Beiträge von ChatSauvagee

    Wir hatten gestern einen risikoreichen Morgensparziergang.

    Nachdem sich Maja in der letzten Zeit gut bei Katzen kontrollieren lässt, habe ich sie absichtlich nicht angeleint oder gleich unter Kommando gestellt.

    Ja, es hätte auch schief gehen können, aber dann wäre sie auch nur 5 Meter hinterher und hätte die Katze dann von dannen ziehen lassen.

    Die war im Übrigen auch die Ruhe selbst :lol:


    Katze am Morgen...

    Hier ganz unterschiedlich, wann ich Maja etwas anziehe.

    Sie ist wirklich der verfrorenste Hund den ich kenne und eigentlich kann man ihr im Herbst ab 15 Grad nasskalt anziehen was man will, sie friert trotzdem. Nur zittert sie dann halt nicht mehr offensichtlich.

    Wenn ihr Fell sich darauf eingestellt und sie sich aklimatisiert hat, friert sie manchmal im Winter bei Minusgraden weniger, als jetzt aktuell. Momentan ist ihr bei 19 Grad in meiner Wohnung kalt.

    Wenn wir nur für 3 Minuten in den Hof/Garten zum Lösen gehen, bekommt sie nichts an. Sie hasst es angezogen zu sein, in ihrem Fall friert sie dann lieber die paar Minuten. Sie flitzt dann auch durch die Gegend und sobald sie fertig ist, lasse ich sie wieder rein. Meine andere Hündin darf dann gern noch ein bisschen mit mir draußen bleiben.

    Gleiches gilt für die Wohnung, sie fühlt sich dann einfach nicht wohl. Lieber decke ich sie zu, gebe ihr Körperwärme oder dreh die Heizung höher, auch wenn ich lieber kühl schlafen würde.

    Sobald wir wirklich zum laufen aufbrechen, bekommt sie ab 10 Grad mindestens ihren Pullover an. Wenn es nass ist, auch bei 15 Grad schon.

    Gehen die Temperaturen Richtung 5-0 Grad, kommt der gefütterte Wintermantel ins Spiel.

    Im Auto schaue ich eigentlich, dass sie bei kalten Temperaturen nie warten muss und wenn doch, ziehe ich ihr da auch was an. Kommt aber selten bis nie vor, weil sie wie gesagt auch mit der dicksten Jacke friert, solange sie sich nicht bewegen kann. Morgens, wenn ich 3 Minuten mit dem Auto zu meinen Eltern fahre, ist es immer ein Gewissenskonflikt. Es wäre für sie Stress pur, wenn ich sie für die drei Minuten in eine Jacke stecke, aber morgens ist es eben auch abartig kalt um 6:30 Uhr und mein Auto wird natürlich nicht warm in 3 Minuten....

    Ja, es ist ein ewiges Thema... und es nervt, ist mühselig, macht müde...man redet (oder schreibt) sich um Kopf und Kragen, um zu helfen - vor allem den Hunden - aber so oft bringt es genau NICHTS.

    Bei etlichen Posts in den letzten Wochen habe ich mir inständig gewunschen, dass es sich um Trolle handelt, aber leider bestätigt mir auch meine Erfahrung anderes.

    Ich bin ja in einem Hundeverein tätig, da würde wohl keiner von euch eingefleischten Forenmitgliedern hingehen und 'Neulingen' würde man genau von solchen Vereinen abraten.

    Wir haben einen wahnsinnigen Zulauf, eigentlich sind wir (auch richtige Trainer und ihre Hundeschulen eingenommen) die Hundeschule mit den meisten Mitgliedern und Kunden im Umkreis von 50 km.

    Und auch mein persönliches und direktes Hundehalter-Umfeld ist nicht annäherend konform mit der groben Philosophie der Dogforum-Hundehaltung.

    Jedes Wochenende treffe ich am Platz mindestens 3-5 neue Mensch-Hund-Teams, da bleibt einem die Spucke weg.

