Beiträge von catjuscha

    Also ich weiß jetzt erst mit fast 40 was "meine" Rasse ist.


    Ich war nie festgelegt auf eine bestimmte. Hatte einen Schnauzermix, einen Shih-Tzu, einen Boxer-Colli-Mix und eine englische Bulldogge.


    Danach kam unsere JackRussel-Mix-Dame, die ist jetzt zwei und vor einem halben Jahr zog unsere Schäferhündin bei uns ein, die jetzt 1 Jahr ist.


    Erst jetzt weiß ich, das ist es. Bei mir kommt nie wieder etwas anderes als ein DSH ins Haus. :D

    Ich würde das an deiner Stelle mal ausprobieren, wie du selber schon sagst: Den Futterbeutel mit raus nehmen und nur noch draußen daraus das Futter geben.


    Hunde verknüpfen Sachen gern mit der Umgebung. Wenn ich z.b. nur auf einem bestimmten Teppich mit meinem Hund das Kommando Sitz üben würde, würde der Hund höchstwahrscheinlich nur auf diesem Teppich Sitz machen, weil er das Kommando mit dem Teppich verknüpft. Ähnlich verhält es sich viell. mit dem Futterbeutel.


    Und natürlich finde ich es nicht schlimm, wenn Hund in der Gegend schnüffelt. Ich lass meine immer überall schnüffeln, außer an Ausscheidungen anderer :D - für Hunde ist das eine wichtige Beschäftigung.

    Du schreibst, dass du stehenbleibst und wartest, bis der andere Hund vorbei ist.


    Es kann gut sein, dass dein Hund das Stehenbleiben und Verharren als Unsicherheit interpretiert.


    Mir ging es auch eine Weile so wie dir, ich war immer in Habachtstellung, ob irgendwo ein anderer Hund kommt und kam einer, hat sich in mir alles verkrampft.


    Mittlerweile, schaue ich nach anderen Hunden, ja laufe sogar hinterher :D , um zu üben.


    Mir hat sehr geholfen, auf dem Hundeplatz die Abfolge zu üben, wie genau ich mich mit meinem motzenden Hund in so einer Situation zu verhalten habe, also schon einzugreifen, bevor sie überhaupt hochfährt. Die Leute dort kannten unser Problem und ich fühlte mich dadurch dort wesentlich sicherer.


    Dann haben wir auch auf der Straße geübt mit zwei verschiedenen Hunden und deren Haltern, die unser Problem kannten. Man geht dann ganz anders an die Sache ran.


    Und natürlich machen wir immer wieder Impulskontrolle. Das hilft meiner Schäferhündin und mir immens.

    Zitat

    Ich liebe es, wenn man Posts nicht weiterliest, sondern sich einen Satz rauspickt. Und es ist aus Sicht des Hundes doch so: Du willst ein Hundeführer sein, aber kannst deine Schutzbefohlenen nicht beschützen, also handeln sie selber, in dem Falle der Hund. Das ist Fakt und nicht böse gemeint. Ich habe selber einen Leinenpöbler, aber ich hab an mir gearbeitet, dem Hund musste ich nur beibringen, dass er jetzt nicht mehr beschützen muss.
    Und genau weil andere Hunde durchaus mal auf so einen Leinenpöbler losgehen sehe ich keine Lösung darin, sich nur im Verscheuchen der anderen Hunde zu schulen, sondern durchaus mal dem eigenen Hund zu sagen, dass das jetzt ein Verhalten ist, was nicht angebracht ist.
    Aber natürlich ist der eigene Hund nur immer das kuschelige Opfer, der ja mal so böse gebissen wurde und man sucht sich ständig Rechtfertigungen, warum er das macht. Das spürt ein Hund auch.
    Mein Hund ist, wenn er pöbelt erstmal nur ein ungezogener Hund, den ich führe. Sprich ich führe nicht richtig in dem Moment. Der Grund für seine Ungezogenheit ist zwar wichtig, aber letztendlich ist es ein Verhalten, was ich nicht will und das darf ich dem Hund auch sagen. Wird nur nicht funktionieren, wenn ich gleichzeitig in den Augen des Hundes eine jämmerliche Figur darin mache, uns als Team anzuführen. Dann macht es der Hund und kriegt Ärger, weil er es macht - auch nicht sinnvoll.


