Beiträge von SanSu

    Ich sehe das bei euch auch kritisch und würde das zum JETZIGEN Zeitpunkt auch weiterhin unterbinden. Wie sich das in ein paar Monaten verhält wird man sehen.

    Er kontrolliert dich und testet dich ja immer noch in vielen Situationen aus. Liegeplätze sind situationsbedingt wichtige Ressourcen, bzw. die Beanspruchung.
    Ihr hattet das ja erst mit dem Garten, wo er dich verarscht hat und dann das Bett beansprucht hat, das ist sein Mittel um Grenzen auszuloten, dich zu kontrollieren.

    Sieht man auch daran, das es bei deinem Freund akzeptiert, bei dir aber nicht.

    Das wird sich sicher ändern, aber im Moment würde ich davon Abstand nehmen, gerade WEIL er da noch mit dir diskutiert.

    Hier darf Hund auch auf das Sofa oder das Bett, ABER wenn ich sie runter schicke ist es gut und sie verteidigt auch nix und ich kann da rumlümmeln wie ich lustig bin. Haben wir Besuch sitzen manchmal 2 Leute und 3 Hunde auf dem Winzsofa, völlig harmonisch.

    Wir hatten allerdings mal einen Betreuungshund, der viel kontrolliert hat. Durfte er auf das Sofa, hat er unsere Hündin angeknurrt, wenn sie dran vorbei ging. Der flog also runter und durfte eben genau deshalb nicht mehr rauf. Nur wer sich benimmt, darf den Kuschelplatz auch nutzen. Er hat dann versucht das Sofa durch seine Liegeplätze abzuschirmen (unterm Couchtisch, direkt vor dem Sofa), und knurrte unsere Hündin dann von da an, wenn sie auch nur Anstalten machte, in Richtung des Sofas zu wackeln.
    Folglich hat er einen festen Liegeplatz zugewiesen bekommen und da habe ich ihn auch immer und immer und immer wieder hingeschickt, bis er es verstanden hatte.

    Es geht bei Hunden viel um, wer bewegt wen. Dieser Hund hat sich auch in Türrahmen gelegt um unsere Hündin daran zu hindern den Raum zu wechseln, nur durch Blicke. Deshalb auch nicht einfach ein Sofaverbot, sondern er bekam einen fest zugewiesen Liegeplatz, damit er die anderen nicht mehr kontrollieren kann, das ist nämlich alles andere als nett.

    Für die meisten Hunde ist das kein Thema, aber es gibt so Typen.

    Wie gesagt, sicher ändert sich das noch und man kann in ein paar Monaten vielleicht mit einer Decke arbeiten (Decke + einladen), aber GERADE jetzt würde ich sowas lassen.

    Das braucht starke Nerven, aber die hast du bereits bewiesen und jetzt heißt es mal wieder sturer sein als der Hund.

    Das kommt mir bekannt vor ... ups!

    Hm, jetzt mal ganz doof gefragt ... Du setzt Dich vor dem Hund hin und legst etwas auf den Boden, in der Hoffnung, dass er sich damit beschäftigt?
    Hm, meinen (Anfänger!)Hund interessieren nur Leckerlies, die auf dem Boden liegen ... am liebsten mit vorheriger Suche.
    Wenn ich da "irgendwas" hinlege interessiert sie das nicht (außer ich mache Trara drumherum). Tips?


    Das muss bei dir nicht so sein, da tickt ja jeder Hund anders. Sie ist halt einfach so gestrickt, das ist eine Typfrage und da spielen auch Erfahrungen mit rein, die Hund eben gemacht hat oder eben auch nicht. Auch Lernen und die aktive Beschäftigung mit dem Menschen müssen Hunde ja erst lernen, wenn sie es so nie kennengelernt haben.
    Das ist ein Prozess, an dem wir ja auch mit dem Tricksen dran arbeiten.
    Will to please hat sie nicht, aber einen ausgeprägten Will to eat. =)

    Genau, ich setz mich auf den Boden und lege dort einfach was hin. Sie guckt es an - Klick - Leckerlie. Sie wendet den Kopf in die Richtung - Klick, sie schnüffelt in die Richtung, sie geht einen Schritt drauf zu - klick. Ich gucke immer den Gegenstand an. So das sie merkt, aha es geht um den Gegenstand. Irgendwann ist mal die Nase dran - Klick. Immer so weiter, irgendwann belohne ich nur noch das Nasenstupsen. Und dann irgendwann, warte ich nach dem ersten stupsen (was Sheltipower beim "Versteck dich" Trick geschrieben hatte) und dann stupst sie nochmal. Ich will das sie den Gegenstand durch mehrfaches Stupsen schiebt.

    Aber am Anfang wird alles belohnt, was auch nur grob in die Richtung des Gegenstandes ging.

    Jetzt kann sie ja schon einiges und man merkt eine deutliche Entwicklung, sie probiert von sich aus schon mehr aus, hat eine höhere Motivation/Erwartungshaltung,...

    Wie gesagt, ich würde das einfach mal filmen und dann kann man mal schauen, wo man eventuell dran drehen kann.

