Was genau ist denn eigentlich der Welpenblues für euch?
Beiträge von straalster
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Ich bin fest überzeugt, dass es den Welpenblues schon immer gab.
Das glaube ich für meinen Teil nicht. Ich denke, das kam auch mit der veränderten Beimessung von "Wert des Tieres" auf. Ich kenne auch noch Regionen und Zeiten, da blieben die großen Hunde draußen. Katzen mit ins Haus? Um Gottes Willen. Tier ist krank? Tja, entweder wird es wieder oder.... kurzer Prozess halt.
Die emotionale Verbindung und das Verantwortungsgefühl waren tendenziell ganz anders.
Erlebe ich heute auch noch teilweise so.
Das Tier ist ja Familienmitglied. Also außer.... es ist krank oder aus einem anderem Grund nervig. Dann hat sich das ganz schnell mit dem Familienmitglied. Dann ist es doch nur wieder ein austauschbares Haustier.
Und Menschen, die Welpenblues haben - die haben den ja nicht aus DEM einen Grund. Bei manchen ist es Erschöpfung (weil der Schlaf unterbrochen ist). Bei anderen sind es Hormone - die durchaus durch reinen Blickkontakt ausgeschüttet werden können (dafür braucht es weder eine Schwangerschaft noch biologische Verwandschaft). Bei anderen vielleicht Zweifel.
Das direkt zu pathologisieren finde ich unsinnig. Es ist eben eine Umstellung.
Frischgebackene Mütter und Väter, die sich am liebsten heulend im Bett verkriechen würden, weil die Praxis dann doch anders ist und sie sich gerade überfordert fühlen - sollten die sich auch mal zusammenreißen und sind psychisch betrachtet Weicheier? Oder bräuchten sie einfach mal ne Runde Verständnis und das Wissen, dass sie keine Versager sind und es vielen so geht?
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Für mich spielen die neuen Medien eine große Rolle beim Welpenblues.
Heute tauscht man sich pausenlos aus und lies/hört von Welpen- Hundeerziehung in einer Perfektion ... dadurch entsteht einfach ein zusätzlicher Druck, der nicht sein müsste.
Früher, als ich Kind war
, kam ein Welpe in die Familie und dann war der halt da. Der wurde einfach groß und war da, fertig.Heute, und ich lasse mich da echt mitreißen..., bereitet man sich vor, informiert sich über die Rasse, es gibt Regeln was der Welpe wann und wie darf ...
Bei uns zieht in 2 Wochen ein Welpe ein und 2 Tage später kommt schon der Trainer zur Einzelstunde damit alles mit dem Ersthund klappt