    Kangal-Mix aus dem Tierschutz bei Ersthundbesitzern mit zwei kleinen Kindern, die ganz genau gewusst haben, was sie bekommen (jetzt ist er 11 Monate und packt den HSH aus)

    Labradorwelpe 9,5 Wochen, eine Woche im neuen Zuhause: "Wenn wir mal 2 km spazieren waren, dann tillt sie noch eine Stunde, aber dann pennt sie auch endlich mal"

    Rottweiler Welpe, Aussage: "Wie, später Sport machen mit dem Hund? Neeee, dafür haben wir uns den nicht geholt, der ist einfach ein normaler Familienhund"

    Ridgeback Junghündin, die unbedingt mal Junge haben soll, weil das ja gut sein soll (man weiß nur nicht so recht, wie man Vollzeitjob Mo-So mit Aufzucht der Welpen zusammenbringt)

    Dobermann Welpe (aus VDH Zucht von einem UNSERER Übungsleiter) bei einem Student, der von Hunden keine Ahnung und auch kein Gefühl dafür hat

    Dobermann aus dem Tierschutz, der mich laut Besitzerin heftig dominieren will, weil er mich angesprungen und mir einen Schmatzer verpasst hat

    Labrador, der eigentlich nur am Samstag zur Hundeschule mal raus darf, sonst nur im Hof kurz Freigang hat und mit egal welchen Mitteln bitte schön an der Leine zu gehen und andere Hunde zu ignorieren hat

    Malinois Hündin, die mit 5 Monaten 5 km, am Fahrrad zur Hundeschule laufen muss, weil sie dann endlich mal Ruhe gibt und nicht so durchdreht während der Stunde

    Drei zitternde Hunde ohne Unterwolle und die hätten noch bis Januar gezittert, weil es die Besitzer nicht interessiert

    Das waren jetzt nur Beispiele vom vergangenen Freitag und Samstag.

    Und nicht ausgenommen der ganz normale, durchgängige Wahnsinn...

    Züchter (etliche Verbandszüchter!), die ihren Welpenabnehmern quasi nur noch dazu raten, den Hund die ganze Nacht und überhaut wenn er stört, in die Box zu sperren

    Kinder, die in der Welpenstunde auf 'ihren' Welpen liegen, ihnen nachrennen, sie durch die Gegend ziehen und Eltern, die wortlos daneben stehen

    Sich mobbende Hunde, weil freies Spiel unter 20 pupertären Hunden ist ja so super und wichtig und natürlich soll das so, das hat mit Jagen, pöbeln, Überforderung und sexuell übertriebendem Verhalten absolut nichts zu tun...

    Wasserflasche, Schnauzengriff, Kettenhalsbänder, Leinenrucke, gefährlich angewendete Haltis, brüllende Hundehalter (schon mitgebracht, nicht bei uns erlernt, aber auch nicht von uns verboten)

    Wortkarge Besitzer, die von Ansprache oder Lob noch nie gehört haben - Hund soll beschäftigt werden, ob gut oder schlecht egal, hauptsache er ist danach müde und funktioniert irgendwann von allein

    Hunde, die Zuhause alles ertragen müssen, ohne dass auf ihre Bedürfnisse eingegangen wird

    Dazu Hundehalter im Bekanntenkreis, die ihre Hunde ohne mit der Wimper zu zucken Wildtiere jagen und töten lassen

    Nachbarn die ihren Welpen im Februar auf dem Balkon anbinden, weil der Mann ihn nicht im Haus haben möchte

    Seit 3 Jahren ständig heulende und bellende Hunde in der Wohnung unter mir, die nicht alleine bleiben können und in ein minutenlanges, hysterisches Schreikonzert verfallen, wenn die Besitzer zurück sind

    Der kaputte (Hüft-Totalschaden) Labrador-Junghund im Haus neben meinen Eltern, dessen OP man nicht zahlen möchte und man einfach hofft, dass es sich verwächst

    Ja, so ist hier der Großteil der Hundebesitzer. So eine Sch**** sehe ich fast jeden Tag und ich bin immer noch in 'meinem' Verein, weil ich mich über jeden einzelnen freue, der sich anhört wie es anders gehen kann und das auch versucht umzusetzen.

    Bei mir gilt...

    Ohne Mantel:

    - Hund gesund (Erkältung, Gelenke, Blase, Nieren...)

    - Hund nicht aus voller Bewegung in den Ruhezustand in der Kälte (nach dem Hundesport, joggen etc ins Auto, angeleint, am rumliegen..)

    - Hund hat genug Fell (mit Unterwolle)

    - Hund fühlt sich nicht sichtbar unwohl bei Kälte

    Mit Mantel:

    - Hund weigert sich bei Kälte, rauszugehen

    - Hund schleicht draußen oder dreht durch bei Kälte

    - Hund zittert / friert / fühlt sich sichtlich unwohl

    - Nach Sport/Bewegung warten in der Kälte

    Meine Yorkihündin hat keine Unterwolle, kein dichtes Haarkleid, ist nur 20cm vom Boden entfernt und friert bei 10 Grad ohne Sonne bzw. nasskaltem Wetter. Sie zittert, sie will nicht mehr wirklich raus, sie hat draußen keinen Spaß. Also bekommt sie ihren Pullover schon bei 10 Grad an.

