Mal umgekehrt: warum soll denn Gefühl auf ihren ganzen Kosten sitzen bleiben, nur weil die andere Hundehalterin keine Versicherung hat? Das war doch eine ganz bewusste Entscheidung der anderen Hundehalterin, dieses Risiko einzugehen, dass sie im Zweifel die Kosten selbst tragen muss. Wieso sollte man ihr das denn jetzt abnehmen?
Welche Kosten denn?
Der Tierarzt für den Hund wurde doch bezahlt.
Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Verdienstausfall, im schlimmsten Fall, der hoffentlich nicht eintritt, Kosten für eine dauerhafte Berufsunfähigkeit.
Das sind alles Kosten, die entstehen (können), wenn der eigene Hund eine andere Person verletzt. Und die muss man als Eigentümer des schädigenden Hundes eben tragen, wenn man sich selbst aus eigenen Stücken gegen eine Versicherung entscheidet. Steht ja jedem frei, aber dann muss man eben von seinem eigenen Geld den der anderen Person entstandenen Schaden ersetzen.
Schmerzensgeld hat in Deutschland übrigens keinen Strafcharakter und stellt nur einen Ersatz für die tatsächlich entstandenen Schmerzen dar (anders als zb in den USA, da hat das Strafcharakter und daher kommen da dann ganz andere Summen zustande).