Beiträge von Anne78

    Hallo ihr,

    nachdem Max ja nun ein Antibiotikum bekommt und der Darm nach ca. 4 Wochen wahrscheinlich stark angegriffen ist, mache ich mir Gedanken, welches Mittel für den Aufbau wohl geeignet ist. Welche Darmbakterien kommen denn im Hundedarm überhaupt vor? Ich habe hier Darmflora plus Select von Dr. Wolz, darin sind 8 selektierte probiotische Kulturen vorhanden:
    Lactobacillus acidophilus, L. casei, L. plantarum, L. rhamnosus
    Bifidobacterium bifidum, B. lactis, B. breve
    Streptococcus thermophilus

    Außerdem habe ich Symbiopet Dog hier, in dem ja ausschließlich das Bakterium Enterococcus faecium drinn ist, dafür aber auch Hefe und Oligosaccharide. Und es ist extra auf den Hundedarm abgestimmt.

    Oder beides? Verträgt sich das? Wenn die Bakterien aus dem Dr. Wolz gar nicht im Hundedarm vorkommen, dann siedeln die sich ja auch nicht an...wer kennt sich aus? :???:

    Achja, ein Klecks Hüttenkäse und/oder probiotischen Joghurt gibts täglich. Und der Durchfall ist weg. Das will ich jetzt unbedingt auch so stabil halten, damit Max wieder ordentlich verstoffwechseln kann und sein Blutbild hoffentlich besser wird.

    LG Anne

    LG Anne

    Hmm, irgendwie ist meine Antwort gar nicht angekommen, also nochmal...

    Ja, wir waren in einer Tierklinik, allerdings in einer anderen als vor 4 Jahren, als Max operiert wurde (Perialhernie beidseitig). Was mich heute extrem genervt hat war, das ständig die Schwester oder eine andere Ärztin reinkam und was wissen wollte oder das der TA in die Besprechung oft ans Telefon gegangen ist...meine Schwägerin war auch schonmal dort in Behandlung. Ihre Katze wurde nach einem Autounfall super operiert, aber bei einer Fundkatze hat der TA nicht gesehen, das sie schwanger war. Nur mit den Augen untersucht... Naja, ich bin unschlüssig. Ich werde Max jetzt erstmal die Medis geben und dann schauen, an wen ich mich als nächstes wende. Entweder wieder an die alte TK oder an den TA des vertrauens von meiner Schwägerin. Mein eigener TA ist technisch nicht so gut aufgestellt und behandelt auch eher Nutztiere. Zum Krallenschneiden und Wurmkur verabreichen ist das ok, mehr aber nicht.

    Der Hinweis mit dem Eiweissmangelsyndrom ist sehr interessant und ich werde mich gleich hineinlesen. Scheint allerdings nicht viele Fälle bei Hunden zu geben. Warum macht der Körper nur plötzlich sowas?
    Der Kot war heute zweimal etwas mehr geformt, ich geb Max aber auch ungequollenen Flohsamen ins Futter und ein Antidurchfallmittel mit Hefe, Apfelpektin und Elekrolyten. Wenn ich das Blutbild nicht vorliegen hätte, würde ich denken, er ist auf dem Weg der Besserung.
    Was mir auch aufgefallen ist...er kratzt sich recht oft. Kann das schon eine Nebenwirkung vom Cortison sein? Oder von einer Lebererkrankung? Die Leber wurde heute übrigens geschallt und ist soweit unauffällig gewesen.

    LG Anne

    Was ich noch erwähnen wollte: im Erbrochenen und im Kot war augenscheinlich nie Blut...wenn er also welches verliert, wo ist das dann hin?
    Was kann ich füttern, um den Eiweissmangel auszugleichen? Käse und Ei würde er sofort fressen, aber bekommt ihm das auch wegen dem Durchfall? So viele Fragen...
    Das es wegen der Blutarmut auch Spritzen gibt, hat mir der TA auch nicht gesagt. Oder ist es noch nicht so akut? Sollte ich dagegen mal rohe Leber füttern? Aber das ist er nicht gewohnt...will seine Verdauung nicht noch mehr belasten.

