Ich war früher wilder Verfechter des Hundeführerscheins bzw SKN, WENN dafür die Rasselisten fallen.
Jetzt habe ich neulich durch Zufall in einem anderen Forum die Geschichte eines HH aus Schleswig Holstein gelesen, dessen Hunde als gefährlich eingestuft wurden und konnte die Odysee, die er mit diesen Hunden durch hat, gar nicht glauben... Und schon drei mal nicht, wie schnell man durch einen dummen Unfall als HH in genau diese Mühlen gerät - nein danke!
Das grundlegende Problem sind meiner Meinung nach nicht unerzogene Hunde oder Halter, die keine Ahnung von Hunden haben - was tatsächlich fehlt ist Rücksichtnahme und sich selbst mal zurück nehmen. Ich brauche keinen Theorietest, in dem das "korrekte" Verhalten bei 100 verschiedenen Situationen abgefragt wird, wenn der Grundsatz gilt, dass es keinen Hundekontakt ohne gegenseitige Zustimmung gibt. Und wenn hinterher geschoben wird, dass man das nicht persönlich nehmen muss weil es Grund A, B und C gibt, die nichts mit mir und meinem Hund zu tun haben.
Oder auch:
"Du darfst nicht erwarten, dass der andere Halter seinen Hund tatsächlich beißen und deinen damit erziehen lässt, weil das für den anderen Halter Konsequenz A, B und C hätte"
Natürlich erreichst du nie alle damit und perfekt und komplett ohne Auseinandersetzungen wird es nicht laufen. Aber dass höhere und härtere Strafen tatsächlich Vergehen reduzieren, ist einfach nicht wahr und hinfällig - das zeigt doch als extremstes Beispiel auch die Todesstrafe.
Das Problem bei diesen harten Strafen ist dann aber, dass es im Falle einer falschen Verurteilung (lass mal deinen Nachbarn lügen, weil ihr euch in den Haaren habt) Unschuldige so richtig heftig trifft.