Glaube ich eher nicht, auch wenn Hormone einen Einfluß auf das Verhalten haben können. Trotzdem wird ja eine Entfernung des in der Bauchhöhle befindlichen Hodens über kurz oder lang Thema sein, wegen der Gefahr der Entartung.
Was mich stutzig macht: der Junghund war 3 Monate beim Züchter, dann 6 Monate schon bei Euch. Schon beim Züchter hätte es doch Verbesserungen der Streß/Angstproblematik geben müssen, der muß doch gemerkt haben, welche Defizite der Hund hat! Wie kann er einen solchen Hund aus der Hand geben?
Wenn Du schreibst, daß Dein Hund aufblüht, wenn er Aufgaben lösen darf, und dafür belohnt wird, scheint mir das ein erfolgreicher Weg zu sein. Braucht ja nicht nur Mantrailing zu sein, schlichte Fährtenarbeit oder Zielobjektsuche gibt es ja auch. Grundsätzlich würde ich viel mit ihm machen, auch klassische Übungen wie bei Obedience, wo Du ihm Sicherheit geben und ihn bestätigen kannst. Dabei kann man auch ganz unauffällig Menschen mit einbeziehen, ohne dass es ihn streßt.
Erzwingen würde ich nichts und versuchen, ihn in einer Wohlfühlzone zu halten. Notfalls statt Spaziergang mich abseits an die Strecke setzen und ihn ruhig beobachten lassen und lieber zum Spazierengehen zu einer ruhigen Ecke mit dem Auto fahren, wenn möglich.