    LG Anne

    Also das Herz steht auf jeden Fall noch auf der Prüfliste. Ich hab nur gedacht, das der Hund da ja vielleicht auch mehr hecheln würde und husten? Der TA meinte, Eiweiss soll normalerweise das Wasser in den Zellen halten. Und da Eiweiss gerade fehlt, bleibt das Wasser eben nicht da wo es soll. Ich möchte diese Erklärung gerne glauben. *hoff*
    Er hat ja auch noch diesen Durchfall dazu...

    LG Anne

    Hallo ihr alle,

    ich lese ja schon lange kreuz und quer durch die verschiedenen Beiträge, nun habe ich mich angemeldet, weil ich selbst Fragen an euch habe.
    Mein Max ist ein 12 jähriger Dackel-Spitz Mischling und war bis vor ca. 4 Wochen noch richtig gut drauf. Dann fingen das Erbrechen und der Durchfall an. Erbrechen nicht immer, Durchfall schon. Und sein Bauch war ziemlich aufgebläht, was sich auch nach dem Gassigehen nie änderte. Magendrehung hatte ich nicht in Verdacht, da es ja vorne und hinten raus kam und sein Verhalten auch normal war. In der Tierklinik hieß es, ein Magen-Darm Infekt würde rumgehen, darauf wurde er auch behandelt. Den Bauch spannte Max be ider Tastuntersuchung verständlicherweise dolle an. Antibiotika und eine weiße Paste für den Darmschutz? für daheim, Spritze gegen Erbrechen und Durchfall beim Arzt. 24h Fasten hatten wir daheim schon durch, ich hatte Reis sehr matschig gekocht und das Hills i/d bei Durchfall vom Arzt mitgenommen. Schon bald wurde der Durchfall besser, der Kot schon fast zu fest, so dass ich den Reis reduzierte. Der auffallend dicke Bauch blieb allerdings. Nochmals mit der Ärztin telefoniert, meinte sie, eine nochmalige Vorstellung wäre nicht nötig. So fuhren wir in den Urlaub und gab ihm wieder normales Futter (1 x tägl.). Nach 4 Tagen erbrach er das und auch der Durchfall kehrte zurück. Zudem war Max sehr antriebsarm, aber es war auch sehr heiß. Das Erbrechen kam mal sofort nach dem Essen, mal erst am nächsten Morgen (da war dann das meiste schon verdaut), an manchen Tagen auch gar nicht. Zweimal fraß er es auch wieder auf, bzw.versuchte es. Durchfall blieb wieder kontinuierlich, mal breiig, mal wässrig. Lust zum rausgehen war weder in den späten Abendstunden noch am kühlen Morgen vorhanden. Ich kochte auch wieder Reis, der aber keine Veränderung brachte. Ansonsten war Max entspannt und ging sogar ins Wasser.
    Wieder daheim ging ich am nächsten Tag (letzten Freitag) zur Tierärztin. Mittlerweile glaubte ich nicht mehr an Magen-Darm und verlangte ein Röntgenbild, Ultraschall und großes Blutbild. Zwischendurch hatte ich Schauergeschichten über Milztumore, Giardien oder IBD gelesen und war schon völlig fertig. Max hatte auch in 14 Tagen 600g abgenommen. Die Ärztin machte eine Röntgenaufnahme vom Bauch und nahm Blut ab. Weiterhin bekam Max wieder eine Spritze und neues Antibiotikum. Auf meine Frage wegen dem Bauchumfang meinte sie nur, der Magen wäre so groß. Meine anderen Ängste wiegelte sie ab (Giardien kämen nur beim jungen Hund vor, die Milz wäre nicht vergrößert), Kotprobe untersuchte sie nicht, Ultraschall verschob sie auf heute. WE war ohne Änderung. Max fraß mit großem Appetit, hatte durchgehend Durchfall und wollte nicht spazieren gehen. Der dicke Bauch blieb unverändert. Sonst war er entspannt und wollte auch am Bauch gestreichelt werden.
    Nun war ich heute zum Ultraschall und um die Blutergebnisse zu erfahren. Anhand der Blutergebnisse wurde mir vom Ultraschall abgeraten und eher zur Darmbiopsie. Ich wollte aber den Ultraschall und das war auch gut so. denn so konnte man endlich das Wasser sehen, was auf dem Röntgenbild nicht zu sehen war. Allerdings behinderte das Wasser auch die Diagnostik. Kotuntersuchung wurde wieder abgelehnt, weil Max ja unter Antibiotikaeinnahme stand. Blutergebnisse sind leider gar nicht toll und vielleicht kann mir jemand was dazu sagen. TA meinte, er verliert Blut (aber nicht so, das ein Tumor bluten würde?), hat einen Eiweissmangel und vermutlich infolgedessen das Wasser im Bauch. Allerdings finde ich auch die Pankreaswerte komisch, dazu sagte er aber nichts. Medikation ab heute sind 10mg Prednisolon (Cortison) tägl., 20mg Marbocyl P (Antibiotika) tägl. und 2x10mg Dimazon (Entwässerungsmittel) tägl. Einer Darmbiopsie stehe ich noch skeptisch gegenüber. Max ist nicht mehr der Jüngste und verträgt Narkosen nicht so optimal. Und wenn sie ihn aufmachen und er hat was bösartiges...dann wars das. So benimmt er sich ja normal, frisst und trinkt gut. Ist halt etwas lustlos, was aber anhand der Temperaturen und seinen Krankheitssymptomen auch normal ist. Das Herz wurde diesmal nicht abgehört. Husten tut er aber nicht und kommt auch gut auf die Beine.

