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Wir haben seit ca 2 Wochen eine 6 Monate alte Hündin, die über eine Tierschutzorganisation aus Rumänien kam. Ich weiß, es ist keine lange Zeit diese zwei Wochen, aber Kimba ignoriert uns völlig. Ohne Leine laufen geht natürlich gar nicht - sie würde einfach irgendwo hin laufen.
Ja eben zwei Wochen sind gar nichts gegen 6 Monate tun und lassen was man will, keine Bezugsperson zu haben, keine Liebe erfahren, was wisst ihr denn schon was die Kleine Maus in Rumänien erleben musste?
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Im Gelände der Hundeschule, das wunderbar groß und eingezäunt ist, können wir es gut beobachten. Sie reagiert weder auf Rufen noch sucht sie uns, wenn wir uns verstecken. Im Haus geht sie uns eher aus dem Weg. Wenn sie denn mal kommt freue ich mich natürlich wie eine wahnsinnige und gebe ihr auch gleich Leckerli. Meistens zieht sie dann aber auch gleich wieder ab und liegt dann recht apathisch in ihrem Körbchen.
Erstens versteht sie gar nicht was mit ihr passiert ist, sie geht euch aus dem Weg, weil sie anscheinend schlechte Erfahrung mit Menschen hat - da würde ich auch nicht unbedingt hin wollen.
Zweitens versteht sie die Sprache gar nicht, sie weis nicht was "hier" oder "nein" bedeutet und sie weis wahrscheinlich nicht mal, das sie gemeint ist, wenn ihr ihren Namen ruft.
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Wir gehen mindestens dreimal täglich mit ihr Spazieren jedesmal mindestens eine Stunde. Das scheint ihr schon ganz gut zu gefallen. Und morgens wenn sie uns sieht freut sie sich - glaube ich schon, denn sie wedelt wie wild mit dem Schwanz. Wir sind nun mit ihr auch schon in die Hundeschule und nehmen dort Einzelstunden (ganz schön teuer!!!), um naja, sowas wie ne´ Bindung aufzubauen und einen "Grundgehorsam" langsam aufzubauen.
Bindung aufbauen, kann man meiner Meinung nach besser zu Hause als in einer Hundeschule, Bindung das sind ganz viele Kleinigkeiten, die sie mit euch irgendwann verbinden wird.
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So nun aber zum noch ernsteren Problem: Gestern waren meine beiden Kinder (6 und 10 Jahre alt) im Garten. Kimba lief wie meistens irgendwo herum und ging so ihrer Wege.
Für mich auch, ein absolutes No Go, man lässt keinen Hund alleine mit Kindern, wenn man den Hund nicht in und auswendig kennt.
Wie gesagt, ihr wisst nie was die Maus erlebt habt!
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Plötzlich rannte sie zu meinen Sohn, der gerade ruhig!!! da stand und biss ihm in den Stiefel. Er hat natürlich gleich ziemlich laut geschrien und hat sich echt gut verhalten. Wir hatten ihm gesagt, dass er sich in so einem Fall nicht bewegen soll und mit dem Gesicht vom Hund wegdrehen soll. Das hat er getan. Ich hab das ganze vom Fenster im ersten Stock aus beobachtet und den Hund echt von oben runter angeschrien. Sie hat nur kurz geschaut und hat dann weiter gemacht!
Schön, das ihr eurem Sohn das beigebracht habt!
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Als mein Mann dann raus ging und sie vom Kind wegzog, schnappte sie auch noch nach seiner Hand, so dass man danach die Zahnabdrücke sah. Ich weiß nicht, ich bin mir nicht ganz sicher, ob es für sie Spiel war - für mich hat es nicht danach ausgesehen.
Ob es Spiel war kann dir hier auch niemand sagen, war ja keiner dabei, noch ein Grund mehr Kinder nicht allein mit dem Hund zu lassen!
Für mich persönlich, klinkt es schon nach Spiel und sie hat sich dann vor deinem Mann erschrocken als er wahrscheinlich polternd und erschrocken auf sie zugestürmt ist!
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Warum hat sie nicht aufgehört, als ich sie angeschrein habe???
Sie weis doch gar nicht was du von ihr willst!
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Ich hab dann gleich die Hundetrainerin angerufen und nachgefragt, was ich da tun kann. Sie meinte, dass ich versuchen soll in so einer Situation zunächst laut "nein" zu schreien und dann ggf. mit einer Wasserspritzpistole dem Hund in das Gesicht spritzen soll.
Sie hat auch die Wurf Disca vorgeschlagen, aber ich glaube, die brauch ich gar nicht erst zu besorgen - Kimba reagiert auf akustische Reize sehr wenig.
Ich seh es da wie Chrissi, klingt für mich nicht besonders vertrauenserweckend, dieser Trainer.
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Habt ihr einen Tipp für mich - brauch wirklich dringend Hilfe und hab nun auch etwas Angst um meine Kinder. Ich lass sie zwar nicht unbeaufsichtigt (hab die Situation ja auch durchs Fenster beobachtet) mit dem Hund, aber ich kann mich ja nicht immer unmittelbar daneben hinstellen.
Kann ich verstehen, wenn du Angst um deine Kinder hast, aber wie gesagt lass sie niemals allein mit dem Hund, wenn die Kinder im Garten sind - ist der Hund bei dir oder du mit im Garten!
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Mein Mann hat schon angedeutet, dass es so nicht weitergeht
Sorry, ihr habt doch schon Erfahrung mit Tierheimhunden, was hat dein Mann erwartet?
War doch vorrauszusehen das es Probleme geben könnte!
Lass deinen Hund erst mal richtig ankommen, lass ihr Zeit sich einzugewöhnen, sei Konsequent aber nicht laut, Bring ihr wie bei einem Welpen erst mal Grundlegende Dinge wie "Nein" bei.
Lobe sie wenn sie zu dir kommt, gegen eine Bezahlung in Form vom Leckerchen hat sie gewiss auch nichts.
Streichel sie und lobe sie, auch deine Kinder und dein Mann, nur so versteht sie, das ihr ihre neue Familie seid, das ihr es gut mit ihr meint und das ihr sie liebt, ihr Schutz und Geborgenheit gebt!
Das alles kannst du ganz in Ruhe zu Hause machen, ist gar nicht teuer, kostet nur Zeit 
Sie hat in ihrem Leben wahrscheinlich niemals erzieherische Konsequenz bekommen.
Vor allem beobachte deinen Hunde und nimm sie aus hektischen Situationen einfach raus!
Geh mit ihr und einer Schleppleine spazieren!
Und nicht vergessen, immer das ultimative Superleckerchen in der Kittelschürze zu haben! 
Nur Mut, dass klappt schon!
Viel Spass noch mit den Kleinen und ich hoffe für die Maus, sie hat jetzt einen lebenslangen Platz bei euch!