Alles anzeigenBeim Aufsteigen und Führen stimme ich ja noch zu, dass da eine gewisse Symmetrie sinnvoll ist.
Beim Rest hat sich da schlicht und ergreifend jemand was gedacht. Sei es, dass die Schnallen da sind.
Ich mag es, dass es halbwegs genormt ist.
Jop das sprech ich jetzt nicht ab.
Es hilft ja auch wenn man sich gewissermaßen drauf verlassen kann dass viele Dinge überall gleich sind.
Ich finde nur manchmal scheint mir, als ob das arg eng gesehen wird wenn man mal die Erfahrung gemacht hat dass es woanders mal bisschen anders läuft.
Ich wurde bspw mal angemeckert weil ich die Schabracke "von der falschen Seite" aufs Pferd gelegt hab.
Klar, für den Fall dass das Pferd es nur von links kennt ist das dumm, aber sonst isses doch nur ne Decke gewesen. Is ja nicht so als ob ich von rechts versucht hätte den Gurt zu zu schnallen ( geht ja auch schlecht wenn die Öffnung links ist ^^).
Argument war da auch nur,, Macht man nicht weil das is falsch. "
Dieses alles nur von links hat angeblich den historischen Grund, daß die Kavallerie den Säbel links trug und der sonst immer im Wev gewesen wäre.
Dafür hatten die armen Gäule über viele, viele Jahremit schiefgezogenen Sätteln und verdrehten Wirbelsäulen zu kämpfen, weil man ja nurvon links aufsteigt... (und ohne Aufstiegshilfe)
Ein Pferd, was kein beidseitiges Handling gewöhnt ist, kann richtig gefährlich werden, wenn es sich erschrickt, weil man plötzlich von der falschen Seite kommt.
Aus meiner Sicht ist es wichtig, beide Hirnhälften des Pferdes miteinander zu vernetzen.
Es gibt noch mehr solchen Blödsinn in der Reiterei - zum Beispiel die völlig sinnbefreite Regel, daß der Kehlriemen der Trense locker rumschlackern muss.
Im Ernstfall ist er der letzte Riemen, der die Trense am Pferd hält.
Erstaunlicherweise sieht man das im Fahrsport auch so - da sieht man keine viel zu lockeren Kehlriemen.
Ist auch nicht witzig, wenn das Gespann plötzlich oben ohne dasteht. ![]()
Meine Pferde kannten alles aus beiden Richtungen.
Aufsteigen, Absteigen, Aufschirren, Anschirren, Abschirren, Führen, Eindecken usw.
Und wenn sie den Reiter oder Fahrer mochten, dann haben sie seine Hilfen (egal in welcher Sprache) verstanden.
Pferde müssen keine Fachidioten sein.