Das gilt jetzt irgendwie für Beide Teetrinkerin und Juli_82.
Ich bin ja ein großer Freund von Pausen
aber so mancher muss sich vielleicht auch dazu zwingen.
Macht ihr unterwegs auch mal Pausen. Einfach mal auf eine Wiese setzen und sich die Dinge anschauen? Einfach nichts tun, für Hunde ist das trotzdem viel (sie wittern und schauen ja dann doch was so los ist). Und einige Hunde haben dann da anänglich auch echt Probleme, die Welt einfach mal ganz in Ruhe wahrzunehmen. Auch bewusst mal flanieren. Wenn Hund hektisch ist, neigt man gern dazu sich anstecken zu lassen und sich seinem Tempo ein bisschen anzupassen.
Pause heißt hier, es passiert nix, du kannst entspannen.
In eurem Fall nun nicht direkt an einen Radweg, aber auf eine ruhige Wiese, wo mal ab und an etwas vorbei kommt.
Kami kann überall entspannen, aber ich mache das auch mit hochreaktiven Hunden, damit sie sich zwischenzeitlich auch mal etwas runter fahren. Der Weg dahin kann allerdings dauern.
Versuch auch mal drauf zu achten, WANN gezogen oder gepöbbelt wird. Ob es nicht vielleicht doch an oder nach einem stressigen Tag auftritt oder vielleicht gar nach einer bestimmten Situation. Das nimmt vielleicht etwas "Ärger/Frust" aus der Situation. Weil du weißt, das es es in dem Moment dann einfach noch nicht kann und dann ist das eben so.
Es ist wirklich erstaunlich was das so alles ausmachen kann.
Beispiel, das Hundetier wurde hier des nachtens mal von einer Hündin angegriffen. Das war für sie ziemlich traumatisierend, für mich auch.
Erst schien alles OK, aber letzendlich wurde sie danach ziemlich unsicher im Umgang mit größeren Hunden (war eine größere Hündin), wenn sie angeleint ist. Wir haben das trainiert und EIGENTLICH ist das kein Thema mehr. Das heißt wir gehen ruhig vorbei, alles ist schick, sie schaut mich danach an und bekommt einen Keks. Im Freilauf ist das kein Thema, weil sie sich da freier bewegen kann.
Wir treffen also täglich an die 20 Hunde und alles ist schick, man schnackt mit den Haltern. Kami interessiert sich eh nicht für andere Hunde und sitzt oder liegt irgendwo entspannt rum und glotzt in die Botanik.
ABER wenn das Tier Stress hat, weil der Tag stressig war, ich schlechte Laune habe,... dann packt sie das einfach nicht und lässt dann dochmal einen Brüller von sich. Das kommt selten vor, aber an diesen Tagen KANN sie es einfach nicht, die Löffelchen sind aus.
Löffeltheorie:
Die Löffeltheorie oder „Keine Löffel mehr da“ - MarkertrainingMarkertraining
Kennt man von sich selbst. Man ist schlecht drauf, gestresst,... und plötzlich explodiert man wegen Dingen, die einem sonst völlig egal wären.
Das macht alles nicht besser, aber hilft vielleicht, FALLS das eine Rolle spielt, gelassender damit umzugehen. Dann schiebt man selbst nicht solchen Frust, weil man sich sagen kann "Es war zu viel, es geht jetzt einfach nicht, morgen sieht die Welt schon wieder bunter aus".
Könnt ja mal drauf achten. So kommt man teils auch noch auf ungeahnte Stressauslöser, wo der Hund vielleicht nicht auslöst (bei deiner Bellen), aber es offensichtlich trotzdem Stress auslöst.