    Und zum Beispiel mit dem Flat: Das hätte ich galant meine Hunde regeln lassen. Wenn ein unangeleinter Hund meint, er muss zu meinen kommen, obwohl die not amused sind, dann schaue ich, ob ich Blocken kann, wenn nein, überlege ich ob ich den einen freilasse oder ob ich beide an der Leine lasse, aber die körpersprachlich klarmachen, dass sie das nicht wollen. Aber ich hab auch keine Hunde, die ohne Grund gleich zubeißen und ich hab große Hunde, wenn man einen kleinen Hund hat sollte man tunlichst dran tun, das nicht zu machen.


    super gut beschrieben, ich sehe das genauso - unsere Schäferhündin hat nach der ersten Läufigkeit auch angefangen, sehr stark zu motzen. Ich musste mir dann nach kurzer Zeit eingestehen, dass ich mich nicht wundern brauche, wenn ich selber nicht in der Lage bin, brisante Situationen zu managen. Ich habe die ganze Zeit im Grunde nur an mir gearbeitet und nicht am Hund, und jetzt nach ein paar Monaten kann ich an Fremdhunden ohne Theater vorbeigehen, sie ist zwar noch ein wenig aufgeregt, aber ich bekomme immer ihre Aufmerksamkeit.

    Also ich will niemandem einen DSH aus Leistungszucht aufquatschen, aber es ist nicht so, dass solche Hunde ständig arbeiten müssen, um glücklich und zufrieden zu sein.


    Unsere Hündin stammt aus einer starken Mutterlinie, ihre Mutter hat letztens die IPO 3 bestanden. Sie hat super viel Potential, ob ich das alles entfalten kann und will, weiß ich noch nicht, da ich in Sachen Hundesport ein absoluter Anfänger bin. Wir gehen nur einmal die Woche für drei Stunden auf den Hundeplatz, ansonsten gehen wir einfach "nur" spazieren. Wir laufen nicht einfach so durch die Gegend, wir laufen aktiv zusammen, machen Suchspiele mit Futter und verlorenen Gegenständen, zwischendrin mal für 5- 10 Minuten Unterordnung, erkunden immer mal wieder neues Gelände usw.


    Am besten verliert sie jedoch Energie durch gemeinsames Spiel mit ihren Hundefreunden, mit denen wir uns ein-dreimal wöchentlich verabreden.


    Den Rest des Tages döst mein Arbeitstier auf ihrem Sofa vor sich hin :D

    Dominanz hin oder her.


    Hunde wollen im Grunde nicht den Ton angeben, weil das einfach viel zu anstrengend ist. Euer Hund verhält sich aber recht dominant - warum? weil ihm nichts anderes übrig bleibt, als alles allein zu regeln, weil ihr es nicht für ihn tut, und genau das überfordert euren Hund total.


    Wenn ihr nicht wollt, dass Euer Hund mal Ursache für einen schlimmen Beißunfall ist, dann müsst ihr ihm auch mal zeigen, "wo der Hammer hängt". Ihr müsst ihm Grenzen setzen, ihm einen roten Faden geben, an dem er sich orientieren kann.


    Woher soll der Hund denn wissen, was er nicht darf, wenn es ihm keiner sagt?


    Ich würde euch empfehlen, euch an eine Hundeschule zu wenden oder einen Hundesportplatz, wo auch mit schwierigen Hunden gearbeitet wird.

    Unsere Schäferhündin findet die Hinterlassenschaften anderer auch hin und wieder sehr lecker :/


    Es ist, wie du sagst, Frollein, es gibt einen Unterschied zwischen Leckerhaufen und Schnüffelhaufen. Sie verhält sich da genauso wie deiner :D


    Ich hab mal gelesen, dass Hunde die Hinterlassenschaften anderer Hunde fressen, die in ihrem Revier liegen, um die Duftmarkierung zu beseitigen, zumindest von den Hunden, die sie nicht in der Nachbarschaft haben wollen.


    Da könnte was dran sein.