Beiträge von SanSu

    Hier knallt es fröhlich weiter und gerade hat ein Idiot einen Böller in den Hinterhof geworfen! :rotekarte: Boah da habe selbst ich mich trotz geschlossener Türen und Fenster erschreckt.

    Aber Kami geht es soweit gut.

    15.00Uhr bei Tageslicht ist alles OK, auch wenns mal knallt =)

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    Die Nachmittagsrunde fiel aus, raus, lösen und wieder Heim, es war schon zuviel los.

    Nun so, ABER Schnutchen liegt und ruht! :dafuer:

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    @Sarah80 Ich hatte ja schonmal gefragt, hast du noch andere Maßnahmen für deine Hündin getroffen? Innenliegenden Raum, Fenster abhängen, Gehörschutz, Fernseher an, wenn es hilft?

    Wie gesagt Kami schaut ab der Dämmerung immer ängstlich zu den Fenstern. Also hat sie ihren Platz im Flur und die Türen sind alle zu.

    Gestern war es hier sehr schlimm, ich hatte das Gefühl die Leute haben schonmal geprobt. Der Park heute morgen sah schon schlimm aus, überall Böllerreste.

    Gestern hatten wir noch Besuch von Freunden mit zwei Hunden. Das war eindeutig zuviel, Kami war extrem gestresst, erst als hier alles etwas zur Ruhe kam konnte sie wieder entspannen. Wir waren alle im Wohnzimmer, auch die anderen beiden Hunde und Kami lag im Flur.

    Heute morgen wieder eine große Runde, dann gibt es 15.00Uhr wieder nur eine kleine Runde und Abends auf den Hof.

    Morgen stehen wir früh auf und fahren zu den Eltern meines Freundes. Die Wohnen am Stadtrand von Potsdam und somit ist es dort ruhiger als hier. Frühstück fällt für Kami aus. 14.00Uhr gibt es dann nochmal eine große ausgedehnte Waldrunde. Dann rüste ich das Gästezimmer auf, Alufolie und Decken vor die Fenster,... Bei ersten Stressanzeigen (vermutlich gegen 17.00Uhr wenn es komplett dunkel ist) gibt es dann Sileo und dann mal sehen, ob sie den Gehörschutz noch zusätzlich braucht. Ich biete ihr dann später nochmal Futter an , mal sehe ob sie es nimmt. 20.00Uhr geht es doppelt gesichert und mit Gehörschutz vor die Haustür, sie löst sich ja Gott sei Dank dann komplett und 20sek. später sind wir wieder drin.
    Sileo wird dann nach Bedarf aufgefrischt. Und je nachdem wie ihr Zustand ist bleiben wir dann 0.00Uhr unten im Wohnzimmer (Rollläden runter gelassen) oder ich gehe mit ihr ins Gästezimmer und ich mach den Fernseher an. Das Gästezimmer ist kleiner und das ist auch so ihr Rückzugsort, wenn sie in Ruhe schlafen will.

    Und dann ist der Spuk auch schon wieder größtenteils vorbei. Am ersten gibt es dann nochmal eine schöne große Waldrunde, um den Stress etwas abzulaufen und die Seele baumeln zu lassen.

    Und dann mal schauen, wann sie wieder einigermaßen locker die Nachtrunde gehen mag.

    Das entscheidet Kami, wenn sie unsicher ist, will sie nur zum Grünstreifen, wenn es ihr besser geht die kleine Parkrunde und wenn alles wieder OK ist, will sie die größere Parkrunde abends gehen. Wir werden sehen.

    Das Problem ist halt wirklich wenn es plötzlich und überraschend auftritt.

    Ich habe mir um Silvester nie Sorgen gemacht, unsere alte Hündin hatte damit kein Thema. Kami hatte mit Böllern auch keine Probleme (in dem Jahr war ja auch noch EM oder WM).

    Dann passiert sowas und zack. Da hat man meist gar keine Medis in die Richtung daheim und bis man sich informiert hat, ist es schon zu spät und man selbst schon mitten drin.

    Mit dem Wissen von heute, würde ich das bei einem neuen Hund wohl auch anders machen - Stichwort "posttraumatische Medikation" und sowas für den Fall der Fälle daheim haben.

    Damals dachte ich, na mit ein paar Kekse, Ruhe,... wird das schon wieder und das Ausmaß zeigt sich erst später.

    Welches nimmst du denn da? Nicht die Wachsteile oder?

    Doch, die Wachsteile, aber je Ohr zwei Stück, weil der Gehörgang ja größer ist, als beim Menschen.