Es ist einfach kein Platz mehr für Sorglosigkeit ...
Ich hab offen gesagt ein Problem mit dem "früher".
Früher bei meinem Ur-Großonkel, wurden Tiere einfach generell respektiert. Ja, sie waren alle Nutztiere - aber der Umgang mit ihnen war respektvoll und angepasst. Trotzdem hatte selbst der langjährige Bauer eine Heidenangst vor den Gänsen.... (weil er ihre Körpersprache nicht verstand)
Und dann gibt es noch das Früher, wo Welpen und Kitten ersäuft oder gesteinigt wurden. Und das Früher, wo es Schläge und Tritte gab. Das Früher, wo Tiere keinen Tierarzt gesehen haben, sondern ne Kugel oder Schaufel reichte, wenn sie krank wurden. Wo sie an der Kette lagen.
Also so richtig super finde ich die vermeintliche damalige "Sorglosigkeit" nicht.
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Für mich gibt es DEN Welpenblues übrigens nicht. Aber ich hab bei jedem Tier, für das ich die Verantwortung übernehme, eine zeitlang Bedenken gehabt.
Aufgewachsen zwischen Haustieren und auf dem Bauernhof, war mir die Verantwortung für Tiere schon immer klar. Finanziell in Hinblick auf Futter, ärztliche Versorgung, Steuern, gegebenenfalls Betreuung usw. Zeitlicher Aufwand. Nervlicher Aufwand. Ich habe mit dem angefahrenen und inkontinenten Kater auf Badezimmerfliesen geschlafen, mit der angefallenen Henne im Stall und hab Nachtwache bei kranken Schweinen gehalten.
Für mich ist es bei jedem Tier: Ich übernehme Verantwortung für ein Lebewesen. Ein Leben lang. Und, dass man sich da erstmal reinfinden muss und das erstmal sacken lassen muss, finde ich mehr als verständlich.
Es ist einfach ungewohnt und für manch einen eine große Veränderung.
Dass das von manchen hier als neumodische Erscheinung und fast schon Schwäche hingestellt wird, sich über die Empfindungen auszutauschen.... ufff...
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Bevor darüber geurteilt wird: Was genau ist eigentlich der Welpenblues?
Sind das ein paar Tage? Sind das ein paar Wochen? Ist das Heulen? Verzweiflung? Frust? Angst vor der neuen Verantwortung?
Ich finde es gerade erschreckend, wie hier darüber geurteilt wird. Ähnlich, wie es bei Depression ist. Depression kann sehr viele Facetten haben und unter anderem durch soziale Medien und online Austausch hat sich dieses Tabu-Thema zum öffentlichen Diskurs entwickelt. Hat sich das Bild davon verändert.
So ähnlich sehe ich das beim Welpenblues auch. Es gibt mittlerweile die Möglichkeit sich auszutauschen, sich Hilfe zu suchen und nicht nur "reiß dich halt zusammen, wir haben alle mal schlechte Tage".
Auf der einen Seite wird rumgeningelt, wenn jemand nicht reflektiert. Auf der anderen Seite kommen Verurteilungen, wenn jemand seine Gefühle mitteilt.
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Das Argument: "In der Natur ist es aber so und so...." Das kann ich wirklich nicht mehr hören. Genauso wie "Alles eine Sache der Erziehung".
Wir sind nicht in der Natur. Unsere Hunde leben nicht in der Natur. Der Genpool wurde nicht natürlich selektiert, sondern ist von Menschen gestaltet. Da hat sich nichts evolutionär entwickelt und die "Schwächeren" werden nicht aufgrund der natürlich gegebenen Umstände ausgesiebt.
Hinzu kommt eine Hundedichte, die mancherorts ständig steigt - was auch den Stress steigen lassen kann. Und schlicht und einfach der Unterschied zwischen Wölfen und Hunden, der nicht wegzuleugnen ist.
Deswegen eine Kastrationspflicht einzuführen fände ich schon aufgrund der schlechten Kontrollierbarkeit sinnfrei. Aber könnte nicht endlich mal das "In der Natur" und "Erziehungsfrage"-Gewäsch aufhören? Das wird bei der Frage zur Kastration nämlich ständig angebracht und ist Unsinn.
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Was ist denn Ofengemüse?

Einfach im Ofen gegartes Gemüse.
Ich ruf mal Phonhaus , sie hat ein sehr leckeres Foto von ihrem Ofengemüse gemacht.

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Spaghetti mit Flusskrebs-Frischkäse-Tomatensauce
Cheese Naan und Tomato Shorba
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Vorausgesetzt, der Boden eignet sich für den Anbau und es ist ausreichend Wasser vorhanden – könnte ich mir das sehr gut vorstellen. Wenn ich jetzt mal die Fläche meines Gartens, den Anbau und Ertrag hochrechne – wir Menschen kämen definitiv übers Jahr. Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte, Pilze, Getreide. Hügelbeete und Spalierobst für schnelle, hohe und frühe Erträge. Alte Obstsorten, die sich gut lagern lassen. Hühner und Tauben bzw. Geflügel, Kaninchen und eine kleine Fischzucht.
Ich denke, mit einem ordentlichen Plan lässt sich da schon ausreichend rausholen. Sofern eben die Bedingungen gegeben sind.
Aber ob ich zusätzlich mein Rudel durchbekommen würde…. Hm. Das bezweifle ich ganz stark.
Dazu kommen dann auch noch die Gefahren. Niederschlagsarme Jahre. Menschen, bei denen der Anbau vielleicht nicht so gut läuft und die dann schon mal bei anderen „ernten“ gehen. Wildtiere, die Pflanzen fressen/zerstören. Unpassende Bodenqualität. Schädlinge und Krankheiten, die einen Großteil des Ertrags zerstören können... Da könnte es eng werden.
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