Beiträge von straalster

    In bestimmten Situationen ist das ja auch der Fall. Es kommt doch auch immer auf die Situation an in der man sich gerade befindet ob man zuerst dem Tier oder dem Menschen hilft und ob es dabei ein Familienangehöriger, ein Fremder, der eigene Hund oder ein fremder Hund ist.Du sprichst anscheinend nur von Fällen wo es um deine eigene Familie und/oder deinen eigenen Hund geht und ich spreche von allgemeinen Situationen und da kann es durchaus vorkommen, dass man sich strafbar macht wegen unterlassener Hilfeleistung wenn man dem Hund zuerst hilft und nicht dem Menschen.
    Da sich das bei dir so liest als wenn bei dir der Hund auf jeden Fall wichtiger ist als ein fremder Mensch, habe ich halt darauf hingewiesen, dass man sich damit strafbar machen kann.

    Das ist kein einfaches Thema aber ich habe jetzt schon mehrfach erwähnt, dass meine Tiere zur Familie gehören und meine Familie immer erstmal vor Fremden vorgeht. Dann kommt da natürlich der Kontext dazu.
    Mein Kind oder Hund hat einen Kratzer - der Unfallgegner liegt bewusstlos auf der Straße.

    Selbst da (das hab ich schon live erlebt) habe ich mich zuerst um meinen hündischen Insassen gekümmert und erst dann um die fremden Unfallgegner, die mir gerade ins stehende Auto geknallt sind. (zwei Sekunden vergewissern, dass es meinem Insassen gut geht, dann den Fremden helfen)

    Und ja, meine Hund sind mir als Familienmitglieder wichtiger, als wildfremde Menschen. Ich weiß mittlerweile, dass ich instinktiv immer erst meiner Bande helfe. Das verzögert vielleicht die Fremdenhilfe um ein paar Sekunden oder Minuten, je nach Situation, aber so ist es nunmal. Da reagiere ich nicht mit "oh, das ist jetzt aber strafbar"-im Sinn. Da rette ich zuallererst die Wesen, die ich liebe.

    Unsere Freunde lachen uns immer aus und sagen, dass unsere Hunde wie unsere Kinder sind. Auf eine Art kann ich Ihnen da zustimmen. Sie werden gut behandelt, werden erzogen, um Weh-Wehchen wird sich gekümmert, wo sie dabei sein können nehmen wir sie mit und ich würde sie körperlich und verbal immer verteidigen, wenn es nötig ist (so wie ich es wohl auch mit Kindern handhaben würde)
    Andersrum sind sie aber auch nicht wie unsere Kinder. Diese Rolle würden sie niemals erfüllen können und das möchte ich auch nicht. Sie sollen einfach „nur“ Hund sein können, zu etwas anderem wären sie geistig gar nicht in der Lage. Und, dass sie nicht immer 100% „funktionieren“ ist auch in Ordnung, macht letztlich niemand.
    Aber ja ich habe es auch schon anders gesehen. Zum Beispiel Hunde, die immer bei Fuß laufen sollen und nicht einmal nach rechts oder links zum schnüffeln abweichen dürfen. Oder den ganzen Tag auf ihrem Platz liegen sollen, aber wenn man ruft sollen sie wie eine eins angerannt kommen. Sollen immer im Körbchen liegen, aber dürfen es nicht verteidigen.
    Da bekommt „nur“ ein Hund eine andere Bedeutung, wie zum Beispiel bedürfnis-und willenlos und hat daher immer nur zu funktionieren. „Ist ja nur ein Hund und denkt gar nicht.“

    Das meine ich zum Teil. Einerseits verdienen sie keine bedürfnisorientierte Behandlung. Andererseits sollen sie aber bitte funktionieren. Oder wie @Mona X so richtig sagte, eigentlich ist das kein Widerspruch, sondern sie werden eben als Maschinen betrachtet, die zu funktionieren haben.


