Beiträge von straalster

    Es ist einfach traurig, dass solche "Quoten" aber durchaus notwendig sein können, um zum Umdenken zu bewegen oder Frauen in der Berufswelt beziehungsweise in gewissen Branchen eine reelle Chance zu geben.

    Wäre das Denken eben: Wer am besten geeignet ist bekommt den Job, unabhängig vom Geschlecht - dann wäre alles super. Dem ist aber (noch) nicht so.

    Ich kann auch ganz viele lustige Geschichten erzählen, von Männern die extrem zufrieden mit meiner Arbeitsleistung sind - bis sie dann mitbekommen, dass ich eine Frau bin. Dann ist die Arbeitsleistung ganz spontan nicht mehr toll und sie fangen an zu diskutieren. Oder von meiner Freundin, die in einem "Männerberuf" ständig dumme Sprüche kassiert, obwohl sie Leistung bringt ohne Ende.

    Man darf auch nicht vergessen, dass junge Frauen gerne mal aussortiert werden aus dem Bewerbungshaufen weil: Könnte ja ein Kind bekommen und dadurch ausfallen.

    Zumindest beruflich in manchen Branchen müssen sich Frauen deutlich mehr abrackern, um auch nur minimal weiterzukommen - weil einfach noch zu viele Vorurteile in den Köpfen stecken. Und die Quote kann eben ein Hilfsmittel sein, um wenigstens hier und da damit aufzuräumen. Es gibt Frauen wenigstens die Chance, sich durch Leistung zu beweisen. Hoffe ich zumindest.


    @blubbb  @Dakosmitbewohner ihr habt glaube ich einfach aneinander vorbeigeredet. Für blubbb ist es ja auch keine Emanzipation, wenn jemand sowas macht wie von dir beschrieben Dakosmitbewohner. Das war einfach ein Missverständnis, wie es scheint.

    Konnte frau das auch verstehen? :D:p:D

    Kannst du das nochmal ganz langsam und mit einfacheren Wörtern schreiben? :???:Ich bin nämlich auch noch blond :D


    Wenn man bei solchen Themen von DEN Frauen spricht, ist, für mich zumindest, völlig klar das das nicht für ALLE Frauen gilt.

    Ich gehe bei sowas von der wahrgenommenen Mehrheit aus, das ist zwar auch wieder eine subjektive, persönliche Größe, aber natürlich die Basis der eigenen Erfahrungen.


    Da ich selber Hausmann bin, meine Frau nur in die Küche lasse wenn es Nudeln mit Rührei oder was zum Aufwärmen gibt, behaupte ich von mir das ich sicher nicht zu den Biertrinkenden Stammtisch Machos gehöre die Frauen als Gummipuppe mit Bierhol-Funktion sehen.

    Du lässt deine Frau nicht in die Küche:shocked: Aber sonst darf sie sich frei bewegen, oder?;):D

    Und jetzt Spaß beiseite: Ja, ich verstehe das. Aber tendenziell hat die Verallgemeinerung (sofern außerhalb des privaten Rahmens) eben genau diesen Effekt: Es wird falsch verstanden und Fronten verhärten sich sehr schnell.

    Deswegen finde ich den Austausch hier auch sehr schön, weil eben deutlicher wird, dass Diskriminierung alle betrifft. Ganz unabhängig von irgendwas. Es lässt sich nicht leugnen, dass Frauen in gewissen Bereichen lange Zeit den Kürzeren gezogen haben. Und Männer dafür in anderen Bereichen.

    Mich nerven die Vorurteile. Auch die in meinem eigenen Kopf. Ich bin von denen genauso wenig frei wie alle anderen. Und ich finde es toll, dass mittlerweile so viele um Verständnis bemüht sind. Und jeder Person die vermeintlichen Feminismus oder vermeintliche Emanzipation oder sonst irgendwas vermeintliches als Klischee oder Hilfsmittel verwendet, um selbst einen Vorteil zu haben halte ich gerne mal den Spiegel vor.

    Bemerkenswertes Gespräch dazu:

    Umzug einer Freundin, natürlich vom Dachgeschoss ins Dachgeschoss und beide Häuser ohne Aufzug.

    Ein Freund von mir schleppt und schleppt und schleppt. Irgendwann hab ich bemerkt, dass es ihm schlecht geht und er es nicht zugeben möchte (darf man als Mann ja nicht) und hab ihm den aktuellen Karton aus der Hand genommen, damit er erstmal Pause machen kann.

    Die beiden selbstdeklarierten "Feministinnen" unter den Umzugshelfern kommentierten das mit: Ob es ihm nicht peinlich sei, dass jetzt eine Frau seine Arbeit macht. Könne ja nicht sein, dass er mich schleppen lässt. Das sei schließlich Männerarbeit. Und ich wurde auch gleich noch ermahnt, dass es jetzt aber sehr unfeministisch von mir sei, dass eine Frau mal wieder etwas für einen Mann macht.

    :doh:

    "Ist es euch nicht peinlich, dass ihr als "Feministinnen" gerade das Wort Männerarbeit benutzt und mir als Frau meine freie Entscheidung Kartons zu tragen abgesprochen habt?"


    Muss ich noch erwähnen, dass sie mich nicht mehr mögen? :D

    Offensichtlich kann man mich verstehen.

    Also wenn schon denn schon "frau" kann dich verstehen ;):lol:

    Mein Problem daran ist das gleiche wie bei so vielen anderen Sachen: DIE Frauen, DIE Männer, DIE Hundehalter gibt es nicht. Aber man wird in die gleiche Schublade gehauen, wie diejenigen, die sich vielleicht einfach nur daneben verhalten oder versuchen Macht auszunutzen.

    Und die gibt es überall. Und mit diesen einzelnen möchte ich nicht in einen Topf geworfen werden. Deswegen verhärten sich die Fronten da auch manchmal ganz fix, weil es in gewisser Weise als persönlicher Angriff empfunden wird, weil DIE FRAUEN/MÄNNER/HUNDEHALTER JA ALLE so sind - obwohl man selbst eben nicht so ist.

    Mimimimi du armer armer Mann. Sollen Feministen jetzt auch was für dich durchsetzen oder kriegst du vielleicht selber denn Hintern hoch und machst was ?

    Und da endet die sachliche schöne Unterhaltung...

    Ich hatte das Soldatinnen-Beispiel von Dako so verstanden, dass die eine Frau tatsächlich gleichberechtigt vorgeht - indem sie eben keine Sonderbehandlung erwartet.

    Und die andere zieht - in Ermangelung einer besseren Formulierung - die "Frauenkarte" und erwartet eine Sonderbehandlung, obwohl sie gleichberechtigt sein will.

    Kommt das in etwa hin, @Dakosmitbewohner?

    Das Akzeptieren wäre schön aber wird wohl noch dauern. Ist eben ein Prozess. Und die Sprache trägt nun einmal einen Teil zum Denken und damit zur Einstellung bei. Aber ich finde den Ansatz "wir setzen das rigoros durch mit der Sprache und dann denken alle um" einfach unwahrscheinlich künstlich.