geht nicht und Abends ist es auch nicht besser.

    Vorm schlafen gehen, wird sie nochmal mit nassen Läppchen abgerieben, sonst kann sie nicht schlafen. In der Not schlief sie sogar die letzten Tage im Bett, weil wir den Ventilator auch dort im Dauerbetrieb haben. Sehr ungewöhnlich, eigentlich macht sie das nie.

    So geht es seit Wochen, ich habe es eh nicht so mit Hitze, langsam komme auch ich an meine körperlichen Grenzen. So macht das keinen Spaß. Wir wollten soviele Dinge im Sommer machen und nun dümpeln wir hier nur so rum und Kami leidet sehr.

    Nicht schön.

    Ich sehe das eher "locker". Eine Liegeschwiele ist erst einmal nicht anderes als Hornhaut zum Schutz der Haut.

    Das ist völlig normal und bekommt man selbst ja auch oft, wenn man länger entsprechende Arbeiten macht, barfuß läuft,...

    Deshalb sehe ich sie als nichts schlimmes an. Früher hatte das so einen negativen Charakter à la "der Hund bewegt sich nicht genug,...". Wenn Hund sich aber gern hart bettet, und seien wir realistisch, sie schlafen nun einmal den Großteil des Tages, ist es völlig normal, das die Haut sich dort verhornt.

    Problematisch wird es erst, wenn die Schwiele ansich auffällig wird (rot, dick, blutig,...). Dann besteht selbstverständlich Behandlungsbedarf.

    Hier wird ab und an mal gefettet und mehr nicht. Sunny kam damals schon mit Liegeschwiele zu uns und auch Kami hat sie an beiden Ellenbogen (im Sommer "schlimmer" (im Sinne von minimal größer, etwas weniger Haare), wie im Winter.

    Manche mögen es einfach kühler, ich würde mir da keine Gedanken machen, die Kudde im Urlaub Zuhause lassen und nur eine gewohnte Decke mitnehmen, die signalisiert, hier bleiben wir und richten uns häuslich ein.

    Die Frage ist auch, wie warm ihr es bei euch so im Winter/Frühjahr habt.

    Bei uns ist es eher kühl, Kami ist auch so recht hitzeempfindlich. Jetzt liegt sie auf dem Laminat im Windschatten des Ventilator, klar. Im Winter BEI UNS auf dem Lammfell. Aber wir haben auch nur so 18° in der Wohnung, teilweise weniger. Wenn Besuch kommt, heizen wir ein bisschen hoch.

    Bei Verwandten ist es im Haus immer muckelig warm (23°), das ist ihr zuviel. Dort liegt sie kaum auf dem Sofa und wenn es ganz schlimm ist stellt sie sich sogar vor die Terassentür und will raus. Dann läuft sie eine Runde im Garten um sich wieder runterzukühlen oder legt sich sogar dort hin.

    Wir haben sogar aus Panik das Tier komplett checken lassen (Herz,...) und sie ist komplett gesund, halt einfach nur wahnsinnig empfindlich was Wärme angeht.

    Also mach dir nicht so viele Gedanken, wie gesagt ich würde die Kudde daheim lassen. Ab und zu mal die Ellenbogen kontrollieren und wenn die eventuell entstehenden Liegeschwielen rot werden mit etwas Melkfett pflegen.