    Schaumstoff würde da wohl nicht halten, keine Ahnung. Ich selber nehme auch lieber die aus Wachs, weil Schaumstoff bei mir nicht richtig hält, deshalb habe ich für Kami nun auch die Wachsdinger gekauft.

    Ich knete also zwei von den Wachsteilen je Ohr zusammen, dann ab ins Ohr, andrücken und anpassen und dann kommt ein Stulpen oder das Lärmschutzkäppchen drüber, damit die beim schütteln,... nicht rausfliegen.

    Wie furchtbar!

    Tasso schickt ja immer das nette Rundschreiben und die schrieben ja auch, das es an und um Silvester wirklich extrem ist.

    Letztes Jahr haben wir es bei 2 Hunden mitbekommen und die waren erwachsen und schon lange bei ihren Haltern. Die eine Halterin war eine junge Frau und völlig aufgelöst. Die kleine Hündin war aber Gott sei Dank noch im Park wieder zu finden. Beim 2. weiß ich es nicht, gesehen haben wir den seit dem nicht mehr.

    Wir flüchten Silvester ja oft zu den Eltern meines Freundes und da darf Kami an diesen Tagen auch nur doppelt gesichert in den Garten.

    Da mußt du immer mit rechnen.
    Die Zeit um den Jahreswechsel rum gehe ich Kindern und Jugendlichen, die in Gruppen zusammenstehen, weiträumig aus dem Weg.

    Machen wir auch so, so hat der "Spaß" ja für uns erst angefangen.

    Das war im ersten Jahr mit ihr, da bin ich nachts mit ihr wie immer am Park entlang an der Straße. Der Park ist dunkel und irgendwelche Vollpfosten haben einen Polenböller in unsere Richtung geworfen. Keine Ahnung was es war, aber sowas lautes habe ich noch nie erlebt. DIE müssen uns gesehen haben, weil die Straße ja beleuchtet ist. Ich habe sie nicht gesehen. Vorher waren Böller, Feuerwerk,... kein Thema gewesen.

    Kami hatte schiere Panik, ich hatte Mühe sie davon abzuhalten auf die Straße zu rennen, sie war wie ein panischer Flummi und ist an der Leine in alle Richtungen gesprungen. An der Haustür zurück ist sie mit dem Schädel gegen die Tür. Sie wollte einfach nur rein.

    Wobei ich sowas am hellerlichten Tage hier noch nie erlebt habe, bei dem anderen HH, war es mitten am Tag.

    Mir wird immer ganz schlecht, wenn ich sehe, Leute lassen ihre Hunde offline im Park laufen. Jedes Jahr bekommen wir mit, wie Leute ihre Hunde suchen. Die Hunde hat das sonst vielleicht nie interessiert, aber an dem Tag...

    Chris ich hoffe die Ranch und ihre Bewohner überstehen alles heile!

    Es ist wirklich ätzend.

    Gestern erzählte uns ein HH im Park, das Jugendliche vorgestern einen Böller nach seinem Hund geworfen haben :rotekarte:
    Die Dummheit einiger Menschen scheint unermesslich.

    Gestern wurde hier abends im Minutentakt geböllert, es war wirklich heftig.

    Keine 10 Pferde würden uns abends noch in den Park bekommen, das Nachmittags hat schon gereicht. Und wir wohnen ja nicht mal im Zentrum von Berlin.

    Aktuell ist es aber ruhig und heute morgen was es auch super entspannend, da schlafen alle noch und Schnutchen konnte entspannt ihren Hobbys nachgehen. Wir laufen nun morgens eine extra große Runde, und sie darf soviel in der Landschaft rumsitzen wie sie mag, das macht sie am liebsten, Nachmittags macht es hier einfach keinen Sinn.

    Um 10.00Uhr ist der Fuchs 5m vor uns auf der Wiese rumgelaufen, der scheint auch schon ganz verwirrt zu sein oder hat seine Zeiten auch entsprechend angepasst, denn wie gesagt da war Totenstille.

    Edit: Jimina, das wünsch ich euch auch! Einsamkeit hört sich gut an. :dafuer:

    @Schnubbelbutz Was haben denn deine Bekannten mit den Panikerhunden gemacht/trainiert oder wurde das nur mit eigener Ruhe besser?

    Ich bin ja gewillt zu lernen, aber das allein kann ich mir kaum vorstellen.

    ***
    Hier war es gestern Abend echt schlimm, es wurde geböllert ohne Ende. :muede:

    Wir sind dann mit Lärmschutzkappe nach unten, das ging. Ist ja eh nur raus, direkt ausstrullen und wieder hoch. Wenn es auf dem Level bleibt bin ich zufrieden. Sie liegt dann halt im Flur mit der Kappe, wenn es ihr hilft alles gut. Aber kein zittern, kein hecheln und sie kann schlafen.

