Beiträge von SanSu

    Woher hast du die Info, dass manche Leute es lustig finden, getackert zu werden? :skeptisch:

    Lustig vielleicht nicht, aber sie bewerten das vielleicht weniger dramatisch.

    Als V.B. gebissen wurde, kam ja auch die übliche Verharmlosung,... Das Lachen darüber zeigt die Unsicherheit. Da wurde aber auch nicht sachlich und ernst kommuniziert und dafür die Fotos der Wunden gern rumgezeigt.

    Die Verharmlosung ist ja ein oft zu beobachtendes Phänomen. Mein Lieblingsspruch "das hat er nich so gern".

    Ich stecke ja nirgends in den Interna drin. Aber anscheinend kennt man den Normen und es handelt sich hierbei um eine erste Besichtigung, um ein Konzept zu entwickeln und den Bestand zu sichten.

    WENN er diesbezüglich Erfahrung hat und da nun strukturiert und veranwortungsvoll ist und die entsprechende Liste hat, würde ich einfach mal hoffen, das er nochmal entsprechend Rücksprache zumindestens mit den TH Einrichtungen hält, was dort vorgefallen ist und falls noch möglich mit eventuellen Vorbesitzern, um ein breites Bild der Vorgeschichte zu bekommen.

    Das ist ja eine 1. Einschätzung und er gibt selbst an, das man nicht weiß, wie sich das in anderen Konstellationen verhalten würde.

    Das Phänomen der Panikboxen gibt es ja sogar bei Kleintieren. Man setzte die Tiere möglichst eng, weil Stress und Überlebenswillen über den Willen siegen, das andere Tier zu bekämpfen. Kann klappen, kann aber auch gewaltig schief gehen, wenn die wieder mehr Raum haben.

    Und von einem normalen Alltag sind die Zustände dort ja Meilenweit entfernt und das scheint ihm ja auch klar zu sein und hoffentlich auch, das sich das entsprechend nochmal auf die Hunde auswirkt.

    Wenn es danach gehe, dürften auch nie Schäferhunde, Border Collies oder Australien Shepards in Städten über 100 000 Einwohner:innen gehalten werden.

    Ohne jetzt auf den Rest einzugehen, lege ich dir nochmal ans Herz, dich mit der Körpersprache von Hunden auseinanderzusetzen.

    Es gibt, dazu übrigens einen tollen Thread, da kannst du dir einige Videos anschauen und deine Auge schulen:

    RE: Der Körpersprache- Thread

    Wenn du dafür ein Bewusstsein entwickelt hast, hilft das nicht nur deinem Hund, sondern auch deinem Verständnis für Situationen, Hundetypen,...

    Wir wohnen in Berlin und es hat schon einen Grund, warum bestimmte Hundetypen hier häufiger vertreten sind als andere.

    Aussis gab es mal eine Modewelle, die waren aber schnell wieder weg. Ich kenne aktuell hier keinen mehr. Ressourcen sind oft ein Thema, als Hüti auch dynamische Reize. Jagdtrieb und der Schutz- und Wachtrieb. Das alles macht sich schlecht in einer Mietwohnung und einer Umgebung, wo eben oft Kinder rumspringen, andere Hunde, Betrunkene,... Gemütlich auf der Wiese sitzen kann da auch ein Thema sein, weil der Hund meint es ist seine Wiese. Und klar kann man da viel erziehen, aber es ist eben Erziehung, man muss einen Daumen drauf haben.

    Schäferhunde, fast selbes Thema, wenn du genau hinschaust, wirst du merken, WENN man mal einen sieht, werden die meist sehr eng geführt und auch das hat seinen Grund.

    Tut Nixe sind nunmal an der Tagesordnung, da will man eigentlich keinen Hund, der schützt oder den anderen in den Boden stampfen will.

    Border, Border sind extrem reizoffen. Erklärt sich auch, die müssen über weite Strecken noch mitbekommen was der Schäfer von ihnen will. Sie nehmen ALLES war, das überreizt, den ürsprünglich haben sie nicht in einer hektischen Stadt gehütet.

    Vorteil es sind Fachidioten, die sich auch schnell selbst Beschäftigung suchen, indem Fall oft Hüten oder Jagen. Heißt, die entfernen sich selten von der Familie, weil sie hüten. Das ist aber nicht Gesund, es ist quasi eine Zwangsneurose und diese Tiere sind im Dauerstress. Wenn du einen Blick für Körpersprache hast, siehst du das auch schnell. Stressgesichter, Hecheln,... Sie können nicht anders, wenn der Halter da nicht eingreift.

