Mich stört es überhaupt nicht, wenn ein guter, kompetenter und verantwortungsbewusster TA sich eine goldene Nase verdient. Was mich aber stört sind die "schwarzen Schafe" die vollkommen unnötige Untersuchungen machen wollen oder gar machen, und damit den Geldbeutel der Besitzer vor allem aber die Tiere belasten.
Als Beispiel hierzu:
Meine Seniorin musste Antibiotikum bekommen. Es war Hochsommer. Ich musste für einen knappen Tag am Wochenende weg und meine Mutter hatte meine Hündin in Betreuung. In diesen 16 Stunden der Betreuung trank und fraß sie nichts, was bei ihrem stolzen Kampfgewicht von nicht einmal 4kg und angesichts der hohen Temperaturen und des Infekts natürlich bedenklich war.
Mir war klar, dass es am Antibiotikum liegt (weil wir genau diesen Fall bei anderen Antibiotika schon mehrfach bei ihr hatten - die Tabletten schlugen ihr schlicht auf den Magen). Also Tierklinik, um das Antibiotikum spritzen und ihr Elektrolyte geben zu lassen und eventuell noch MCP für den Magen (denn meine TAs waren am Wochenende nicht da).
Ich hab da deutlich geäußert, woran es liegt und was ich möchte. Habe erklärt, dass der Fall schon mehrfach eingetreten ist bei anderen Mitteln und es wirklich nur der Magen ist.
Stattdessen wollten die TAs Röntgen und CT - wofür mein Hund hätte sediert werden müssen, was sie lebenslang nicht gut vertragen hat.
Und weil ich das ablehnte kam erstmal, "na so sehr könne ich wohl nicht an meinem Hund hängen" samt weiteren Versuchen mir ein schlechtes Gewissen einzureden, damit sie die Untersuchungen durchführen können. Dabei konnte ich die Krankenakte von vorne bis hinten auswendig und wollte meiner Hündin einfach unnötigen Stress und unnötige Belastungen ersparen.
Jahre später hab ich von anderen Tierärzten erfahren, dass das in dieser Klinik Gang und Gäbe ist. Hauptsache viele kostenintensive Untersuchungen machen, ob notwendig oder nicht, ob belastend für das Tier oder nicht. Und das geht für mich gar nicht.