Beiträge von straalster

    Hätte Mann das kennenlernen mit Hund gestaltet hätte der Hund da gar nicht erst wohnen müssen...

    Die Frau mit der Erde hatte bestimmt den Schock ihres Lebens bei deinem Witz.

    Ich stelle mir gerade ihren oberen Monolog vor.

    Sie ist evtl aufgeregt gewesen und hat den ganzen Tag davor geputzt, alles ist parat Kuchen vorbereitet.
    Es sind die letzten 10 min vor dem Besuchstermin es ist nichts mehr zutun jetzt bleibt einem nur noch auf das Klingeln zu warten.

    In dem Moment ein krachen sie dreht sich um... überall Erde:“ nein wieso jetzt, wiso passiert mir immer so etwas und gleich kommen sie, ich muss das schnell wegmachen , wo ist bloß der Staubsauger, nein lieber erst den Handfeger, oh nein es klingelt schon soll ich erst aufmachen oder erst die Bescherung entsorgen“ und dann kommst du mit deinem Spruch ich wehre echt fertigxD ich hätte dir das im ersten Moment geglaubt und gedacht Mist verknackt das war’s jetzt.

    Der Schreck war nur für eine Sekunde - danach sah sie mein Grinsen. Als sie mich besucht hat, hat auch direkt erstmal die Samtpfote genau neben ihr gepflegt auf die Couchdecke gekotzt.... Katzen und ihr Timing :roll:


    Neben einem festgelegten Standard finde ich vorherigen Kontakt gar nicht verkehrt. Das nimmt glaube ich schon ein bisschen das Gefühl, dass es sich um einen Eindringling handelt.

    Ich hab vorher auch immer eine Liste mitgegeben worauf ich bei der Wohnung achte. Sichere Fenster (vor allem bei Katzen), sichere Türen, Kabel, Pflanzen... usw. Dadurch wird es eben mehr zum Wohnungs-TÜV wenn man so will - und weniger zum "so ich kontrolliere jetzt die Reinheit mit einem weißen Handschuh"

    Ich fand die Kontrollen auch seltenst so angespannt, wie sie sich einige hier vorstellen.

    "Eindringen" - hm, also ich wurde ganz oft mit fröhlichem "Hey, schön Sie/dich wieder zu sehen. Komm rein. Magst du was trinken?" begrüßt. Ich kam mir da nicht vor, als würde ich "eindringen" - war ja schließlich eingeladen und wurde auch als Gast behandelt und nicht als Eindringling.

    In einem Haushalt stand gerade alles voller Kartons - weil derjenige einen Großeinkauf für die Katze gemacht hatte. Sah also quasi aus wie mitten im Umzug. Wir haben schnell alles nötige geklärt und dann zusammen den Kratzbaum aufgebaut.

    Außerdem wurde beschlossen, die Kartons stehen zu lassen - wäre ja sadistisch sie der Katze vorzuenthalten.

    Bei einer anderen kam ich rein und der Boden lag voller Erde - die Katze hatte gerade einen Blumentopf runtergeworfen. Da meinte ich nur "na dann kann ich ja wieder gehen".

    Sie schockiert: Aber es sieht hier sonst wirklich nicht so aus!

    Ich: Nee passt schon, ich hab es gerade schon abgehakt "Interessent besitzt bereits Teufelskatze, Toleranz und Leidensfähigkeit "

    Danach haben wir gelacht, kurz die Runde gemacht und Formulare ausgefüllt. War wirklich nett.


    Bei anderen war es eben ein kleiner Rundgang und Hinweise auf Spielzeuge, die der Hund fressen würde, Medikamente, Sicherheit generell. Man lernt die Personen halt noch n bisschen mehr kennen, schaut, ob sie da wirklich wohnen und die Angaben und Bedingungen stimmen.

    Also zumindest ich hab das nie als "Eindringen und übergriffig sein" empfunden. Und die meisten, bei denen ich die Kontrollen gemacht habe auch nicht. Da es ja vorher bereits Kontakt gab, war das eben ein Besuch. Und kein Einbruch oder Eindringen.

    Eine gute Tierschutzorganisation schickt keinen Fremden zur Kontrolle.

    Mir geht es auch nur darum, dass hier so oft betont wird, man würde "nach Gefühl entscheiden" wem man das Tier gibt. Kontrollen sind angeblich sowieso übergriffig und dazu auch noch absolut überflüssig.

