Beiträge von SanSu

    Welchen Abbruch meinst du? Den Negativen oder den von mir beschriebenen Positiven?

    Den von dir beschriebenen im 1. Post, dort geht nicht so richtig hervor, das es mehr eine Umorientierung mit anschließendem Alternativverhalten sein soll.

    Ähnlich wie in diesem Beispiel:

    Also habe ich in eine solche "Scheinattacke" (brauchte ich nicht lange drauf warten) hinein mein superfreudiges "Feiiiiin" reingeblasen - und der Hund blieb stehen, hörte auf zu bellen ... und sah mich mit riesengroßen Augen an: "????????? - HÄ ??????".


    Was hat mein "Fein!!!" bewirkt?


    Ich weiß es - einen Verhaltensabbruch.

    Der Hund hat seine Scheinattacke abgebrochen, aufgrund meiner völlig überraschenden, unerwarteten positiven Aktion.

    Ja, das Verhalten wurde abgebrochen, die Frage ist was passierte langfristig danach? Also eine Überraschungsreaktion ist ja je nach Motivation/Intention logisch. Bei Scheinangriffen denke ich jetzt eher an einen unsicheren Hund, der diese Strategie als Konfliktvermeidungsstrategie entwickelt hat, weil er sich anders nicht mehr zu helfen wusste.

    Also klar in der Situation war es ein Abbruch, aber wie verhält es sich langfristig, also genau dieses Verhalten. Das wäre ja nichts, was man in der Situation auf diese Art immer wieder nutzen würde.

    OK, dann bin ich auch gespannt. Ich wüsste nicht wie man Pilz, Milben,... mit dem bloßen Auge oder der Lupe ausschließen kann.

    Gerade Demodex zieht ja eine recht lange Behandlung nach sich und kann auch durch Stress verursacht werden, ebenso Pilzerkrankungen. Wenn das nicht richtig austherapiert wurde, kann es also wiederkommen, bzw. schwächt Stress ja auch die Imunabwähr.

    Das eine kann also auch das andere beeinflussen.

    Also seit ihr noch ganz am Anfang.

    Ich kenne mich da nicht aus, aber wenn es nur den Juckreiz blockt, müsste der Hund eigentlich trotzdem lecken, wenn es ein Zwangsverhalten, Übersprungsverhalten,... ist, würde ich denken. Das ist ja unabhängig vom Juckreiz, sondern die Ursache liegt in einem Auslöser (hier Stress).

    Bezüglich des Waschmittels, die Vorbesitzer werden ja auch handelsübliche Waschmittel verwendet haben, die in ihrer Zusammensetzung wie gesagt recht ähnlich sind.

    Aber dadurch das eigentlich diagnostisch noch nichts konkretes passiert ist, würde ich nun auch erstmal abwarten, was der TA Termin bringt. Gib auch an, das da noch nix gemacht wurde. Ich dachte es wurde zumindestens eine Pilzkultur angelegt oder ein Hautgeschapsel genommen.

    Ich habe jetzt auf die Schnell die gefunden. Googel: Halsband für Zeckenhalsband

    https://www.tauwerkdesign.de/onlineshop/pretty-tick/

    Ähnliche Bilder führte dann dazu:

    https://www.agradi.de/makadi-aufstecker-bunt-kuh.htm

    https://iq-dogsport.de/hundesportarti…1-lederhalsband

    Letzendlich, wenn ich das richtig gelesen habe, kannst du es aber auch einfach an jedem normalen Halsband mit ein paar Stichen festnähen oder nieten.

    Edit: https://www.otto.de/p/heim-hundeha…ionId=746218291

    Ich bin auch gespannt, was bei dem Termin bei der Dermatologin rauskommt. Was hat die Ärztin denn vorher getestet und wie?

    Wenn das Apoquel hilft würde das ja eher gegen was psychisches sprechen oder?

    Gab es denn mal eine Ausschlussdiät bzw. nicht ein Wechsel der Waschmittel, sondern ein Weglassen (also jetzt bei den Sachen wo er drauf liegt, Decken, Kissen,...). Bzw. hast du da spezielles Allergiker Maschmittel verwendet, denn die sind ja recht ähnlich aufgebaut, also die normalen Waschmittel verschiedener Marken.

    Ich drück die Daumen.

    Ahhhh OK, es geht also eher um ein Umorientierungsignal mit anschließend angebotenem Alternativverhalten.

    Umorientierung = positiver Abbruch.

    Habe nochmal gelesen, das kommt im ersten von Hundundmehr Post nicht so raus, aber dann im 2. Wenn ich das über den Tag aber immer wieder Auflade, kommt es dann nicht zu einer enormen Erwartungshaltung?

    @Vakuole Um Gottes Willen nein! Freu dich das es so läuft, aber du hattest ja selber gesagt, das sich das noch ändern kann und das wollte ich unterstützen. Wie gesagt kann, nicht muss.

    Also alles gut =)

    Und natürlich braucht es keinen aversiven Abbruch, wenn es auch anders geht, wozu?

