Beiträge von straalster

    Nur noch mal zum besseren Verständnis. Es geht hier nur um die Box bei Nacht bis der Welpe verstanden hat, dass nachts Ruhe herrscht und bis er nachts sauber ist.

    Wie du meinem letzten und allen meinen Beiträgen davor entnehmen könntest, hab ich das verstanden. Und kein Problem damit. Ich hab lediglich generelle und potentielle Vorteile und Nachteile aufgelistet. Wie das im individuellen Fall aussieht, ist nochmal was anderes. Aber ich sage weder "Ohne Box geht gar nicht" noch sage ich "Box ist immer verkehrt".
    Ich erkenne da die Grautöne an und wollte auch nochmal auf diese ganz vielen verschiedenen Fälle und Punkte hinweisen.

    Wenn jetzt selbst diese Perspektive kritisiert wird... Dann wird's noch mal ne neue Stufe von albern. Und wenn ich auf etwas hingewiesen werde, dass ich selbst Seiten vorher betonte habe, (so richtig am Anfang des Threads) würde ich gerne ne Lesepflicht einführen.

    Bevor sich die Fronten weiterhin sinnlos verhärten, würde ich gerne einfach mal noch ein paar Punkte zum Für und Wider in die Runde werfen. Die mögen offensichtlich erscheinen, sind es aber offensichtlich nicht für alle – auf beiden Seiten der Fronten.


    • Eine Box schränkt ein. Das ist der erwünschte Effekt. Das heißt aber auch, dass ein Platzwechsel nicht wirklich möglich ist. Für den Wechsel müssen nicht unbedingt zig verschiedene Untergründe vorhanden sein. In unseren vier Wänden gibt es Fliesen und Laminat zur Auswahl. Nicht wirklich viel Auswahl. In jedem Raum nur ein Belag, entweder Fliesen oder Laminat. ABER es gibt verschiedene „Klimate“ in jedem Raum. Zugig und damit kühler vor den Türen und Fenstern. Wärmer vor den Heizungen. Die Wechsel sind nur wenige Schritte entfernt. In der Box hat der Hund diese Wahl nicht.
    • In der Box staut sich die Wärme. Im Winter angenehm, im Sommer eher ungünstig.
    • Wenn es mal richtig, richtig dringend ist und der Hund kaum oder keine Zeit mehr hat, um sich zu melden, macht er eventuell auf seinen Liegeplatz und liegt dann vielleicht drin. Ohne Box hätte er es vielleicht noch drei Schritte weiter geschafft. Ohne Box geht er aber vielleicht lautlos immer nur drei Schritte weiter.
    • Wenn der Hund unruhig ist, Blödsinn macht etc. wird eine Box gerne als „Lösung“ eingesetzt. Behandelt wird aber nur das Symptom und nicht die Ursache.
    • Die Box als Trend birgt ein Gefahrenpotential. Bei CM und in den USA kommen die Hunde ja auch immer schön in die Box (das kenn ich als Argument dafür, dass Hunde permanent weggesperrt werden).
    • Die positive Verknüpfung „Box=Ruhe/Schlaf“ kann beispielsweise Transporte für das Tier deutlich angenehmer machen.
    • Eine Box bietet Schutz.
    • Mit ausreichend Vorsicht und Planung geht es oft komplett ohne Box und trotzdem sicher.

    Eine Box hat also generell nicht nur Vorteile, aber generell auch nicht nur Nachteile. Genauso wie eine Leine. Die kann auch missbraucht werden aber ist erstmal für die Sicherheit da. Schränkt den Hund ein, schützt ihn aber auch.

    Gerade hat mein Hirn ne komische Frage gestellt: Gab es auch bei den Anfängen der Leine vielleicht so eine ähnliche Diskussion wie hier gerade im Thread?

    Denn das Prinzip ist ja sehr ähnlich. Sie ist zum einen Schutz und Hilfsmittel. Zum anderen kann sie aber auch eine Gefahr darstellen und sogar zur Strafe genutzt werden. Außerdem begrenzt sie den Hund und macht es dem Halter einfacher, den Hund zu kontrollieren.

    Ist natürlich kein 1:1 Vergleich aber es gibt viele Parallelen.

    Ich verstehe nicht, dass sie es nicht verstehen. Der Hund ist doch ein Teil des Lebens, warum also sollte man ihn auf seinem letzten Weg nicht begleiten wollen? Gerade dann möchte man doch bei seinem Hund (oder auch anderem Tier) sein.
    Ich bin mir zB auch sicher, dass mein Kater damals extra auf mich gewartet hat, um in meinen Armen zu sterben. Warum sollte ich ihm das verweigern wollen?

    Nicht jeder, PocoLoco. Und auch das verstehe ich. Ich find es nicht schön. Aber ich verstehe es.

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    Der letzte Atemzug. Das Erschlaffen. Vielleicht noch ein kleiner Tremor. Wie das "Leben" die Augen verlässt. Ja, es gehört dazu. Aber es ist sehr schmerzlich. Und nicht immer so friedlich, wie erhofft.

