Beiträge von Jessyschatz

    Na dann bin ich ja froh, dass mein Hund scheibar doch KEINEN an der Klatsche hat, sondern sich wohl mehr oder weniger normal benimmt.

    Aber bekloppt schaut das beim Spaziergang schon aus, wenn der Hund an der Leine auf einmal auf 2 Beinen läuft und anfängt zu "boxen" :irre3: :lol:

    Schädlich ist das aber nicht, wenn sie ein paar Falter oder anderes Zeug frisst, oder? (Ich meine jetzt nicht Wespen oder so'n scharfes Zeug)

    In der letzten Zeit war es ja extrem warm bis heiss...und schwül. Dementsprechend flogen viele Insekten und auch Falter sehr tief.

    Vor 4 Tagen hatte Jessy bei uns im Flur einen kleinen Falter gesehen, der an der Wand saß und irgendwie hochkrabbelte. Jessy's Jagdinstinkt war natürlich sofort geweckt, auf den Hinterbeinen reckte man sich auf und fuchtelte wild mit den Vorderpfoten. Okay, an der Wand...versteh ich das noch!

    Seit Montag jedoch rennt der Hund vor allem Abends, wenn das ganze Viehzeuchs tief fliegt, auf beiden Hinterbeinen rum und fuchtelt wie ein Schattenboxer mit den Vorderpfoten rum - um den Faltern den Kampf anzusagen :irre:

    Liegt das am Wetter? Am neuen Futter? Oder hat mein Hund schlichtweg einen an der Klatsche? :irre:

    Ich weiss, das klingt total komisch...und so sieht's auch aus.
    Haben eure Hunde auch "Sommer-Wahnsinn"?? :irre: :lachtot:

    Also Futter verweigert Jessy auch in jeder Stresssituation ( :irre: @ sss).
    Und durch Futter "ablenken" sollte man erst recht nicht. Denn meistens ist es leider so,d ass der Hund damit sofort verknüpft, dass sein Verhalten (ängstlich, scheu etc) genau das RICHTIGE ist.

    Wir haben Jessy regelrecht Angstsituationen "aufgezwungen" - blieb uns ja auch nichts anderes übrig - bei der Vielfalt von Ängsten. Wenn sie draussen an der Leine wegzog oder flüchten wollte sind wir stehen geblieben, haben sie ignoriert, uns ganz normal unterhalten und der Situation soviel Normalität und Neutralität verliehen wie's nur ging. Anfangs war der Hund natürlich extremst gestresst und die Übungseinheiten wurden auch sehr kurz gehalten. Aber jetzt nach über 2 Jahren sind ihre einzigen Ängste nur noch Silvester, die Müllabfuhr und der "böse" Mann von DHL, der keine Leckerlies mehr rausrückt :D

    Aber hat wie gesagt auch über 2 Jahre gedauert - und oft mit der "1 Schritt vor - 2 Schritte zurück"-Methode :roll: Aber Wurst weil irgendwann schaffst du 3 Schritte vor und gehst "nur" 2 zurück. Dann biste immerhin schon mal (insgesamt) 1 Schritt weiter ;)

    Jessy fand es als Baby wohl ungeheuer "witzig" sich in derBadewanne zu verstecken. Es ist mir zwar bis heute ein Rätsel, wie sie geräuschlos, unfallfrei und vor allem ohne den stets zugezogenen Duschvorhang zu verschieben da reingekommen ist - aber okay! :roll:

    Wir haben uns natürlich halb zu tode gesucht und sie gerufen, mit Leckerlietüten geraschelt, mit Spielzeug gequietscht ....etc pp. Nix half - kein Mucks von der ollen Kröte :x
    Meist kam sie dann nach ner Stunde oder so wieder (verschlossene Wohnung - bis dahin war uns echt nicht klar wo sie ist).

    Eines Tages jedoch ist aus der "Handvoll Hund" ein größerer Junghund geworden, der in der Badewanne wohl mitm Kopf an die Badewannenarmatur gestoßen ist (Hebel zum hochziehen/drücken) und augenblicklich laut aufkreischte und pitschnass samt Duschvorhang aus dem Bad gerannt kam :lachtot:

    Seitdem steht sie auf Kriegsfuß mit der Badewanne :barb:

    LG

    Hallo tuundto,

    kann dich sehr gut verstehen! Auch wir haben unsere Hündin Jessy mit 16 Wochen bekommen. Über die 16 Wochen bevor sie zu uns kam ist uns nur ganz wenig bekannt. Jedenfalls wurde sie misshandelt.
    Und Ängste... :roll: ...da könnt ich ganze Arien von singen. Angefangen bei Geräuschen über zu anderen/fremden Menschen, Tiere, Autos etc....ganz extrem, wie bei dir!

    Mittlerweile ist sie 2 Jahre alt und von fas tallen Ängsten befreit.
    Wir haben sehr viel mit ihr gearbeitet und es geht auch ohne Trainer - aber nicht ohne viel Arbeit, Geduld, Geduld, Geduld, Geduld und natürlich viele Leckerlies. Geduld nicht zu vergessen! :roll:

    Ich glaube kaum, dass die beschriebenen Symptome auf Neurodermitis hinweisen. Ich selber habe 1,5 Jahrzehnte extrem stark darunter gelitten und gelte heute glücklicherweise als geheilt! Dieses Krankheitsbild ist schon sehr charakteristisch und zumindest jeder halbwegs GUTE Dermatologe erkennt diese Krankheit auf 10 Meter Entfernung

    Ich möchte einfach mal behaupten, ALLES an Therapien erlebt, gesehen, durch- und mitgemacht zu haben.

    Angefangen bei Nahrungsumstellung, "Kleidungsumstellung" (nichts synthetisches, nichts gefärbtes etc.), Umzug an die See, Hausinventar komplett geändert (keine Teppiche, Gardinen, KEINE HAUSTIERE etc pp) etliche Mutter- und Kind Kuren, Therapiewochen am Toten Meer, "Fisch-beknabber-Therapie" in der Türkei, Medikamente, Cremes und, und, und....(könnte endlos weiter faseln....)...nicht zu vergessen die "Normale, herkömmliche" Medizin (Dermatologen, Allergologen, Psychologen....) Naturheilpraktiker, Wunderheiler und andere seltsame Menschen. In 15 Jahren hab ich's immerhin auf stolze 37 (!) verschiedene Ärzte gebracht.

    Von Schmerzen, Juckreiz, Schwellungen, komisch angeguckt und gemieden werden will ich erst gar nicht anfangen....

    Lange Rede kurzer Sinn: 15 Jahre sind eine verdammt lange Zeit! Aber man darf einfach nicht aufgeben und muss es immer wieder versuchen. Auch und vor allem erst recht dann, wenn einen Antriebslosigkeit plagt.

    Ich hoffe für Dich, dass du nicht aufgeben wirst und weiterhin die Kraft besitzt, weiter zu kämpfen! Ich weiss sehr gut, dass das eigentlich immer einfacher klingt als es ist. Aber selbst ich als ärtzlich abgestempelter "hoffnungsloser Fall" hab es geschafft und heute kerngesund. Auch wenns lange gedauert hat!

    LG