    Weimaraner, Akita,... alles dasselbe, sie werden, wenn vorhanden eng geführt, die Besitzer wissen oft warum.

    Wenn du den Ursprang der Rassen im Blick hast und sie dir bei euch mal anschaust, wirst du sehen was es mit dem Hunden macht bzw. wieviel Management dahinter steckt.

    Ich überspitze bewusste, es gibt natürlich engagierte Halter, die Hunde sind unauffällig, aber da steckt tägliche Arbeit drin und es sind keine einfachen Mitlaufhunde, wo man sagen kann, da gewöhnt er sich dran und dann ist das auch alles toll.

    Wenn du ein Gefühl für die Körpersprache hast, sieht du das auch ganz deutlich, sicher auch bei euch. Was für Szenen sich da abspielen ist teils erschreckend.

    Genetische Anlagen, kann man nicht weg erziehen, man kann sie kontrollieren, aber das erfordert viel Einsatz vom Menschen. Es ist dann aber auch die Aufgabe des Menschen für einen Ausgleich zu sorgen oder sein Leben auch an den Hund anzupassen. Der Hund hat sich nicht ausgesucht bei euch zu wohnen. Da sind die meisten von uns Egoisten, wir wollen einen Hund, dann müssen wir unser Leben auch so gestalten, das es für ihn angenehm ist und nicht im Dauerstress endet. Entweder durch die passende Rassewahl/Hundewahl oder so, das wir uns auch dem Hund anpassen.

    Stress, keine Freude

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    Beschwichtigungssignale sind Blick abwenden, Züngeln (über die Nase, oder kurz über die Lippen), Vorderpfote anheben, Blinzeln, Körpergewicht weg verlagern, Bogen laufen,...

    Stress - Hecheln, Gähnen, Stress abschütteln, Stressgesicht (Lefzen nach hinten gezogen mit Faltenbildung neben der Nase), Kratzen,...

    Wenn du das nicht siehst, kannst du deinem Hund in den entsprechenden Situationen nicht helfen und auch nicht rechtzeitig handeln.

    Exkurs zur Hundebegegnung. Hunde laufen normalerweise in einem Bogen aufeinander zu, wenden immer mal wieder den Blick ab, züngeln, sind weich im Körper bei einer freundlichen Annäherung. Wir "zwingen" sie aber frontal auf den Wegen aufeinander zu. Das ist unnatürlich, wenn der Hund dann an der Leine ist und gegen sie anzieht verlagert sich das Körpergewicht nach vorne (Drohgeste). Das ist wirklich schwierig für Hunde.

    Die können es lernen, aber das ist Training und nicht naturgegeben. Wenn das Gegenüber nicht so nett ist (Blickkontakt hält, fixiert,...) zwingen wir die Hunde trotzdem oft in diese Situation und merken es nicht einmal und wundern uns dann wenn "Angriff" plötzlich zur besten Verteidigung wird. Oder bei freundlichen Hunden durch die Leine soviel Frust entsteht, das es umschlägt.

    Bei all dem gibt es eben Hunderassen und Individuen die tun sich damit leichter als andere und parallel kann man Genetik nicht wegtrainieren, man kann sie händeln.

    Roman beendet, ich hoffe du machst dir darüber Gedanken und kommst weg vom "da muss er halt durch". Schau was dein Hund leisten KANN und unterstütze ihn, sorge für Ausgleich, Seele baumeln lassen,...

    Ich kenne mich mit Lebertumoren nicht aus, bei der Milz wird eigentlich fast immer zur zügigen Entfernung geraten, es sei den die Metastasen sind schon da, dann ist es aber leider eher eine Frage von einigen wenigen Monaten.

    Aber es geht hier ja auch nicht um die Milz, sondern die Leber. Da habe ich keinen Plan, es kommt eben auf den Hund und den Tumor an, aber es kann sicher auch da jederzeit zu Blutungen kommen.

    *****

    Luchers, also die die ich kenne haben da ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht. Für gewöhnlich gibt es ja ein Vorgespräch und viele Hunde mögen ja auch keine Manipulation. Da kann es auch mal sein, das die ersten Sitzungen aus Leckerlietube und abtastendem Kraulen bestehen, wenn der Hund es zu lässt.

