Manche in der Familie behaupten ja unser Hund sei verwöhnt, ich sage ICH habe einfach Freude an der Ernährung für den Hund.
Hier wird frisch gekocht und ich mache es einfach gern! Ich mag wie das Futter aussieht, wie es riecht, ich mag das ich weiß was drin ist und ich freue mich wenn es schmeckt.
Kami ist da unproblematisch, die hat einen Saumagen, würde aber wohl auch bis an ihr Lebensende trockenen Reis mit Huhn fressen oder das billigste Trockenfutter. Sie isst halt gern. 
Ich koche zwar für den Hund, mach mir sonst aber auch keinen Kopf. Bei Oma gibt es halt billigste Dose, wenn wir ungeplant dort übernachten, bei Freunden auch mal Brekkis. Die Reste von den Kindertellern, Reste von den Frühstückseiern, die Uroma darf auch gern noch die 3 Kaustange in den Hund stopfen und wenn wir Rentner im Park treffen und die haben Trockenbrot für die Enten dabei und wollen dem Hund auch was geben, immer rein damit. Die Pizzaränder sind für den Hund reserviert, mal gibt es auch was Rohes und wenn ich es mal nicht geschafft habe für das Hundetier zu kochen, dann gibt es eben Abends das Trockenfutter, obwohl ich das eigentlich nur als Leckerlie nehme.
Ich nehme Rücksicht auf ihre Vorlieben, Obst landet hier nicht im Topf und die Fruchtjoghurtbecher löffel ich selber aus. Sie isst nicht gerne Obst, sie isst es, aber mit langen Zähnen, also muss sie auch nicht. Wassermelone im Sommer ist aber sehr beliebt.
Was ich nicht mag ist "Wohlstandsmäkeln" das gibt es bei mir nicht. Bei der Oma, ließ sie auch mal das Futter stehen (das selbstgekochte, das sie Zuhause wohlig schmatzend frisst um dann noch zweimal in die Küche zu gehen um den Napf auszuschlecken, weil es besonders gut war), denn Oma gibt ihr ja immer noch Wurst und Käse vom Tisch. Das gibt es nicht, es wandert erst was in den Hund, wenn sie ihr Fressen aufgefressen hat. Inzwischen weiß sie das auch, zwischendrin hatte sie da mal eine Phase und hat das mal getestet.
Unsere alte Hündin war auch nicht mäkelig, ABER sie war furchtbar Magensensibel und natürlich gab es da nur Sachen die sie vertragen hat, da durfte auch keiner füttern, auch kein Ministück Käse, weil DIE mussten dann ja nicht Nachtschicht schieben, sondern wir. Da waren wir auch ziemlich streng. Die hat bei der Oma übrigens auch nicht gefressen, weil, wie sich heraussstellte, die Oma sie immer vollgequatscht hat und das hat sie so verunsichert, das sie dort nicht gefressen und dann auch nicht mehr dort getrunken hat. Als wir dahinter gekommen sind, hatte sich das Thema wie von selbst erledigt, nachdem die Oma die Anweisung erhielt, den Hund einfach in Ruhe fressen zu lassen.
Ich würde beim Mäkeln wohl auch erstmal an die Gesundheit oder Psyche denken. Ich kann bis heute keinen Brokkolie mehr essen, weil ich vor 20 Jahren mal eine Lebensmittelvergiftung von einem Brokkolieauflauf hatte. Der Körper/Kopf merkt sich erstaunlich viel. Beim Hund gehe ich da aber eher vom Geruch aus.
Ich spreche meinem Hund einen Geschmackssinn zu, sie hat Vorlieben und Sachen, die sie eben nicht so gern mag und das "bediene" ich gerne, ich esse auch gerne gut.