Auch ich bin ein großer Maulkorbfreund, es nimmt dem HH unglaublich stress, wenn man weiß es KANN nix passieren. Jetzt bitte nicht wieder mit dem Maulkorb als Rammbock kommen. Den Hund stört es auch nicht, wenn er dran gewöhnt ist und man das Ding positiv sieht und nicht als Strafe und mit einem gut sitzenden Korb, kann Hund alles machen, was er auch ohne Maulkorb machen kann.
Für uns damals war der Maulkorb ein Segen, hieß für unsere Hündin auch Freilauf statt lebenslanger "Leinenknast" und es nimmt einem selber viel Druck und Unsicherheit, gerade am Anfang, bevor man routinierter und sicherer im Umgang wird. Ihr seit ja noch ganz am Anfang, auch das er draußen mehr auf die achtet, wird kommen. Belohne jeden Blickkontakt zu dir. Immer verbal und biete auch ein Leckerlie an.
Dann was schon gesagt wurde, der Blickwinkel ist alles. Sieh es wirklich als Trainingsmöglichkeit. Gerade in der direkten Umgebung kennt man irgendwann seine Pappenheimer und die anderen Hundehalter. Weiß irgendwann wie wer reagiert und kann die wunderbar mit ins Training involvieren oder man weiß bei wem man lieber die Füße in die Hand nimmt.
Welche Leckerlies nimmst du? Scheu dich nicht davor, da wirklich hochwertig vor zu gehen (Wiener, Fleischwurst, Käse, Pizzareste,....).
Er ist jetzt noch zu aufgeregt zu gestresst, aber immer wieder anbieten, irgendwann kommt der Punkt, da nimmt er sie.
Und vorallem vergiss nicht den Spaß mit ihm. Du brauchst Spaß, das lockert auf, entspannt und gleichzeitig stärkt es auch die Bindung, wenn ihr gemeinsam schöne Sachen macht. Was auch immer ein bisschen Rennen, auf Baumstämmen balancieren, ihn Kekse suchen lassen und sich freuen wenn er sie findet. Da ist jeder Hund verschieden.
Emotionale Aufs und Abs wird es trotzdem immer wieder geben, aber man muss wirklich versuchen die Fortschritte zu sehen, auch wenn man mal an der Stelle steht. Und wenns nicht bei den Hundebegegnungen ist, dann eben in anderen Bereichen.