Kommt mir sehr bekannt vor.
Schubladendenken ist in der heutigen Zivilisation nicht notwendig, oder sehr oft unangebracht, hatte aber früher das Überleben gesichert und ist im Menschen mehr oder weniger fest verankert.
Nicht nur damals, sondern auch heute betrachtet ist Schubladendenken notwendig. Vielleicht nicht zum Überleben.
Aber zum Zurechtfinden und ab und an vielleicht auch, um sich selbst besser zu fühlen.
Das ist einfach so. ![]()
Es ist aber sowohl verständlich, als auch schade, dass sich dadurch zwischenmenschliche Fronten immer so verhärten können. Und teils zu Überlegenheitsbeschuldigungen führen können. (Obwohl derjenige vielleicht gar nicht überlegen sein wollte, sondern einfach sein Ding macht). So in etwa wie zur Hexenverfolgung:
"Ihre Wäsche ist weisser als meine! Sie muss eine Hexe sein! Lasst sie uns verbrennen!"
Anstatt mal nachzufragen, warum die Wäsche so weiss ist oder es zu ignorieren, wird eben verurteilt.