    Aber selbst bei so leichtführigen und sensiblen Hunden, kann ein Abbruch wie hier beschrieben auch in die falsche Richtung führen. Das ist von Hund zu Hund ganz verschieden, je nachdem was für ein Typ er ist.

    Spoiler anzeigen


    Milly erinnert mich ein bisschen an Kami am Anfang, nur das Milly schon selbstbewusster ist. Da reichte es auch nur ihren Namen nett und leise zu sagen und sie hatte schnell drauf, das der Müll nicht geplündert wird. Das selbe musste dann noch für Essen auf Tischen, Kommoden,... gemacht werden, generell eben,...

    Sie hat vieles einfach so nebenbei gelernt, ziemlich selbsterziehend so im Alltag.

    So mit einem Jahren bei uns wurde sie immer lustiger, selbstbewusster, hat sich mehr fallen gelassen, hatte Spaß,... sich einfach positiv entwickelt. Und mit dem Selbstbewusstsein wird dann eben auch mal "ausgetestet".

    Z.B. aktuell arbeiten wir an Eselstopps. Der Borstein ist hier das Signal zum Stehenbleiben und muss durch mich aufgelöst werden. Es gibt als kein Straßenkommando, die Straße IST das Kommando. Alles positiv aufgebaut, durch freies Shapen. Das ganze so weit verstärkt, das ich auch in vollen Lauf an ihr vorbei laufe, ich in die Leine laufe und quasi durch die Leine zurück geschnippt werde, weil der Hund wie ein Fels am Borstein steht. Und zwar so, das sie mich trotz des gewaltigen Zugs an der Leine noch Erwartungsfroh anschaut. Also wirklich super nett aufgebaut. Dann geb ich das los und sie läuft weiter. Im Alltag bretter ich natürlich nicht in die Leine. Wir gehen normal, Kami bleibt am Bordstein stehen, ich gebe gleich das los. Oder ich lauf an ihr vorbei auf die Straßen, schaue nach links und rechts (in Berlin sind die Straßen oft schlecht einzusehen), sie steht und wartet auf das "Los".

    Jetzt habe ich das vor kurzen sehr hochwertig belohnt, ich hatte nur Käse dabei. :tropf: 2x :ugly:

    Das führt nach zweimaliger Wiederholung dazu, das der Hund auch mal mitten auf dem Weg einen Eselstopp einführt und ich unerwartet in die Leine krache, weil ich lauf halt weiter und merk das nicht. Ich dreh mich um und der Hund guckt mich erwartungsfroh an. :hust:

    Heißt also, auch ein sensibler leichtführiger Hund kann mit der Zeit auf kreative Ideen kommen.

    Hier wäre ein positiver Abbruch ein Garant für viele lustige Verhaltensketten. Einen klassischen aversiven Abbruch gibt es bei uns trotzdem nicht, weil das Tier trotzdem so sensibel ist, das sie nur anhand meiner Körpersprache und der Stimmlage weiß was Sache ist und ich rede trotzdem immer ruhig mit ihr und hampel nicht wie Rumpelstilzchen rumm.

    Ein wie hier beschriebener positiver Abbruch würde hier trotzdem nicht gehen.

    Also selbstverständlich soll kein aversiver Abbruch forciert werden, wenn es so auch klappt, ist doch auch viel schöner! =)

    Bei unserer alten Hündin ging es nicht ohne aversiven Abbruch, die war aber auch ein anderes Kaliber.

    Ich hab aktuell eine neue Hündin.

    Die ist jetzt 7 Tage bei mir. Vielleicht packt sie noch was aus, wer weiss.

    Es gibt so Hunde in jedem Fall, aber wie du schon sagst, das kann sich auch noch ändern. Gerade diese Sensibilität kann auch ein Zeichen von "Unsicherheit" sein am Anfang. Heißt gerade am Anfang lieber erstmal genau auf den Menschen achten und versuchen alles richtig zu machen.

    Das hat man ja am Anfang relativ häufig, gerade weil einige TS Hunde da schon schlechte Erfahrungen gemacht haben.

    Das mit dem eigenen Kopf kommt dann später. Dann nabeln sie sich auch mal ab, man lernt sich besser Kennen - Stärken und Schwächen. Nicht nur in Bezug auf den Hund, sondern auch der Hund seinen Menschen.

    KANN, nicht MUSS wie gesagt.

    Wir haben hier auch eine Meisterin der Verhaltensketten und sich da was Nettes draus zu basteln.

    Zumindens die beschriebene Art halte ich auch für wenig praktikabel, obwohl ich generell eher ein positiv arbeitender Mensch bin.

    Aber jenes Verhalten würde hier innerhalb von 3 Wiederholungen dazu führen, das der Hund nur noch die Mülleimer ansteuert, gerade wenn die Wertigkeit der Belohnung so hoch ist.

    Und das basteln solcher Verhaltensketten funktioniert auch, wenn Hund die Aktion danach nicht weiter ausführt. Denn er muss ja erstmal eine Aktion ausführen, die zum Abbruch führt und das allein würde dann ja als Bestätigung schon reichen, Alternative hin oder her.