Prophylaktisch nen Hund mit MK sichern weil dem evtl mal die Hutschnur platzt aus welchen Gründen auch immer .nö.
Mein Stand ist bei Seite 31 also sorry, falls die Entwicklung schon weiter ging.
Ich habe dich Co_Co nicht bewusst rausgegriffen, der Ansatz kam ja auch von anderen, als nimm es nicht persönlich, ist nur der Einstieg zu meinem Standpunkt.
Ich weiß ich steh mit der Meinung oft allein da, aber warum NICHT.
Was habe ich davon? ICH muss damit leben, wenn mein Hund nen anderen Hund tötet oder schwer verletzt. ICH muss mit der daraus resultierenden Beziehung zu meinem Hund leben, wenn man sowas mal gesehen hat. ICH muss damit leben wenn mein Hund im besten Fall erzwungene Auflagen bekommt. ICH muss die Kosten teils tragen. ICH muss damit leben, wenn mein Hund eingezogen wird, eingeschläfert wird, den Rest seines Lebens im TH verbringt,...
Klar vielleicht hat der Tut-Nix die "ursächliche" Schuld, aber ICH muss doch mit dem ganzen Rest klarkommen.
Unsere letzte Hündin hat es bitter ernst gemeint und hat im Zweifel auch nicht abgelassen. Sie ist nie zu anderen hingerast, aber was bringt es mir persönlich oder besser gesagt uns, den anderen die Schuld zu geben.
Sie hat im Freilauf quasi IMMER einen Mauli getragen (es sei denn in der tiefsten Pampa, wo man nie einen Menschen getroffen hat) und auch an der Leine größtenteils. Immer dann, wenn potenzielle Hundekontakte (auch ungewollt) möglich gewese wären.
Mich hat es nie gestört, sie auch nicht, sie konnte rennen, springen, sich wälzen, schnüffeln,...
Was hätte es uns gebracht, wenn wir auf Leinenpflicht,... gepocht hätten, letzendlich wären eh wir die gewesen, die es hätten ausbaden müssen.
Klar das entscheidet jeder für sich selbst logisch, aber ich versteh gar nicht, warum das manche so problematisch sehen. Lieber erteile ICH meinem Hund Auflagen, als das sonst was passiert.
In der Hundeschule gab es eine Hündin die andere Hunde auf's Kreuz gelegt ohne auch nur ein einziges Mal ein Loch zu machen, DAS nenne ich Verhältnismäßigkeit. Nur weil einem ein anderer Hund blöde kommt, muss man den nicht blutig tackern oder schlimmeres.
Denn DAS ist kein normales Verhalten und ein Hund kann seinen Biss sehr
wohl dosieren. Er kann mit dem Maul halten, fixieren, kneifen,
reißen,... ohne das es blutige Wunden gibt.
Unsere jetzige Hündin trägt eine große Zucchini 3 Etagen hoch, ohne das da auch nur eine Macke drin ist und jeder weiß wie schnell das mit nem Fingernager geht. Und jeder der mit seinem Hund körperlich spielt weiß das auch.
Wir wohnen in Berlin, hier gibt es ständig Tut-Nixe. Unsere jetzige Hündin braucht auch keine anderen Hunde um glücklich zu sein, aber sie ist nett. Wenn es wirklich mal einer auf die Spitze treibt, gibt es ne Ansage und da kommen die Zähne nicht mal zum Einsatz. Als sie angegriffen wurde, hat sie auch nicht einfach wild in ihre Angreiferin reingetackert.
Bei unserer alten Hündin war das anders, aber ICH will nicht mit den Konsequenzen leben, also sichere ich, auch wenn ich die Schuld rein theoretisch den anderen zuschieben könnte. Das bringt mir im Fall der Fälle absolut nichts.
Das Argument, das ein Hund auch mit Maulkorb verletzen kann, vesteh ich auch nicht. Ja KANN er, passiert aber in weit aus weniger Fällen. Der Mensch kann immer eingreifen ohne sich selbst in übermäßige Gefahr zu bringen. Und ja es gibt Hunde die entwickeln da spezielle Techniken, aber das sind die wenigsten und wenn ich den Hund an der Leine und mit MK führe kann ich immer noch dafür sorgen, das der die nicht anwenden kann.
Zu dem Vorfall ansich will ich nichts sagen, die Grundlage ist einfach dürftig, aber es macht mich traurig und fassungslos, das es dazu kommen musste.