    CES würde ich auch im Hinterkopf behalten, aber Physio kann da teils echt Wunder bewirken. Blockaden, verhärtete Muskulatur, die auf die Nerven drückt,... Da gibt es eine Menge unterstützende Übungen, die dir dann auch gezeigt werden und eventuelle Probleme (Blockaden,...) werden entsprechend fachlich behoben.

    Die sind auch fit, was die Mittelchen angehen.

    Da können andere dir hier eventuell auch Tipps geben.

    Eben, weil eine Bauchraumöffnung eine ganz andere Nummer ist als ein Lidrand-OP.

    Nee, es ging schon um die Narkose, die war bei der Augen OP deutlich tiefer, als bei einer normalen OP, das wurde uns vorher erklärt.

    Die Wunde und Wundheilung war perfekt, aber das drum herum, hat sie einfach sehr schlecht weggesteckt. Kreislauf (da wurden schon die Schwestern nervös und sie musste sehr lange massiert werden, in Brustkorblage gebracht werden,...), Magenbluten von den Medis, Übelkeit, Inkontinenz, Niere auf Hochtouren,... Die Wundheilung und fehlende Milz waren gar kein Problem und sind es bis jetzt nicht.

    Dem kann man ja vorbeugen, indem man das betreffende Organ regelmäßig schallen läßt.

    Genau, das ist das worüber sich jeder individuell Gedanken machen muss, womit Hund und auch man selbst gut klar kommt.

    Diese Option wäre für uns nicht in Frage gekommen, weil ICH ganz schlecht mit einem Damoklesschwert umgehen kann. Unsere TA riet auch zu einer sehr zeitnahen OP, das sie die so schlecht verträgt war ja nicht zu ahnen, sonst war sie pumperl gesund.

    Im Nachhinein sind wir trotzdem froh, war eine kleine gutartige Veränderung, die aber stark Blutungsneigend ist und aufgrund ihrer Lage (Milzwand schon ausgewölbt) war es dringend angeraten. Und auch wenn es nicht logisch ist, kommt es mir so vor, als wäre sie jetzt ohne Milz besser drauf, als mit.

    Aber ich hoffe wir stehen in einigen Jahren nicht noch einmal vor so einer Entscheidung, weil das erlebte einen natürlich trotzdem prägt.

    Das ist eben ganz individuell. Es wäre schrecklich gewesen, sie bei der OP zu verlieren, aber sie wäre halt einfach eingeschlafen. Ich hätte aber nicht Tag für Tag damit leben können, ob und wann der Tag X kommt, das kann bis ans Lebensende gut gehen oder innerhalb von Wochen zu Ende sein und dann einen Hund zu haben, der plötzlich innerlich verblutet. Da haben wir mit unserer alten Hündin einfach ein Trauma weg.

    Ich kenne aber auch Leute, die würden eben Schallen und für die stellt das kein Problem dar, aber da ist eben jeder Mensch einfach verschieden.

    Der Galgo scheint ja für einen Hund dieser Größe eine ziemlich hohe Lebenserwartung zu haben.

    OP ja oder nein, ist immer eine schwierige Kiste. Wenn die Entscheidung steht muss man dahinter stehen mit allen Konsequenzen in beide Richtungen. Das ist so individuell je nach Hund, Tumor, Krankengeschichte,...

    Unsere damalige Seniorin haben wir mit 12,5Jahren auch noch operieren lassen (nur kleiner Liedrandtumor), die war fit, hat das super weggesteckt, die hätte ich wohl auch mit 15 noch operieren lassen, wäre sie so alt geworden. Die Narkose war eine ziemliche Nummer (da Auge), und sie war Stunden später kaum mehr zu halten und schon wieder komplett die Alte.

    Kami ist jetzt erst 10, die hat die Milz OP letztes Jahr echt schlecht weggesteckt mit allen Nebenwirkungen, die es wohl so gibt. Ich bin trotzdem froh, das wir es gemacht haben, weil die Vorstellung einer späteren Ruptur für mich nur schwer zu ertragen gewesen wäre und sie da eben noch "jung" war.

    ABER nachdem ich das gesehen habe, habe ich wirklich Angst das da später nochmal was kommt, was operiert werden müsste. Sollte das der Fall sein, wüsste ich auch nicht, nach dem erlebten, ob wir ihr das dann nochmal zumuten, je nachdem wie sie dann drauf ist.

    Sie ist viel jünger als unsere alte Hündin es war und doch körperlich irgendwie schon viel älter und scheint solche Sachen viel weniger gut zu verkraften.

    Das ist wirklich nicht einfach, aber ihr werdet eine Entscheidung treffen.