    Das finde ich sehr schön formuliert. Eben dieses Zerrissene "Hm, was ich ziemlich faszinierend finde, ist dass es sich teilweise gedreht wird, wie es passt. Da wird aus dem Hund eine Art „Superwesen“ geschaffen" - wirft bei mir Fragen auf.

    Ich habe schon mehrfach erlebt, dass der Hund fortlaufend als dumm bezeichnet wird. Er wird gerufen, bleibt auf dem Feld stehen, sucht Augenkontakt mit dem Halter, erhält keinerlei weitere Ansage - und dann macht der dumme Köter nicht das Gewünschte. :ka: Unfassbar, dass der Hund keine Gedanken lesen kann.

    Bei allem anderen ist es dann aber "nur" ein Hund. Der hat keine Essenswünsche zu haben, sich nicht schlecht zu fühlen während der Läufigkeit, Ängste sind auch tabu....

    Also eigentlich ist es "nur" ein Hund, wenn mensch gerade was leisten müsste. Ansonsten möchte das Tier bitte Superkräfte haben.


    Und wieder das P.S.: Mein Umfeld ist nicht komplett so. Aber so selten sind Halter mit derartiger Einstellung nicht.

    Ich habe mit gar nichts angefangen, du erwartest seit ein paar Seiten, dass ich dir dauernd was erkläre was ich schon in etlichen Beiträgen versucht habe, du verstehst es trotzdem nicht und darauf habe ich jetzt definitiv keine Lust mehr.

    Doch, das "ich mache mich strafbar" hast du aufgebracht - nur das meinte ich.

    Und ich habe schon oben erwähnt, nach einem von dir ausgeschlagenen Angebot, dass wir auf keinen grünen Zweig kommen.

    Wir müssen jetzt aber hier sicher nicht 100 verschiedene Unfallsituationen aufdröseln, nur damit ich mich dafür rechtfertigen kann in welcher Situation bei mir ein Menschenleben vor geht und bei dir ein Tierleben.

    Nein, müssen wir nicht.
    Aber du hast doch mit dem Thema angefangen und ich wollte ganz sachlich juristisch klarstellen, dass ich mich damit nicht in jedem Fall strafbar mache. Wenn ich weiterfahre und Hilfe rufe, ist das keine unterlassene Hilfeleistung. Dann habe ich nämlich mit dem Anruf Hilfe geleistet. Ich muss nicht meine Angehörigen und meinen Besitz "liegen lassen" und anderen zur Hilfe eilen. Rein juristisch ist das so.

    Ich will mich auch nicht streiten. Offensichtlich fühlst du dich gezwungen, dich zu rechtfertigen. Das tut mir leid,bringt uns aber nicht weiter. Also werden wir zwei wohl auf keinen grünen Zweig kommen.

    Ich sag dir jetzt mal, dass du dich damit strafbar machst, das nennt sich nämlich unterlassene Hilfeleistung, denn da sind wir jetzt wieder beim Thema, dass ein Hund "nur" ein Hund ist und somit eine Sache und auch als solche behandelt werden muss wenn es um die Rettung geht und da gehen auch Fremde vor und nicht der eigene Hund.

    Nicht zwingend. Die Hilfeleistung muss demjenigen zuzumuten sein OHNE, dass er andere wichtige Pflichten verletzt.

    Wenn ich beispielsweise Kinder und Hunde im Auto habe bei einem Unfall, um die ich mich kümmern muss, muss ich nicht zu dem Fremden eilen. Ich kann aber Hilfe in Form von Sanitätern und Polizei herbeirufen, das geht dank Handy und Freisprechanlage sogar während ich meine Schutzbefohlenen erstversorge.

    @Dackelbenny: Lass uns bitte nochmal neu anfangen.

    Ich halte dich definitiv nicht für einen Unmenschen. Mich interessieren deine Beweggründe, warum hast du etwas so gemacht, wie du das machst. Ich urteile dabei nicht. Ich hinterfrage (offensichtlich so unglücklich, dass das wie Kritik wirkte), weil ich es wirklich gerne verstehen möchte. mal so ganz deutlich: Ohne Scheiß! Mich interessiert das. Ich find das lehrreich.