    Eine komplette Panik konnten wir bis jetzt durch die Vorkehrungen verhindern.

    Sie neigt in Panik zu selbstzerstörerischem Verhalten, nicht schön.

    ***

    @Sarah80 Was machst du denn noch, um es ihr leichter zu machen? Kannst du irgendwelche Tendenzen erkennen, die ihr helfen könnten. Hält sie sich vermehrt an einem Ort auf? Schaut sie ängstlich zu Fenstern,...

    Kami geht in den Flur, logisch, das ist der einzige Raum ohne Fenster. Wenn die Dämmerung einsetzt guckt sie ängstlich zu den Fenstern und geht in den Flur. Deshalb schließen wir dann auch alle Türen im Flur, das hilft ihr ungemein. Küchentür zu, Badezimmertür zu, Wohnzimmertür zu.

    Mein Freund arbeitet im Schlafzimmer, ich im Wohnzimmer. Die Schlafzimmertür zum Flur ist leicht offen, sie könnte also zu uns, wenn sie wollte, weil wir zwischen Wohn-und Schlafzimmer noch eine Verbindungstür haben.

    Aber sie liegt im Flur. Ließen wir die anderen Türen im Flur offen, würde sie hecheln, trotz Kappe.

    So klappt es ganz gut, die hat die Kappe, die Türen sind zu und sie kommt zur Ruhe.

    Würde sie Körperkontakt wollen und brauchen, würde ich meinen Arbeitsplatz in den Flur verlagern.

    Obwohl sie keine körperliche Nähe will, braucht sie aber unsere Anwesenheit. Aktuell lassen wir sie bei Dunkelheit nicht mehr allein und erledigen alles vorher, weil es sonst kippt.

    Auch hier, gut ist was hilft.

    Da muss auch mal der Serano Schinken ran.

    Hier hoch im Kurs: Leberkäse, Wiener, Salamie,...

    Bei unserer alten Hündin das Größte: Honig

    Wir haben einen Gierschlund und ich behelfe mich mit dem "Kekstrick".

    Also Hund macht sitz, ich werf ihr Wiener Stückchen zu, es geht auch ein normales Leckerlie. Sie fängt - haps und weg. Zwischendrin werf ich einfach die Tablette, sie fängt sie und hinterher gleich noch ein Stück Wurst - haps und weg.

    Maches nimmt sie einfach so aus der Hand, anderes kann ins Futter. Wenn sie was nicht mag, hilft der Kekstrick.

    Ich würde es auch immer erstmal so versuchen, stopfen kann man im größten Notfall immer noch. Würde ich auch machen, wenn ich das benötigte Medi beim besten Willen nicht in den Hund bekommen und wie geschrieben hinterher gibt es einfach was richtig tolles.

    Da muss ich dich enttäuschen, ich kenne einige Paniker Hunde sehr gut. Mein eigener hatte am Anfang als wir ihn bekamen auch Probleme es hat sich aber extrem normalisiert. Die Paniker die ich kenne haben alle von einer gelassenen Grundhaltung ihrer Besitzer profitiert. Denn wenn einer Panikt sollten die anderen die Ruhe bewahren sonst ist es nicht möglich zu helfen.

    Das dürfte den Leuten hier bewusst sein. Ich glaube keiner rennt hier in Panik durch die Bude oder quatscht hysterisch auf den Hund ein.

    Ein Ruhepool ist wichtig.

    Hier läuft alles wie immer und wir machen einfach was dem Hund hilft (siehe oben).

    Wir arbeiten, Hund liegt im Flur und schläfft. Ohne den Gehörschutz sehe das anders aus. Sie mag in diesen Situationen ihre Ruhe, der Versuch von Ablenkung, Körperkontakt,... würde es bei ihr nur verschlimmern.

    Sie ist davon ab kein panischer Hund und lässt sich auch nicht davon schocken, wenn mir das Schlüsselbund direkt neben ihr runter kracht, da zuckt sie nicht mal mit der Wimper. Hier hängt es auch mit einem traumatischen Ereignis zusammen.

    Dieser Thread lebt aber vom Austausch, vom Austausch von Erfahrungen und Emotionen, man ist halt machtlos, kann es den Tieren nicht erklären und das schreibt man sich auch mal von der Seele.

    Das heißt nicht, das wir selbst als nervliche Wracks durch den Alltag huschen.