Beiträge von straalster

    Was ich bei dem Schulhund merkwürdig finde: Wenn das Verhalten doch so auffällig und grenzwertig gefährlich seien sollte, wie kommt es, dass sich kein Elternteil beschwert. Sind doch wahrscheinlich mehrere Klassen. Damit ziemlich viele Kinder und circa doppelt so viele Eltern.

    Und alle verkennen die "Gefahr"?

    "Schwindende Frustrationstoleranz" in unserer Gesellschaft ist existent.

    Das glaube ich nicht. Viel zitiert - definitiv. Aber ist es deswegen wahr?

    Wenn ich mir überlege, wie meine Kindheit und Jugend so aussah. Hm.

    Klar, die Menschen waren weniger offen. Irgendwas passte nicht? Gegenüber Kindern und "Schwächeren" gabs rechts und links eine verpasst. Für mich spricht das durchaus nicht für eine "höhere Frustrationstoleranz". Lediglich für einen anderen Umgang damit.

    Und ab und an sollten wir uns mal vor Augen halten, dass sich die äußeren Umstände und der Umgang mit vielen Sachen verändert haben. Was nicht bedeutet, dass die Menschheit jetzt schwächer ist.

    "Schwindende Frustrationstoleranz" in unserer Gesellschaft ist existent. Es gibt viele Zeichen, die das bestätigen, Überforderung ist allgegenwärtig.

    Das sind für mich zwei verschiedene Sachen. Überforderung kann auch ohne schwindende Frustrationstoleranz auftreten.

    Und bezüglich ironisch/sarkastisch/passiv-aggressiv:

    Für mich ist das weder ironisch noch sarkastisch und schon gar nicht passiv-aggressiv.

    Früher (wann auch immer das für jeden einzelnen war), war alles besser. Menschen waren früher härter im Nehmen. – sagen die einen.

    Für mich waren sie teilweise und verständlicherweise anders im Umgang mit Gefühlen und abgestumpfter.

    Zeit für Zweifel und Ängste gab es nicht. Man hat sich nicht so in Gefühle „reingesteigert“. – sagen die einen.

    Ich weiß von vielen, dass sie sowohl Zweifel als auch Ängste hatten aber diese entweder nicht zulassen konnten oder einfach nicht offen darüber gesprochen haben. Die Zeit und die Gefühle waren teilweise durchaus da. Nur der Raum und der Mut darüber zu sprechen nicht. Hat sich dann eben anders geäußert.

    Für mich ist das „früher war alles besser“ oftmals einfach eine Verklärung und eine merkwürdige Entschuldigung für eigenes Verhalten und eigene Unfähigkeiten.

    Ebenso wie „mir hat es nicht geschadet, geschlagen zu werden“. Wenn also jemand selbst zuschlägt oder Gefühle nicht zulassen kann, nicht öffentlich zulassen kann – tja, ist doch normal. Die Prägung hat denjenigen doch zu der supertollen Persönlichkeit gemacht, die er ist. Also muss es ja irgendwie eigentlich gut sein.

    Und Leute, die eben nicht laut werden oder zuschlagen, die nicht wegschauen, wegsperren - sondern stattdessen vielleicht einfach Tränen vergießen und vielleicht auch mal schlechter schlafen - eben weil sie anders sind, als "Früher" - die sind direkt vollkommen unnormal, brauchen professionelle Hilfe. - nach Meinung einiger.

    Nicht meine Meinung.

    Schick mir Deine Adresse, dann bekommst Du in zwei Wochen eine Dose Weihnachtsplätzchen :nicken:

    Das ist wahnsinnig lieb von dir aber ich hab letztens schon eine Pflanzenampel mit zwei Etagen bekommen - für meine Küchenkräuter:nicken::herzen1: Und eine neue Riesendecke mit Bezug in meinen Lieblingsfarben aus meinem Lieblingsmaterial. Katzengras. Kurzurlaub, für wenn ich wieder gesund bin.

    Ich bin unglaublich verwöhnt. :D:herzen1: (und unter anderem deswegen so gut konditioniert ;))