Beiträge von Quarus

    Ich habe ja Bedenken, daß dieses Angstverhalten sich verfestigt. Da würde ich eventuell versuchen, ihn bei einem TA mit Spezialisierung auf Verhaltensprobleme vorzustellen und über den zeitweiligen Einsatz von angstdämpfenden Psychopharmaka zu sprechen. Damit er aus dieser Angstspirale rauskommt und überhaupt lernen kann.

    Auf der so gelegten Basis kann dann möglicherweise schneller und erfolgreicher weitergearbeitet werden.

    Mein Hund ist viel draußen und weder er, noch seine Vorgänger müffelten.

    Bei allen Hunden, die ich kenne, ist auffälliger, unangenehmer Körpergeruch ein Zeichen für diesen Hund betreffende suboptimale Fütterung und/oder Haltung, die sich als erstes durch Hautsymptome äußert.

    P.S. das soll nicht "schlechte Fütterung/Haltung" heißen, die kann für andere Hunde durchaus prima passen - nur für diesen individuellen Hund eben nicht

    Glaube ich eher nicht, auch wenn Hormone einen Einfluß auf das Verhalten haben können. Trotzdem wird ja eine Entfernung des in der Bauchhöhle befindlichen Hodens über kurz oder lang Thema sein, wegen der Gefahr der Entartung.

    Was mich stutzig macht: der Junghund war 3 Monate beim Züchter, dann 6 Monate schon bei Euch. Schon beim Züchter hätte es doch Verbesserungen der Streß/Angstproblematik geben müssen, der muß doch gemerkt haben, welche Defizite der Hund hat! Wie kann er einen solchen Hund aus der Hand geben?

    Wenn Du schreibst, daß Dein Hund aufblüht, wenn er Aufgaben lösen darf, und dafür belohnt wird, scheint mir das ein erfolgreicher Weg zu sein. Braucht ja nicht nur Mantrailing zu sein, schlichte Fährtenarbeit oder Zielobjektsuche gibt es ja auch. Grundsätzlich würde ich viel mit ihm machen, auch klassische Übungen wie bei Obedience, wo Du ihm Sicherheit geben und ihn bestätigen kannst. Dabei kann man auch ganz unauffällig Menschen mit einbeziehen, ohne dass es ihn streßt.

    Erzwingen würde ich nichts und versuchen, ihn in einer Wohlfühlzone zu halten. Notfalls statt Spaziergang mich abseits an die Strecke setzen und ihn ruhig beobachten lassen und lieber zum Spazierengehen zu einer ruhigen Ecke mit dem Auto fahren, wenn möglich.

    Das ist bei Boxern ein sehr ungewöhnliches Problem, meistens ist gerade die Distanzlosigkeit bei ihnen in Bezug auf Menschen ein Thema.

    Was ich mich frage: was sagt der Züchter dazu? Wie sind die Eltern im Wesen (Charakter), von wem stammt der Junghund ab (Linie), kurz: gibt es da eine starke angeborene Komponente?

    Oder ist diese Ängstlichkeit im Laufe der Aufzucht erworben?

    Im ersten Falle sind die Möglichkeiten zur Änderung begrenzt, im zweiten Fall kann man es schaffen, das ursprüngliche "freie" Wesen wieder hervortreten zu lassen.

    Ohne genauere Kenntnis ist aber schwer zu raten, ich würde nur den Hund mit "Zwangs-"Kontakten nicht überfordern und alles vermeiden, was ihn auf die Idee der "Vorwärtsverteidigung" in Form von Angstbeißen bringen könnte.

    Schreib mal mehr zum Boxer, gern auch per PM.

    Die kriegen in Abhängigkeit von der jeweiligen Kassenlage und den periodisch ausgehandelten Förderkriterien einen flächenbezogenen Zuschuß. Entweder aus GAP oder einem Landesprogramm.

    Darauf besteht kein Rechtsanspruch, und es sind strenge Auflagen und Nutzungseinschränkungen damit verbunden, die den finanziellen Vorteil relativieren.

    Ohne diese Förderinstrumente wäre die Weidetierhaltung hier im Mittelgebirge schon gestorben, MIT gelingt es, sie auf leider niedrigem Niveau zu halten. Gerade solange, wie keine neuen Belastungen auftauchen. Aber eigentlich wäre es aus volkswirtschaftlicher, ökologischer und tierschützerischer Sicht nötig, sie auszuweiten.

    Aus eigener Erfahrung muß ich leider sagen, daß vielen Dunkelgrünen ein Landwirt (Tierhalter) nicht nur gleichgültig ist, sondern ein Störfaktor bei der selbstgeplanten Umnutzung von Fläche.

    Von Ausnahmen abgesehen, begegne ich Arroganz und Verachtung, wenn ich versuche, für Verständnis für unsere Landwirte und ihre (Wolfs-)Probleme zu werben.

    Solange keine Menschen (Kinder!) zu Schaden kommen, und damit auch der naturentfremdete Großteil der Bevölkerung plötzlich direkt betroffen sein könnte, wird sich nichts grundsätzliches ändern und nur Flickschusterei betrieben.

    Also warten wir's ab, in DEM Tempo der Problemverschärfung wird es leider nicht mehr lange dauern...

    Da kommt man auf das Thema, wie sinnig die Moden der Prüfungsvorstellung sind, wenn zur Erzielung einer völlig gebrauchsirrelevanten Kopfhaltung solche "Werkzeuge" kreiert und angewendet werden.

    Solche Zirkusdressur mache ich nicht mit und kommt son Kram nicht an meinen Hund.