Beiträge von ben09

    Hallo, seit Juli bin ich stolzes Herrchen. Ich habe einen Hovawart-Australian Shepherd-Mix namens Ray, 1 1/2 Jahre alt. Zu seiner Vorgeschichte: Er war ursprünglich ein griechischer Straßenhund und wurde mit seinen Geschwistern mit nach Deutschland gebracht. Seine Geschwister konnten vermittelt werden, aber Ray wurde immer größer und war dann natürlich nichtmetrisch so niedlich.
    Also blieb er erst in der Stadtwohnung und er wurde wenig erzogen. Etwas später war er dann in verschiedenen Pflegestationen, bis ich auf ihn aufmerksam geworden bin. Das war Liebe auf den ersten Blick.
    Schließlich wurde mir Ray vermittelt, aber ich hatte einfach zu wenig Ahnung von Hunden.
    Wir haben dann zügig nach einer Hundetrainerin geschaut und Ray hat sich mittlerweile richtig gemacht-wenn ich mit ihm alleine bin und er durch nichts abgelenkt werden kann.
    Das ist genau mein Problem, sobald etwas anders (ein anderer Hund, ein Fahrradfahrer, ein Fußgänger,...) In der nähe ist, ist er nicht mehr zu halten. An der Leine beginnt er zu ziehen und bellen. Ist er auf freiem Fuß rennt er zum Objekt hin und er muss aus der nähe sehen, was er von weitem sieht. Ich kann rufen wie ich will, er hört einfach nicht und macht dann was er will. An der Leine hat er dann einen ganz starren Blick drauf und er reagiert auf keine Kommandos mehr, wenn er etwas sieht.
    Wir haben mit der Hundetrainerin an der Schleppleine geübt und auch die Kommandos beherrschen wir ohne Probleme wenn wir alleine sind.
    Was mich aber stutzig macht, ist die Aussage von der Trainerin, dass dieses Gerede von der Rangordnung altmodisch ist und völlig überbewertet wird. Ich habe im Netz danach gesucht, aber konnte nichts derartiges finden.
    Es war mit Sicherheit nicht alles falsch, aber mittlerweile denke ich, dass hier der Fehler steckt.

    Heute kam es dann zu folgender Situation: Ray sah, bevor ich es gesehen habe aus etwa 70-80 Metern einen Radfahrer. Er war nicht mehr zu halten und die er kämm immer näher an die eigentlich weit entfernte Straße. Als er wieder kam hab ich ihn zum ersten mal richtig zusammen gestaucht. Ich stampfte mit dem Fuß auf den Boden, habe die Leine vor ihm auf den Boden geschmettert und geschrien "komm!"

    So kannte er mischt nicht und er ist jetzt beleidigt mit mir, da die besagte Trainerin mir immer gesagt hat, ich soll sanft mit ihm reden. Ich hab mittlerweile ein richtig schlechtes gewissen und hab Angst, dass unsere Bindung jetzt nicht mehr so ist wie früher. Legt sich das wieder und wie soll ich mich jetzt verhalten?

    Ich habe mittlerweile eine neue Trainerin gefunden und morgen die erste Einzelstunde bei ihr. Sie meinte ich muss ihn kopfmäßig beschäftigen und wir kriegen ihn nur über das Futter dazu, dass er hört. Wir sollen ihn zukünftig nur aus der Hand füttern.

    Weiß wer Rat? Ich bin etwas verzweifelt

    Ben