    Aber erst kam von dir: Ist halt so. Dabei kann ich nix lernen. Und schon das hättest du nicht schreiben müssen. Versteh das bitte nicht als Forderung. Das ist einfach nur Interesse. Wenn du nicht erklären oder erzählen magst, ist das doch auch in Ordnung.

    Wir alle händeln Sachen anders. Mal kann man sich was abschauen, auf neue Ideen kommen. Mal feststellen, dass es in der eigenen Situationen so schon passt.

    @straalster: Wieso @Dackelbenny noch weiter erklären muss, warum für Sanitäter, Feuerwehr, Notärzte ein Menschenleben Vorrang vor einem Hundeleben hat, ist unverständlich.
    Dies sollte selbstverständlich sein und bedarf doch keiner weiteren Erläuterung.

    Den ersten Punkt (Futter) hat sie auch deutlich erläutert. Reicht das nicht langsam???


    Wie bitte? Nein, das muss mir niemand erklären.
    Hat sie aber auch nicht. Es ging darum, dass das in ihrer Familie so ist.

    Meine Frage und Aussage bezog sich aber auf etwas anderes: ich rette meine Familie, und dazu gehören auch die Tiere, bevor ich Fremde retten würde. Das ist bei mir so. Wenn jemand das anders sieht ist das so. Ich möchte ganz ohne Werturteil einfach nur verstehen warum, weil ich das interessant finde. Wirklich interessant finde. Ich rede gerne mit Menschen, die Sachen anders sehen und handhaben - weil ich dadurch neue Perspektiven kennenlerne.

    Ich greife doch hier auch niemanden an! Ich möchte es nur gerne verstehen.

    @straalster

    Ich würde es dir ja gerne erklären, aber ich weiß nicht was du hören willst.
    Ich weiß nicht, ob das nur ich nicht weiß und einfach zu doof dafür bin dir zu erklären was du hören willst, oder ob andere vllt. auch nicht verstehen was du NOCH von mir hören willst.

    Wenn du einen Geldscheißer hast, und es dir leisten kannst, alle 1-2 Wochen angebrochene Futtersäcke wegzuschmeißen oder Dosenreste wegzuschmeißen, weil das dein Hund schon wieder nicht fressen will und darauf wartet, dass du dir wieder was Neues einfallen lässt, dann kannst du ja gerne deinem Hund dauernd was Anderes geben und die angefangen Sachen verschenken oder entsorgen.
    Ich bin auf jeden Fall so erzogen worden, dass man Essen nicht einfach so wegschmeißt und deswegen habe ich da nach ein paar Monaten und etlichen weggeworfenen Kilogramm Futter die Reißleine gezogen.

    @Dackelbenny: Was soll dieser Angriff?

    Nein, ich habe keinen "Geldscheißer", ich arbeite rund 70h/Wochen. Im Schnitt. Mit Kindern. Und zehn Tieren. Bei meiner Hündin war ich schon allein und Alleinverdiener. Bin ich jetzt wieder.
    Energie, Geld oder Essen verschwenden mag ich auch nicht - schau dir doch bitte mal an, was ich in anderen Threads schon geschrieben und an Tipps gegeben habe, um Verschwendung zu vermeiden.
    Eben aus dem Grund, weil ich nichts verschwenden oder verderben lassen möchte, kaufe ich bei neuen Sorten immer kleine Mengen / Probiergrößen. Dann passiert es nämlich nicht, dass man zig angebrochene Packungen hat, die verderben könnten.
    Trockenfutter musste ich auch noch nie nach ein bis zwei Wochen wegwerfen. Ordentlich gelagert, hält sich das ne Weile und kann wieder angeboten werden. Das kann ich außerdem mischen, da kann ich eventuell mit einem anderen Tierhalter tauschen oder es einem Tierheim / obdachlosen Tierhalter geben. Also ja, tatsächlich hatte ich den Fall noch nie, dass ich kiloweise Sachen entsorgen muss. Da versuche ich vorher was anderes, um das noch irgendwie sinnvoll unter Tiere und Menschen zu bringen.

