Beiträge von straalster

    Danke für deinen Bericht fulica - ich hab es gestern zum ersten Mal versucht und wurde wirklich nicht enttäuscht. Hatte bei Nordsee dreimal die Snacks für je 2,90 €. Hatte natürlich nicht mehr die komplette Auswahl aber immer noch recht viel vom Sortiment. Insgesamt 7 Brötchen und zwei Wraps für gerade mal 8,70 €. Und das kurz vor 20 Uhr.

    Normalerweise wäre das wenigstens dreimal so teuer gewesen.

    Werde ich jetzt immer mal versuchen, wenn es sich anbietet.

    Ok, ich dachte wir reden über realitätsnahe Finanzierungskonzepte und Neustrukturierung...

    Wenn ich mir den Bußgeldkatalog anschaue, was alleine Hundekot betrifft - würde sich das hier wirklich lohnen. Die Strafe beläuft sich auf 10 bis 100 Euro.

    Eine einfache Kontrolle, welche Hunde nicht angemeldet sind, ebenso. Das wäre in meinem Umfeld eine extreme Summe und dafür bräuchte es nur zwei Kontrolleure für ein paar Wochen.

    Ersthund 96, jeder weitere 192 Euro pro Jahr an Steuer - wäre n hübscher Bonus für die TA-Praxen.

    Und wenn sich niemand mehr spontan ein Tier zulegen kann, weil er gerade durchs Einkaufszentrum läuft, oder das Angebot bei Ebay doch so günstig ist - ja, ich bin der Meinung, dann nimmt die Anzahl generell ab. Nach und nach. Dann wären Haustiere nicht mehr so ein "Geschäft". Und es wäre vielleicht normaler, dass TAs ordentlich bezahlt werden und man nicht in die Notfallsprechstunde geht, wenn das Problem schon länger bekannt ist.

    Ich finde den Ansatz trotzdem falsch. Da gäbe es bessere Varianten, um nicht nur Tierärzte, sondern auch sämtliches anderes Personal in dem Bereich besser zu bezahlen und Vernachlässigung an Tieren zu verhindern.

    Wie sehen denn die anderen Varianten aus?


    Tiere nicht mehr in Baumärkten oder Zoohandel verkaufen. Weniger Tiere, weniger Spontankäufe, weniger unbedachte Tierhalter.

    Auch Katzen zwangschippen, anmelden und versteuern.

    Ich bin generell dafür, dass Tiere einfach direkt angemeldet werden. Wahlweise bei Geburt, Verkauf, Halterwechsel oder beim Tierarzt.

    Tier vernachlässigt? Heftige Geldstrafe.

    Kot liegen gelassen? Heftige Geldstrafe.

    Tier ungesichert? Siehe oben.

    Vorgeschriebene regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Bei Versäumnis ebenfalls Strafe. Oder Alternativ eine Art Bonuskarte – wer regelmäßig untersuchen lässt, bezahlt weniger.

    Eventuell eine verpflichtende Krankenversicherung für Tiere – die dann allerdings auch nahezu alles übernimmt, ebenso wie beim Menschen.

    Tierhalteverbote bei Bedarf

    Usw.

    Sämtliche Erlöse aus den Steuern und Strafen könnten zur Subventionierung genutzt werden. Natürlich wäre das erstmal Aufwand und würde Kontrolleure erfordern, könnte aber langfristig für Tierarzthelfer/Pfleger, Ärzte und Tiere eine Verbesserung bedeuten. Denn dann bekommen endlich die einen Vorteil, die sich wirklich kümmern. Und die, die meinen „so, mein Tier hat seit 5 Wochen den Tumor und seit 2 Wochen nichts gefressen – also geh ich jetzt mal Samstagabend in die Klinik“ die bekommen ganz generell eine auf den Deckel und müssen mehr zahlen.

    Ist natürlich auch nicht perfekt. Würde aber vielleicht mal ne Veränderung bewirken.

    Ne neue Katze bekomme ich bei Ebay für bereits 20 Euro. Warum also so ne teure Behandlung für die alte?

    auch jetzt dürfte eine Behandlung schon teurer als 20 € sein.. das Argument zieht also nur bedingt

    Natürlich nur bedingt. Ändert doch aber nix am grundlegenden Prinzip. Wer seinem Tier wirklich helfen will, der muss gegebenenfalls mehr zahlen. Wer für das Tier nicht so viel ausgeben oder Umstände hinnehmen will, der hat damit jetzt noch einen Grund mehr, erst recht nicht zum TA gehen.

    Bleibt doch damit fast alles, wie gehabt. Die "guten" Tierhalter bluten noch ne Runde mehr. Die Tierhalter, bei denen der Vierbeiner am Arsch vorbeigeht, gehen halt erst recht nicht mehr und lassen ihre Tiere leiden. :ka:

    Meiner Meinung nach der falsche Ansatzpunkt

    Eigentlich ist doch leider egal, was wo wie steht. Wenn das als Abschreckung verwendet wird, kommen im Fall der Fälle weniger Tiere zum Tierarzt. Da braucht sich doch niemand etwas vorzumachen.

    Derjenige, der aus Bequemlichkeit erst abends oder am WE geht, wenn schon seit Wochen etwas im Argen liegt - der wird mit Sicherheit nicht zusätzliche 50 € ausgeben, um sein Tier behandeln zu lassen. Der dreht sich auf dem Absatz rum und geht.

    Ne neue Katze bekomme ich bei Ebay für bereits 20 Euro. Warum also so ne teure Behandlung für die alte?

    Und alle, die sonstwas für ihr Tier machen und geben würden, die bezahlen jetzt noch ne Runde mehr - wenn es der TA darauf anlegt.