Alles anzeigenBei Mathe hängt auch enorm viel von der Lehrer:innen bzw. der Erklärweise ab, finde ich. Die Erklärungen meines Lehrers in der Mittelstufe habe ich absolut null verstanden, ich habe Mathe gehasst und ich war absolut überzeugt, Mathe einfach nicht zu können. In der weiterführenden Schule ging mir dann der Knopf auf, der Professor war super und Mathe wurde mein liebstes Fach.
Ich finde das so schade, wie sehr man überzeugt sein kann, etwas nicht zu können, weil es in der Schule nicht gut lief in dem Fach. Und ich finde es schlimm, dass so vielen Lehrer:innen gar nicht bewusst ist, wie enorm prägend ihre Taten oder Worte für die Schüler:innen sind. (Danke an dieser Stelle an alle, denen es bewusst ist!) Wäre ich nach der Mittelstufe von der Schule abgegangen, wäre ich vermutlich heute noch überzeugt, dass ich Mathe einfach nicht kann.
Diese Aussage kann ich gar nicht genug "liken"!!!
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Eine meiner besten Freundinnen hatte das Pech, dass sie 5. - 10. Klasse denselben Mathe-Lehrer hatte (erst nur als Mathe-, dann ab der 7. als Klassenlehrer). Sie war in der Parallelklasse, ich kann also nicht beurteilen, ob er wirklich einfach scheiße war, oder sie einfach nicht mit ihm harmonierte.
Mehrmals ist sie fast sitzengeblieben wegen Mathe (konnte zum Glück ausgleichen), sie war zu 100% davon überzeugt, dass sie das einfach nicht kann und es sich nicht lohnt da irgendwie zu versuchen, daran etwas zu ändern.
Oberstufe: 11. erstes Halbjahr. Wir kamen in den selben Mathe-Kurs, yeah. Wir hatten einen absoluten Terrorlehrer, ich hatte richtig Angst vor ihm - und wurde Kursbeste, weil ich brav meine Hausaufgaben gemacht habe und mein Hirn mir mitgeteilt hat "Konzentrier dich oder du stirbst".Meine Freundin immernoch unterirdische Noten. Zweites Halbjahr - Lehrerwechsel. Terrorlehrer ging in den Ruhestand (alle feierten), es kam Mr. Weihnachtsmann. Sah wirklich aus wie ein Weihnachtsmann, und war eine Seele von Lehrer. Unglaublich lieb. Konnte WIRKLICH erklären. Und bäm - nach SO vielen Jahren des Mathe-Notstands machte es klick bei meiner Freundin, sie bekam hervorragende Noten und wurde eine der besten des Kurses. Hat danach auch Wirtschaft studiert, etwas, das sie früher sicher nie für möglich gehalten hätte.
Es ist so erschreckend, wie Lehrer das Leben ihrer Schüler beeinflussen können.
Und noch erschreckender, dass (an machen Unis?) Studenten, die nicht gut genug für den regulären (Mathe/Bio/Physik....) Abschluss sind, geraten wird, sie sollen doch auf Lehramt studieren und DAS für gar nicht so wenige dann der Grund ist als Lehrer zu arbeiten.
Das kann ich genau so unterschreiben.
Die ersten 7 Schuljahre hatte ich 5 Tage in der Woche wirklich Angst vor Mathematik, ging generell nicht gerne zur Schule.
Es war gruselig, ich wurde immer schlechter und schlechter.
Und dann wechselte ich in der 8. Klasse die Schule - neue Mitschüler, neue Lehrer - 1er Abschluss.
Vor allem brachte mir die neue Lehrerin eigentlich nichts bei - ich hatte einfach nur keine Angst mehr. Alles war plötzlich ein Kinderspiel.
Es liegt so unglaublich viel am gesamten Umfeld.