Mir geht es gar nicht darum, die Eltern zu verurteilen, die keine andere Option hatten und sich dafür am Wochenende voll und ganz um die Kinder gekümmert haben. Ich kann nur nicht verstehen, wie man ein Kind die ganze Woche fremdbetreuen lässt, wenn es anders ginge und es dann auch noch am Freitag "vergisst". Das finde ich extrem.
Wie viele Familien kennt ihr denn, die das überhaupt gemacht haben und wieviele davon hätten es nicht machen müssen? Und nochmal, wieviele davon haben ihre Kinder tatsächlich am Wochenende vergessen?
Sorry, ich heisse das nicht gut und würde es für meine Familie nicht wollen, aber man hat keine Ahnung wie das damals war, nur weil man mal was in einer Doku gesehen hat, oder gehört.
Wir sind in einer so priviligierten Lage, viele mit Haus, der Mann bringt das Geld heim, Mama ist drei Jahre daheim und bemuttert das Kind..ja das leben viele so, auch hier im Thread und das sei auch jedem gegönnt, das gibt aber absolut niemandem das Recht, Frauen oder Familien zu verurteilen, das das nicht hatten.
Bitte denkt mal darüber nach, wie arrogant es ist, diesen Frauen, die in einer ganz anderen Zeit und Gesellschaft lebten, den Kinderwunsch abzusprechen.
Ich hab das nicht in einer Dokumentation gesehen, meine Oma war Erzieherin in einer Wochenkrippe und hat das dort erlebt sowie eben die vergessenen Kinder mit nach Hause genommen. Und das nahezu jedes Wochenende.
Dazu ist es bzw. war es an dem Wohnort aufgrund der geringen Einwohnerzahl sehr übersichtlich und nicht zu übersehen, dass die Eltern von Kurt* Freitagmittag zuhause waren aber ihr Kind nicht abgeholt haben. Wieder. Und Wieder.
Damit verurteile ich nicht Mütter - sondern Eltern. Denn für die Zeugen sind in der Regel zwei Personen erforderlich.