    Hier mal ein paar Blutwerte, vielleicht kann die jemand von euch deuten? Ich schreibe nur die aus der Reihe fallenden Werte auf und den Normbereich dahinter:

    Leukozyten 23+ (6-12)
    Erythrozyten 4,4- (6-9)
    Hämoglobin 11,1- (15-19)
    Hämatokrit 32- (38-55)
    MCH 26+ (17-23)
    Thrombozyten 769+ (150-500)
    Retikulozyten relativ 1,18%
    Retikulozyten absolut 51300

    Segmentkernige Granulozyten 92+ (55-75)
    Lymphozyten 4- (12-30)
    Segmentkernige absolut 21188+ (3000-10000)
    Lymphozyten absolut 921- (1000-4000)
    Monozyten absolut 691+ (0-500)

    T4 0,9 (1,0-4,0) Max war aber nicht nüchtern

    Leber:
    Gesamteiweiß 2,6- (5,4-7,6)
    Albumin im Serum 0,8- (2,8-4,3)
    Globulin 1,9- (2,4-4,3)

    Pankreas:
    a-Amylase 2085+ (<1264)
    Lipase 340+ (<298)
    Fruktosamin 70- (203-377)

    Muskel:
    Calcium 1,8- (2,1-2,9)
    Magnesium 0,5- (0,7-1,1)

    Kann mir irgendjemand etwas davon noch genauer deuten? Ich hab schon viel gegoogelt, aber evt. sieht ja jemand Zusammenhänge. Kann ich hoffen, das es sich um eine chronische Darmentzündung handelt oder wächst da wirklich ein Tumor? Woher die Blutarmut? Eisenmangel ist es aber anscheinend nicht oder deute ich den MCHC wert falsch? Der liegt nämlich an der Obergrenze mit 34. Kann ich Ernährungstechnisch noch irgendetwas für ihn tun um den Eiweissmangel zu bekämpfen? Ich hab schon eine ganze Apotheke hier stehen und mir auch das Lupovet Futter bestellt. Ich habe die Hoffnung, das mit Stillstand des Durchfalls vielleicht auch die Eiweissaufnahme nach oben geht und so das Wasser in den Zellen bleibt. Welche Nebenwirkungen sind vom Cortison zu erwarten außer Gefräßigkeit? Achja...zugenommen hat Max übers WE wieder.

    Ich hoffe, mein riesen langer Text hat euch nicht abgeschreckt...man will ja auch alles genau erklären. Vielleicht kann mir ja jemand antworten, ich würde mich sehr freuen.

    LG Anne