Beiträge von straalster

    Wie gross die Belastung ist, kann ich nicht sagen, weil ich den Hund nicht kenne.Das muss alleine die TE abschätzen.

    Natürlich sollte man die Nachteile auflisten/bedenken. Hinweise geben, woran man ausmachen könnte ob das jetzt ein Erziehungsproblem ist, was noch "altersentsprechend" ist.
    Aber am Ende kennt hier keiner den Hund.


    Ich finde einfach den Trend hier im DF bedenklich Kastration auf biegen und brechen abzulehnen.

    Natürlich sollte man es nicht leichtfertig tun und es hilft auch nicht gegen Erziehungsdefizite. Aber hier (nicht in dem Thread, aber im DF allgemein) wird teilweise enorm viel Druck ausgeübt (vielleicht unbewusst(?)), dass Leute wo Hunde wirklich extrem starke Probleme haben, trotzdem nicht kastrieren und am Ende mit einem kranken Hund zu Hause sitzen und an Dingen teilweise Jahre rumtrainieren, für die es in der Form keine Lösung gibt.

    Ich verstehe, was du meinst. Selbst bin ich auch kein Gegner davon - mag beide Extreme nicht. Kastra ist nicht die Lösung für alles aber eben die Lösung für manches.

    Für mich klingen die Beschreibungen nur eben aktuell ganz einfach nach einem Hund, der nicht immens belastet sondern ganz normal ist. Er kann noch spielen. Er lässt sich abrufen. Nur Social Walks und Hundebegegnungen müssen eben gerade gemanaged werden.

    Klar entdeckt der gerade seine Hormone. Wäre ja auch komisch, wenn nicht.
    Aber ein "Leiden" sehe ich hier nicht. Außer vielleicht bei der Halterin, die ihren Hund laufen lassen will aber stattdessen aufpassen muss.
    Aber der Hund kotzt nicht vor Aufregung oder verweigert Futter, hat scheinbar keine schlaflosen Nächte soweit ich das rauslese. Es ist einfach nur im direkten Kontakt gerade nicht alles rosig. Aber selbst da lässt er sich ablenken und abrufen.

    Da sehe ich kein übersteigertes Sexualverhalten, sondern eben einen Hund, der gerade Grenzen testet und Hormone entdeckt.

    Gibts den dieses Rudel hier?
    Einem Hund der 14 Monate alt ist, gar keinen Hundekontakt (hier scheint ja nicht mal nebeneinander laufen möglich zu sein, ohne das der Hund sein Hirn ins Nirvana schiesst) über eine sehr sehr lange Zeit, finde ich nicht gut.
    Das ist ja auch Stress pur für den Hund und Stress macht krank.

    Ich bin wahrlich kein Beführworter von Kastra, aber ich finde es bedenklich einen Eingriff in den Hormonhaushalt abzulehnen, wie es hier im Forum propagiert wird.
    Hat ein Hund übertriebene Probleme mit dem Umgang mit seinen Hormonen und deutet es sich an, dass er davon Krank wird oder schon krank ist, dann tu ich das, was medizinisch notwendig/ möglich ist um meinem Hund zu helfen.

    Solange er ansprechbar bleibt und sogar spielen kann, während andere rumtoben - da würde ich auch erstmal noch warten. Er muss ja erstmal Zeit haben, um mit den Hormonen klarkommen zu können.

    Ich würde zunächst erstmal die Social Walks nicht ständig mitmachen - die Reize also etwas reduzieren bzw. dosieren, um den eventuell bestehenden Stress zu verringern.


    Aber eine riesige Belastung sehe ich hier noch nicht, solange er sich ablenken lässt und ansprechbar bleibt.

    Mach das ganz allmählich. N bisschen Reis dazu. Wird das vertragen? Super.
    Bisschen Hühnchen dazu. Wird auch vertragen? Super.
    Dann vielleicht mal ein Stückchen Futter dazu.

    Also wirklich Schritt für Schritt. Und wenn irgendwas wieder durchhaut, weißt du dann direkt, woran es liegt und kannst die Zutat weglassen.

    Mein Dicker hat etwa mit 1,5 /2 Jahren einen Chip bekommen, weil gar nichts mehr ging. Besteigen oder Luft rammeln hat er sich nicht getraut, aber hat sich in einer Tour übergeben, nichts mehr gefressen, war kaum noch ansprechbar in den Zeiten, wenn hier in der Umgebung viele Hündinnen läufig waren. Der Chip hat zwei Jahre gehalten und geholfen.
    Dann wurde es nochmal schlimm (wollte ich eigentlich aussitzen aber ging nicht, Kastra wollte ich auch dennoch noch nicht). Also gab es einen zweiten Chip. Wieder circa zwei Jahre gehalten.

    Mit fortschreitendem Alter wurde es dann tatsächlich besser bei ihm. Er hatte nach Ablauf des zweiten Chips nochmal so ne Art kurze "Pubertät" aber bei weitem nicht so schlimm, wie beim ersten Mal. Jetzt kann er problemlos mit seinen Hormonen umgehen.

    Auf der anderen Seite haben wir einen Hund in der Familie - Chip probiert, hat kein halbes Jahr gehalten. Er wurde dann auf Anraten mehrere Tierärzte und weil bei ihm wirklich gar nichts mehr ging kastriert.

    Gerade mit Oma gesprochen. Also die Hunde würde sie gerne treffen aber bitte nicht die Rinder.
    Finde ich dezent seltsam, denn meine Oma hat sowohl auf nem Hof gelebt als auch in einem Kuhstall gearbeitet :denker:

    Außerdem kann ich gerne auf deine Weide, Chris. Zitat meiner Oma: "Der Hund ist wie die du. Du würdest auch sitzen bleiben."