Ich mochte als Kind Hunde sehr und ging auch nebenbei mit einigen Gassi, wollte aber nie einen Hund haben. Vielleicht auch, weil der Kampf bis zum 1. eigenen Haustier schon Jahre dauerte. Ich wollte ein Kaninchen, entscheiden durfte ich mich zwischen einem Hamster und Fischen.
Es wurde ein Hamster, die haben wenigstens Fell. 
2008 lernte ich meinen Partner beim Studium kennen, ich musste viel Arbeiten, Geld und Zeit hätte ich für einen Hund nicht gehabt und hatte auch gar keinen Hundewunsch und war neben Studium und Arbeit viel auf Achse.
In den folgenden Jahren lernte ich natürlich auch seine große Familie kennen, auch wenn der Großteil nur zu besonderen Anlässen (Hochzeiten, Runde Geburtstage der Großeltern,...) zusammen kam.
Und dann war da irgendwann Sunny, sie gehörte einem Onkel und seiner Frau, man sah sich aber eben nur zu größeren Anlässen.
Mein Partner mag Hunde sehr, wir nahmen Sunny gern und gingen mit ihr eine Runde, um uns kurz den Feierlichkeiten zu entziehen. 
Sie tat mir sehr leid, wurde immer weggesperrt oder musste Stunden im Auto bleiben. Kinder war bei ihr ein Thema. Sie trug einen Würger, daran eine Flexi, hat gezogen und dabei dauerhaft geröchelt.
Für uns stand fest, irgendwann wollen wir auch mal einen Hund, am liebsten eine Grauschnauze aus dem Tierheim.
2011 starb der Onkel. Die Tante war nun allein mit ihr. Ursprünglich zog sie für die Tochter ein, die sie nach ihrem Auszug aber nicht mitnehmen wollte.
Die Tante war also allein, wollte aber auf die geliebten Urlaube nicht verzichten. So übernahmen wir die Urlaubsbetreuung für sie. Ich las viel, kaufe ein Geschirr, wir übten und trainierten.
Die Tante war begeistert über die Fortschritte.
2012 lernte sie einen neuen Partner mit Hund kennen. Da es auch einige sehr unschöne Beißvorfälle mit Hunden gab, wurden die beiden im Haus getrennt. Sunny lebte in einem Zimmer, kam wegen der Verhaltenkreativität nur noch früh morgens und nachts zum Gassi raus, wurde aufgrund des schlechten Gewissens rund gefüttert,...
Der Versuch einer Vergesellschaftung endete für den anderen Hund in der Klinik, war auch seltendämlich gemacht.
Und dann Weihnachten 2012 lag plötzlich ein Brief im Briefkasten, ob wir sie nehmen können, sie ist nicht mehr tragbar. Ein Senior, mehrere Beißvorfälle, sie wäre wohl im Tierheim gestorben.
Wir suchten ohnehin gerade eine gemeinsame Wohnung und nun parallel auch gleich einen Trainer und baten die Tante, sie noch so lange zu behalten und wir nahmen sie öfter zu uns. Inzwischen war auch Geld für einen Hund da, im April, sind wir in die Wohnung gezogen und im Mai kam sie dann zu uns, unser Seelenhund.
Ab dem 1. Tag, als wäre sie schon immer bei uns gewesen.
Und das wir nur noch zwei Jahre hatten, zerbricht mir heute noch das Herz.
Ein Hamster lebt übrigens bis heute immer noch bei uns. 