    Und ich will doch gar nicht NOCH was von dir hören. Ich wollte es einfach nur verstehen. Nicht mehr, nicht weniger. Dem Wunsch bzw. der Frage musste du nicht nachkommen, wenn du das nicht möchtest. Aber bisher hast du einfach nur sehr wenig erklärt.

    Und noch immer: Wenn mein Hund irgendwas schon wieder nicht (mehr) fressen will, dann geh ich halt nicht davon aus, dass er das macht um mich zu ärgern oder um mir auf der Nase rumzutanzen. Der Hund versteht nämlich nicht, dass das Essen teuer war und dann eventuell verdirbt. Und selbst wenn er das verstehen würde - warum zur Hölle sollte er mir zum Trotz dann seine Mahlzeiten verweigern?
    Diese "Unwissenheit" unterstelle ich einem Hund ebenso wenig als bösen Willen, wie ich das bei anderen Wesen tue.

    Aus meiner Perspektive habe ich die Verantwortung. So einfach ist das. Denn die Tiere können es nicht. Kaufe ich 5, 15, 30 kg Futter und die Fellnasen essen das nicht mehr - dann muss ich schauen, was ich damit mache. Und eventuell daraus lernen, dass ich dann nicht direkt so große Mengen kaufe. Denn ich kann ein Wesen ebenso wenig zum Essen zwingen, wie zum Schlafen. Klar, ich kann denjenigen hungern lassen oder in ein dunkles Zimmer sperren. Möchte ich aber nicht. Also muss ich auf meiner Seite schauen, was ich ändern kann.

    Nachtrag, weil Bearbeiten nicht mehr ging:

    Ich lasse meine Hunde beispielsweise keinen Kot fressen - WEIL ich Angst habe, dass sie dabei Krankheitserreger, Gift oder Parasiten aufnehmen und mich nicht zuletzt davor ekel. Das ist eine Grenze mit Begründung. Ich sehe darin kein absichtliches Ärgern oder gegen mich arbeiten, kein "auf der Nase rumtanzen". Das ist ganz simpel meine logische Begründung dafür, warum ich das nicht möchte und unterbinde, die andere vermutlich nachvollziehen können. Ohne, dass ich den Hunden was unterstelle.

    Bei dir kommt "Hund hat zu fressen, was ich ihm gebe - sonst "tanzt er mir auf der Nase rum". Hund wird nicht gerettet" - ohne irgendeine Begründung. Und genau da möchte ich deine Beweggründe verstehen. Die hast du aber bisher nicht genannt, nur geschrieben, dass es eben so ist.


    Und nein, du musst dein Leben nicht ausbreiten, meine Frage beantworten bzw. meiner Bitte nach Erklärung nachkommen. Ich hab einfach nur gefragt, warum das bei dir so ist - schlicht und einfach, weil ich deine Perspektive gerne verstehen möchte. Das ist keine Kritik, das ist kein Vorwurf.

    Du wirfst mir vor, ich sei zu doof, deine Erklärung zu verstehen. Nur, dass du eben gar nichts erklärst - du sagst einfach: Is so. Da kann ich nichts verstehen, nachvollziehen oder nachdenken.

    Ich weiß leider nicht, wie ich meine beiden Aussagen noch erklären soll, damit du sie verstehst.

    Vielleicht kannst du ja schauen und beschreiben, wie das bei dir entstanden ist. Du hast eine Überzeugung und eine Einstellung, die ja irgendwie zustande kamen. Ist das bei denen Eltern so und du bist so aufgewachsen, ist das bei deinem Umfeld so, hast du da lange drüber nachgedacht und das so für dich entschieden?

    Erklärt hast du doch bisher gar nichts. Du hast nur gesagt, dass es bei dir so ist. Aber nicht, warum, wieso, weshalb.