    Einige sind der Meinung, dass das Tier einfach so mitgegeben werden sollte. Ein Telefonat und danach bestenfalls Tier direkt abholen lassen. Für die Überantwortung eines Lebewesens reicht das aus. Wissen doch alle selbst am besten usw. Das Gefühl muss stimmen, dann passt das schon. Ein Telefonat, ein Treffen --> entscheiden über ein ganzes Hundeleben.

    Aber ein fremder Mensch von Facebook o.ä. - der checken soll ob die Wohnung in Ordnung ist, die Angaben stimmen, vielleicht Formulare zum Ausfüllen mitnimmt und eventuell im Vorfeld umfassend informiert wird - das ist nicht in Ordnung? Weil, wie kann man denn einen Fremden mit der Aufgabe zehn Minuten kurz was anzuschauen betrauen.....

    Klar würde ich wissen wollen wo und wie mein Hund lebt, aber ich würde nicht einen Wildfremden von Facebook oder so hinschicken.

    Und wenn ich bei dem Menschen nicht so ein gutes Gefühl vertrauen hätte das ich denke er lügt mich evtl. An würde ich mein Tier da nicht hingeben, sondern zu jemandem bei dem ich nicht das Gefühl habe seine Angaben kontrollieren zu müssen.

    Also ist es vollkommen in Ordnung einem wildfremden Menschen ein Tier zu überlassen. Aber einen Fremden einfach zur Vorkontrolle zu schicken - das geht zu weit?

    Da könnten ja in so einem konkreten Fall wie Krankenhausaufenthalt die Tierschützer ihre Unterstützung anbieten. Kurzzeitpflegestelle, ein vorübergehender Patz im Tierheim...

    Oder man sieht halt zu, dass man die Situation für den betreffenden Menschen verändern kann. Hatte ich hier im Forum schon mal erzählt. Alleinstehender Mann, keine Familie, keine Freunde, psychisch krank. Er wollte eine Katze, weil er der festen Überzeugung war, dann wird alles besser.

    Hat er von mir nicht bekommen. Dafür aber eine Stelle im Katzenschutz, wo er erstmal Katzen streicheln ging und sich über die Zeit mit anderen Ehrenamtlichen anfreundete. Jetzt hat er ein starkes soziales Netz und zwei eigene Katzen.

    Damit ist ihm glaub ich deutlich mehr geholfen gewesen, als hätte ich einfach ein Tier überreicht.

    Wer redet denn davon, dass Obdachlosen ihre Hunde nicht "gegönnt" werden Runa-S ?

    Aber ich würde absichtlich kein Tier an einen Menschen vermitteln, der sich schon darum sorgen muss, dass er genug zu essen hat und im Winter nicht erfriert. Zum einen, weil dieser Mensch selbst erstmal Hilfe braucht. Unterhalt dich mal mit den Leuten auf der Straße und was für Ängste und Sorgen sie haben - was, wenn der Hund krank wird oder verletzt ist? Mal eben in die nächste Tierklinik zu gehen und da zu sagen "ich kann übrigens nichts bezahlen" geht nämlich nicht. Hund mit in Unterkünfte für Wohnungslose zu nehmen geht oftmals auch nicht.

    Zum anderen, weil ich damit ein Tier obdachlos mache.

    Hat nichts damit zu tun, dass ich ihnen kein Tier gönnen würde, aber so ein wenig an die grundlegende Versorgung von Tier und Halter zu denken ist eben auch notwendig.

    Bezüglich der Ordnung, Sauberkeit und Möbel Sticheleien - es geht doch gar nicht darum, dass es aussehen soll wie aus "Schöner wohnen". Aber es gibt einfach Extreme, die fallen erst vor Ort auf. Dreiste Lügen fallen teils erst vor Ort auf. Und dazu muss keiner durch Schränke gehen oder dergleichen. Es gibt einfach Interessenten, da hätte ich ohne Kontrolle die Tiere ins Verderben geschickt, Kinder gefährdet, andere Tiere gefährdet.


    Ein einfacher Besuch bei den Interessenten zuhause kann das hingegen ändern. Zumindest bei mir stehen da das Wohl und die Sicherheit von Mensch und Tier deutlich höher, als dass sich jemand eventuell vielleicht für ein paar Minuten ein wenig unwohl fühlen könnte.