    Vielleicht liegt es am aktiven anbieten. Kami findet sowas doof und macht dann auch zu. Es verunsichert sie, deshalb geht sie dann einfach weg. 1-2x geht es, aber sie fühlt sich nicht wohl und geht dann einfach. Ich lege also immer was einfach hin und lasse sie aktiv auf den Gegenstand zugehen.

    ***

    Laura kann ja auch nur was zum Schieben sein, muss ja nicht gerollt werden. Wir haben aktuell eine flache Blechdose, die Kami einfach schiebt. Am Anfang war es eine zusammengeknüllte Wollstrumpfhose, aber die hat sie lieber in die Gusche genommen und wollte sie mir bringen. :hust: Die Verlockung war zu groß, wenn sie dann kann, kann man es ja immer noch auf irgendwas übertragen.

    Hier wird das Wort auch erst eingeführt, wenn der Hund ganz sicher weiß was zu tun ist, erst dann pack ich das Wort drauf. Am Anfang passieren ja auch mal Fehler und der Hund weiß gar nicht richtig was man von ihm will.

    Da muss man gucken wie der Hund tickt. Hältst du die Hand direkt hin, das kann Hund auch doof finden.

    Mach doch mal ein Video, dann sieht man eventuell woran es liegen könnte und kann besser Tipps geben, da sind die Hunde ja so verschieden.

    Ich arbeite aktuell viel mit dynamischer Belohung, ganz bewusst um etwas mehr "Unruhe" reinzubringen. Heißt der Keks fliegt auch mal ein kleines Stück, Kami findet das toll, es baut bei ihr etwas Spannung ab und ist für sie aufregender, als den Keks einfach reingeschoben zu bekommen und damit ist sie auch deutlich motivierter.

    Ich würde einfach sagen, schaut euch realistisch eure Lebenssituation an und was ihr gerne mit dem Hund machen wollt.

    Im schlimmsten Fall erfordert es lebenslanges Management je nach Motivation des Hundes und das kann euch hier per Ferndiagnose keiner sagen.

    Man braucht Ehrgeiz, Freude an der Arbeit mit den Hund, Humor und entsprechendes Verantwortungsbewusstsein.

    Man kann teils viel über den Gehorsam regeln, aber da muss man auch der Mensch für sein und man muss immer schneller reagieren als der Hund. Immer die Umgebung abscannen, auch wenn der Hund einen Mauli trägt, sich im Alltag anpassen,...

    Da kommt es drauf an, wie ihr lebt, wo ihr wohnt. Wieviele Hunde trifft man da so auf den Runden, gibt es Hunde im Freundeskreis. Seit ihr bei Urlauben,... auf Fremdbetreuung angewiesen, da wird es mit einem unverträglichen Hund schwierig. Wenn Hund in den Urlaub mit kommt, kann und will man das je nach präferierten Zielen leisten,...

    Vielleicht auch Mühen auf sich nehmen und mal in die Pampa fahren, damit Hund sich austoben kann,...

    Im besten Fall ist es einfach der Stress und das legt sich quasi von allein, vielleicht ist es nur Angst, vielleicht meint er es bitter ernst.

    Unsere alte Hündin war auch unverträglich. Wir haben sie mit fast 11 Jahren als Hundeanfänger übernommen und hatten leider nicht einmal 2 Jahre mit ihr. Wir haben viel geschafft in der Zeit, sie war über Gehorsam gut zu regeln, lernte die Hundesprache,... ABER die Trainerin sah bei ihr keine Chance den Maulkorb jemals loszuwerden.
    Man kann gar nicht so doof denken, wie einige Leute sind. Und Sunny war da auch ein Stück weit unberechenbar, ein kleiner Arschkeks.
    Wir haben sie geliebt, wir wussten bei der Übernahme wie sie tickt, mir hat die Arbeit mit ihr unendlich viel Spaß gemacht und unsere Bindung war dadurch eine ganz besondere, für uns war es auch keine riesige Einschränkung und wir waren uns der Verantwortung immer bewusst!
    Es war ihre einzige "Baustelle", hätte sie ein Thema mit Menschen gehabt, hätten wir sie nicht genommen, weil das in unserer Lebenssituationen einfach nicht tragbar gewesen wäre.

    Da kommt es aber wie gesagt auf euch an, ob ihr das leisten wollt. Überlegt euch, wie ihr jetzt so lebt, geht mit offenen Augen durch eure Umwelt und guckt ob es passen könnte, auch wenn sich an seiner jetzigen Einstellung nichts ändert. Sonst werdet ihr immer für den Hund zurückstecken müssen, das muss man wollen, sonst ist es eine Belastung und Hundehaltung soll ja Spaß machen.

    Ja, beim Trofu war die Zuge auch gerade ihr Mittel der Wahl.

    Man sieht ja auch wie sie kurz überlegt. Bei Nassfutter würde ich dann ein entsprechendes Gefäß anbieten, das es nicht so breit geschmiert wird, vielleicht eher etwas mit einer steileren Wandung, damit der Mauli gut ins Futter gedrückt werden kann.

    Wobei die das sonst sicher auch einfach wegschlabbern, sind ja meist keine großen Stücken drin.