    Meine bald 10-jährige Mixhündin blüht Richtung Minusgrade erst so richtig auf. Sie liebt die Kälte. Sie schläft seelenruhig und entspannt auf dem Betonboden in der Hundeschule und Zuhause würde sie aktuell lieber auf dem Balkon wohnen. Ihr ziehe ich nie was an, außer sie müsste nach körperlicher Anstrenung noch in der Kälte warten, damit die Muskeln nicht auskühlen.

    Jeder Hund ist ein Individuum, jeder Hund hat einen eigenen Charakter.

    Selbst, wenn es die gleichen Rassemixe wie deinen bisherigen Hundepaare wären, könnte es deshalb zu Agression und Abneigung kommen.

    Jetzt hat du aber da Mixe aus zwei ganz anderen Rassen wie bisher sitzen und das ist auch nicht unrelevant.

    Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen.

    Es gibt auch unter Menschen Geschwister, die sich nur soweit leiden können, dass man sich auf Familientreffen sieht und quatscht, aber ein Zusammenleben in erwachsenem Alter nicht denkbar wäre. Und dann gibt es Geschwister, die sich nicht mal vorstellen können, 2km voneinander weg zu wohnen.

    Deine Hunde konnten sich nicht aussuchen, wie sie zu leben haben. Es liegt in deiner Verantwortung, jetzt im Sinne der Hunde zu handeln bzw. zu entscheiden.

    Wenn du sie mit zur Arbeit nehmen kannst, dann mach das vorübergehend und suche nach einem passenden Trainer.

    Zwei (intakte) Hündinnen, das kann, aber muss nicht gut gehen. Ehrlich gesagt geht das sogar oft nicht gut, noch weniger ohne Zusammenleben und Anleitung. Und es ist relativ egal dabei, ob es Geschwister sind.

    Ich denke, ihr hattet da mit den Konstellationen bisher einfach auch viel Glück.

    Man wird dir da wenig Ratschläge geben können.

    Wenn die Hunde tagsüber unbeaufsichtigt sind und sich Ressourcen teilen (Wassernapf, Schlafplätze, Aussichtspunkte, Grashalme die gut riechen, Spielzeug...), wird es immer wieder zu Kämpfen kommen.

    Wie wollt ihr denn eingreifen und managen, wenn ihr nicht in der Nähe seid?

    Je älter und ernster die Hunde werden, desto mehr Beschädigunsabsicht wird dazukommen.

    Das geht nicht gut aus, außer ihr gebt eine der beiden ab.

    Das ist jetzt ohne Videobeweis ganz schwer zu beurteilen.

    Auf Grund dieser beiden Aussagen von dir...

    Diese Hündin schien ihr zu gefallen.

    Beide immer mal abwechselnd, meine Hündin aber öfter.

    ... würde ICH vermuten, dass es 'die wilden 5 Minuten' gewesen sind.

    Meine Hunde haben die auch heute mit 9 und 6 Jahren noch zwischendurch. Mal alleine mit Spielzeug, mal zusammen.

    Dabei klemmen sie den Hintern unter den Rücken, die Rute gebogen oder grade nach unten und eine absolut verrückte Rennpartie startet.

    Wenn jetzt zwei Hunde aufeinander treffen, (vielleicht auch noch jung) und sich in diese wilden 5 Minuten (angestaute Energie / Stress, Überforderung mit dem unbekannten Gegenüber und dadurch fiddle about...da gibt es viele Auslöser) reinsteigern, wird es gerne mal zu wild und die Hunde sind drüber. Da hast du richtig gehandelt, indem du das 'Spiel' beendet hast.

    Angst hätte ich keine hinein interpretiert, da der aus Angst wegrennende und dadurch vom anderen gejagte Part sich im Normalfall nicht abwechselt.

    Bei uns war es aber beim Belcando die ersten 4 Wochen auch so.

    Danach alles wieder beim Alter, maximal 2-3x täglich.

    Bosch kann ich mich aber tatsächlich erinnern, dass die Haufen riesig groß waren und auch geblieben sind.

    Ich bestelle es auch bei Futterfreund, aber nicht mehr im Sparpaket. Das ist das Dumme, wenn die Hunde zu wenig fressen. 12,5 kg sind hier einfach viel zu lange offen, vor allem, weil ich ja auch abwechsle zwischendurch...

    Mera Sensitive wird hier auch super vertragen, ist neben Josera Ente unser Abwechslungsfutter und Bosch soft Ente gibt's auch manchmal. Aber eher als Lecker.