Ich habe jetzt nur deine Beiträge gelesen liebe TE und die anderen nur Überflogen, also entschuldige Dopplungen.
Das ist natürlich blöd gelaufen, aber ich denke man kann es schaffen. Du musst nur deine Erwartungen runterschrauben, dafür Empathie an die erste Stelle stellen und es braucht einfach etwas Zeit.
Zum pinkeln wurde ja schon genug gesagt. Und das heißt nicht das du gar nichts sagen kannst, sprich sie einfach freundlich an. Versuch dich in ihre Angst hineinzuversetzen, behalte das immer im Hinterkopf, sie macht es nicht böswillig, nicht um dich zu Ärgern und sie hat anscheinend keine guten Erfahrungen gemacht.
Daran musst du immer denken.
Geht sie Sachen von dir an, sprich sie freundlich an, gibt etwas als Alternative. Die Zerstörungswut kann auch stressbedingt sein, ebenso das Leine ziehen. Es sind stressbedingte Übersprungshandlungen und Stress wird auch oft mit Bewegung kompensiert. Leinenführigkeit kann sie in diesem Zustand nicht lernen, das Gehirn ist blockiert.
Euer Alltag hört sich für den Anfang viel zu viel an. Geht raus, kleine Runden, immer die selben Strecken. Setz oder stell dich einfach mal hin und lass sie ihre Umgebung anschauen. Zieh sie nicht einfach weiter, erforscht euer Leben gemeinsam. Hab Geduld, nähert sie sich etwas das sie ängstigt lobe sie ruhig, biete ihr ein Leckerlie an. Kann sein das sie es vor Angst nicht nimmt, lobe sie trotzdem ruhig, das sie auch draußen Futter nimmt wird kommen. Wirf sie anfangs einfach auf den Boden.
Versuch in der Wohnung nicht sie aus der Hand zu füttern, wirf die Leckerlies von dir Weg. Auch mal weniger weit, dann wieder weiter weg, damit nicht so ein Gefühl von "freiwilligem Zwang" entsteht. Es kommt positives von dir, das merkt sie auch so, aber du zwingst sie nicht in diesen inneren Konklikt (Futter - Nähe zu dir). Auch das wird besser.
Das Geschirr kannst du am Anfang einfach an lassen. Achte auf deine Körpersprache, beuge dich nicht über sie,... Zum anleinen einfach neben sie stellen oder auch mal kurz in die Hocke gehen. Es sind viele Kleinigkeiten.
Ich bin sicher sie wird auftauen, aber das braucht Zeit und Geduld, versuch nicht wütend zu sein, sondern Mitgefühl zu haben.
Wenn du das nicht kannst, dich nicht in sie hineinversetzen kannst und diese Geduld nicht aufbringen kannst, nimm Kontakt zu der Orga auf, damit sich eine Lösung findet (neues Zuhause). Aber sei nicht wütend auf sie, sie macht es nicht aus Absicht.
Wenn du denkst du kannst dich dem stellen, dieses Mitgefühl und die Geduld aufbringen, dir Hilfe suchen wird sie sich Stück für Stück öffnen und die kleinen Fortschritte werden sein Herz zum lachen bringen.
Wie ist sie den draußen so, komplett in Panik oder schnüffelt sie auch mal? Das ist wichtig, also ob sie ihre Umwelt noch wahrnehmen kann. Es gibt Hunde die sind so in Panik, das deine Lebensumstände nie passen werden, dann wäre es an dir gemeinsam mit der Orga einen geeigneten Platz für sie zu finden.
Das ist aber schwer zu Beurteilen, wo auch immer die Reise hingeht, aktuell ist sie noch bei dir. Sie hat sich das nicht ausgesucht, alles ist neu, habe einfach Verständnis für ihre Situation und such dir Hilfe bei der Orga.