Äh..nee, sind sie nicht, sorry.
Aääääääh, doch. Alleine dein Beispiel von "futteraggressiven Hund, der dabei gezielt ins Gesicht geht" - da haste schon deine Motivation. Ins Gesicht gehen dabei die Hunde nur, wenn das Gesicht das ist, was sie zuerst zu fassen bekommen (weil es geht ihnen vornehmlich darum, dass du dich von ihrem Fessen verzupfst). Also einen sehr leichtfertigen bis dominazgetiebenen Menschen, der sich bei der Fütterung über den Hund beugt, ansonsten gehen "solche Hunde" auf das erstbeste, das sie zu fassen kriegen. Wenn sie natürlich durch irgendeine doofe Verknüpfung gelernt haben, dass das im Gesicht die besten Erfolge bringt, mag da ein Hund sein, der ins Gesicht springt, aber die Norm ist das nicht.
Ich kenne persönlich mehrere Hunde, die ins Gesicht gingen, beim "Bauchkraulen", weil die einmal zu viel auf die Seite gelegt wurden und denen diese Situation dann unheimlich war. Ins Gesicht deshalb und nicht etwa die Hände, weil man automatisch gerne über dem Hund gebeugt ist. Vielleicht hatte der Hund ja mal ein simples Abschnappen versucht und wurde dafür dann wiederum bestraft... man weiß es nicht.
Ja, sowas ist dann deren Konfliktstrategie, sowas ist nicht einfach wieder rauszukriegen und wird wohl immer im Hund verankert bleiben im letzten Eck des Gehirns, verstaubt, selbst wenn er Alternativen lernt. D.h. für den Menschen, der so einen Hund beteut: Lass den Hund auch durch erfolgreiches Training in Ruhe fressen.
Menschen, die mit "solchen Hunden" leben, machen tatsächlich einige Abstriche in ihrem Leben, die der Normal-Dogforumuser nicht mal im Traum bereit wäre zu tun. Die andere belächeln, weil sie ihren Hund "verhätscheln" und "dauermanagen" (weil es so nun einmal am sichersten ist, obwohl auch trainiert wird, im Rahmen des Möglichen).
Hunde, die schon aufgrund deiner Anwesenheit in die Vollen gehen, um dich zu erledigen, weil du einfach nur atmest, die sind GOTT SEI DANK echt selten. Und bevor die irgendwo in einem Zwinger ohne irgendeinen wirklichen Kontakt, ohne richtiges Leben, vor sich hinvegetieren - ja, die würde ich "erlösen".
Das heißt nicht, dass Hunde, die durch therapierbare Motivationen, übersteigert aggressiv sind, einfach zu vermitteln sind und es da genug Plätze gäbe (gibt es nicht). Denn gerade die kompetenten Leute sind voll, weil sie vielleicht sogar so ein Exemplar auf Lebzeit haben.