    Für mich ist es ganz wichtig - auch wenn es mich zerreißt - auch in diesem Moment so viel Ruhe geben zu können, wie ich nur kann. Vertrautheit. Liebe. Das Gefühl: Der Dosenöffner ist für mich da. Das Gleiche wie vor und während jeder unangenehmen Behandlung, vor jeder Narkose. "Du machst das ganz toll. Fein. Gleich hast du es geschafft. Du machst das super, Maus! Du bist nicht allein. Wir schaffen das.... Ich liebe dich."

    Bei meiner Seniorin hab ich mich einfach nur bedankt, während ihr Rudel drumherum saß und lag und ebenfalls Abschied nahm.

    Und innerlich hat es mich zerrissen. Aber es hätte mich mehr zerrissen, wenn ich nicht für sie dagewesen wäre. Egal ob Einschläfern oder Einschlafen - Liebe und Verantwortung heißt für mich, von der ersten, bis zur letzten Sekunde. (wenn es irgendwie möglich ist)


    Meine Oma würde sich von so einer Erfahrung aber nie wieder erholen, z.B. Sie kann es nicht. Aber sie hat mich als Sterbebegleiter ihrer Tiere.

    So ein Katzenklo mit Streu ist halt auch supertoll zum Buddeln...(das entdecken eure Hunde nicht als erste)


    An deiner Stelle würde ich da gerade mal einen Fragenkatalog aufstellen und ein Tagebuch führen.
    Das ist auch hilfreich, wenn du hier zielgerichtete Antworten möchtest.


    - Wann passiert das?
    - Wie oft und wann geht ihr raus, wie oft seid ihr draußen, lösen sich die beiden draußen entspannt und sind dann auch leer?
    - Ist die Hündin läufig?
    - Hat die Hündin vielleicht schon unbemerkt eine Duftmarke gesetzt und der Rüde macht "nur" drüber?
    - Sind die Hunde kastriert?
    - Wie reinigt ihr die Pinkel- und Kotstellen?
    - Welche Untersuchungen wären sinnvoll?
    ....

    Du musst mir mal auf die Sprünge helfen, @WeisserWolf07 - die kleine Hündin ist "undicht". Daraufhin habt ihr beide Hunde zum Schlafen in den Wintergarten gebracht? Jetzt von dem gefliesten Boden abgesehen: Aus welchem Grund?
    Wo haben sie vorher geschlafen?

    Wurde gesundheitlich denn irgendwas abgeklärt?

    Wie oft geht ihr raus? Lösen sie sich da gerne und entspannt?
    Gab es vorher Probleme bei der Stubenreinheit des Rüden?
    Ist die Hündin vielleicht gerade läufig?

    Mir wäre es ehrlich gesagt zu anstrengend, dann die ganze Zeit auf die Hunde zu achten, damit sich Madame Rotti nicht doch verletzt. Klingt nicht nach entspannten Feiertagen. Zumal, wenn es jetzt das erste Mal mit beiden Hunden in der gleichen Wohnung ist, die Hunde sich vermutlich auch nicht direkt entspannen werden. Da muss die ganze Zeit ein bis zwei Augenpaare drauf sein. Und falls beim Rotti noch Schmerzen bestehen oder sie sich aufgrund der Verletzung noch unsicher fühlt... dann könnte ein "Eindringling" in ihrem Bereich vielleicht ein großer Stressfaktor für sie sein.

    Dann lieber kurze Besuche, Hund fremdbetreuen lassen (wenn möglich), Telefonate, Skype...

    Und wenn alles verheilt ist und die Hunde sich in Ruhe kennenlernen durften, feiert ihr einfach euer Weihnachten und euer Silvester nach. Das ist ja nicht nur an diesen Terminen möglich, wenn alle feiern. :smile:

    Aber inwiefern kann es dann denn als Handel und als Verkauf abgestempelt werden? Wenn sich hier einige schon so an dem Wort "Adoption" aufhängen, und mit Handel und Verkauf kommen - dann ist es doch ne Ware. Und bei ner Ware will ich Gewinn machen.
    Machen viele Vereine aber nicht. Da wird mehr reingesteckt, als die Schutzgebühr. Sowohl finanziell als auch an Herzblut. Hauptsache, die Tiere erhalten ein schönes Zuhause. Da steckt man auch mal selbst rein.

    Ist nicht überall so - ich weiß.

    Aber zu sagen: Das ist ein Handel. Und: Das ist doch deren Fehler.

    Das ist arg empathielos. Sowohl den Tieren, als auch den Menschen gegenüber.

    Viele verstehen auch nicht, warum ich bei Einschläferungen immer dabei bin. Sie wenn möglich nach Hause verlegen lasse. Das ist doch so ein schrecklicher Moment. Warum tu ich mir das an? Warum mach ich das sogar im eigenen Zuhause, das erinnert doch dann noch viel mehr an diesen schrecklichen Moment. Das kann ich wiederum sehr gut begründen.