Beiträge von straalster

    Kommt mir sehr bekannt vor.

    Schubladendenken ist in der heutigen Zivilisation nicht notwendig, oder sehr oft unangebracht, hatte aber früher das Überleben gesichert und ist im Menschen mehr oder weniger fest verankert.

    Nicht nur damals, sondern auch heute betrachtet ist Schubladendenken notwendig. Vielleicht nicht zum Überleben.

    Aber zum Zurechtfinden und ab und an vielleicht auch, um sich selbst besser zu fühlen.

    Das ist einfach so. :ka:

    Es ist aber sowohl verständlich, als auch schade, dass sich dadurch zwischenmenschliche Fronten immer so verhärten können. Und teils zu Überlegenheitsbeschuldigungen führen können. (Obwohl derjenige vielleicht gar nicht überlegen sein wollte, sondern einfach sein Ding macht). So in etwa wie zur Hexenverfolgung:


    "Ihre Wäsche ist weisser als meine! Sie muss eine Hexe sein! Lasst sie uns verbrennen!"

    Anstatt mal nachzufragen, warum die Wäsche so weiss ist oder es zu ignorieren, wird eben verurteilt.

    Leider wird der eigene Aufwand bei der Ernährung ja zerstört, wenn der Nachbar /Zweithalter dem Hund dann etwas anderes gibt. Das kann aber im Prinzip nur der Halter vermeiden. Wenn ich bemerke, dass der Nachbar den Hund "vollstopft" weil er ihn mit leerem Magen bekommen hat.... Das klingt alles ein wenig nach Unkenntnis oder auch Überforderung.

    Auch "Tür zu und Hund bleibt draußen." Okay, ist auf einem gesicherten Gelände und bei gegenseitigem Einverständnis mit den Nachbarn vielleicht in Ordnung, aber bei Wohnung stelle ich mir immer Mehrfamilienhaus und Nachbarn vor, die das vielleicht nicht so lustig finden. Und dann wird darauf gewartet, dass der Hund verzweifelt genug ist, doch noch reinzukommen?

    Bei meinen Tieren zu erleben, dass sie aus purer Verzweiflung zu mir kommen, weil sie keine andere Wahl haben.... uff. Würde mir das Herz brechen.

    Sieh es einfach mal aus Sicht deines Hundes, Wasti9 .

    Bei dir hat er Hunger. Anscheinend?

    Bei der Wohnung hat er anscheinend eine Abneigung, aus welchem Grund auch immer.

    Bei dem Nachbarn oder quasi mittlerweile Zweitbesitzer, denn der Nachbar hat und versorgt den Hund ja scheinbar auch nicht gerade erst seit gestern auf eigene Kosten, bekommt er Futter und Zuwendung und geht gerne mit.

    Jetzt gerade kannst du nur an dir selbst arbeiten und schauen, ob du an den Punkt kommst, wo der Hund von sich aus mit zu dir mag. Nicht der Hund muss an sich arbeiten, sondern du an den Umständen.

    Ich finde, dass solche Analysen versuchen, aus Veganismus etwas zu machen, was er nicht ist.

    Ob ich aus ethischen Gründen (als Beispiel) vegan lebe oder keinen Zucker, kein Öl und kein Gluten esse, weil ich meine, dass das alles krebserregend und sehr ungesund ist - wo ist da der Unterschied?

    Das ist wahrscheinlich zum Teil auf das Schubladendenken zurückzuführen. Alle Frauen sind so und so, alle Männer sind so und so, alle Veganer wollen bekehren. Nur wenige fragen nach, warum, wieso, weshalb ein Individuum so ist, wie es eben ist bzw. eine Entscheidung für sich getroffen hat.

    Und als eine von denjenigen, die doch recht oft nachfragen, weiß ich wie häufig man für das Nachfragen eine auf den Deckel bekommt. (nicht nur auf Ernährungsfragen bezogen)

    Dabei hab ich einfach Interesse an der anderen Person und ihren Beweggründen - ich will weder verurteilen noch bekehren. Aber mir ist es auch schon zeitweise vergangen, nachzufragen. Nicht etwa, weil mir jemand sagte, er möchte das nicht beantworten. Sondern weil ich direkt angegriffen wurde, weil sich der Gefragte seinerseits durch die Frage angegriffen fühlte.

    Manchmal ist es ganz schön frustrierend mit den Menschen und manchmal ist es eben auch ein dummer Teufelskreis. Der eine mag nicht mehr gefragt werden, weil er damit etwas Negatives verbindet. Der andere mag nicht mehr nachfragen, weil er damit etwas Negatives verbindet. Verständnis und die Kenntnis über die ganze Bandbreite an Gründen kann damit eben nicht zustande kommen.

    Bei meiner Hündin ist das teilweise auch "nicht proportional" seit sie das Trio hatte. Könnte auch locker von einem Hund der drei- bis vierfachen Größe stammen an manchen Tagen. Ab und an ist das einfach so, obwohl sich am Futter und an ihrer Gesundheit nichts geändert hat. :ka:

    Ja gut, ich ging davon aus, dass der Herr (wie ich auch) den Kotbeutel schon zugeknotet hat. So mach ich das zumindest, nachdem ich was aufgesammelt habe - es sei denn, es ist wirklich wenig Kot und ich weiß, dass Dino nach ein paar Metern nochmal was fallen lässt.

    Du kannst die auch zuknoten und wieder öffnen. Oberes Ende fest zusammendrehen und dann einen eher losen Knoten rein.

    Weiß ich aber auch nur weil ich ansonsten bei meiner Anzahl an kleinen Hunden mehrere Rollen pro Woche verbrauchen würde.