Beiträge von straalster

    Nein, aber eine grobe Selbstauskunft - Name, Wohnung oder Haus, Erfahrung mit Tieren vorhanden oder nicht, etc pp

    Wie gesagt, im Tierheim mit festen Öffnungszeiten ist es für mich etwas anderes, als bei Pflegestellen.

    P.S.: Und die Tür schwingt doch mal wieder in beide Richtungen. Der TS soll bitte jedem vertrauen, der Interesse bekundet. Aber Interessenten vertrauen dann dem TS nicht mit ihren Daten. :???:

    Also sei mir nicht böse, aber die Aufgabe von Tierschutz ist doch zum Gutteil für die Tiere ein gutes neues Zuhause zu finden.

    Ja, natürlich - und deswegen möchte zumindest ich mich vergewissern, dass ich meine Zeit nicht mit "wollte nur mal gucken" oder "ich sitze drei Stunden bei Ihnen rum und melde mich danach nie wieder" oder auch "Ich will das Tier, hab aber weder Platz, noch Zeit, noch Geld, noch Ahnung" verschwende. Die Zeit ist beim Tier und bei geeigneten Interessenten deutlich besser investiert. Nämlich genau aus dem Grund: Damit das Tier ein gutes Zuhause bekommt.

    Ich hab keine Ahnung, wie viele Telefonate und direkte Gespräche und Nachrichten und Fahrten ich hinter mir habe - nur um rauszufinden, dass derjenige einfach vollkommen ungeeignet ist. Den Personen hätte ich teilweise nicht mal ne Topfpflanze überantwortet - hab aber extrem viel Zeit und Aufwand investiert. Beides hätte sich vermeiden lassen, hätten sie zuvor ne kurze Selbstauskunft ausgefüllt.

    Und genau das meine ich mit "das ist die Krux". Beide Seiten sind verständlich. Aber wenn ich Stunden verliere, weil jemand sich vollkommen selbst überschätzt - dann habe ich auch Stunden weniger für das Tier. Stunden weniger für die Suche nach einem passenden Zuhause für das Tier. Und das ist definitiv nicht Sinn der Sache.

    Weil ich mir den Aufwand auch nur mache wenn ich den Hund erstmal gesehen habe und das Gefühl habe, dass es sich lohnt mich zu bewerben. Sonst gebe ich meine Daten nicht raus.

    Ich denke, dass ist so ein bisschen die Krux an der Sache. Interessenten wollen nichts preisgeben, bevor sie nicht wissen ob ein Hund passen könnte. TS will keine Zeit in Interessenten verschwenden, bevor sie nicht wissen, dass er überhaupt grundlegend geeignet wäre für ein Tier.

    In Tierheimen mag das noch relativ problemlos gehen für beide Seiten. In kleineren Vereinen und auf Pflegestellen wird's schwierig.

    weil zumindest ich einige meiner seltsamsten Begegnungen mit regionalen Tierheimen hatte

    Ich auch und kenne noch einige mehr, denen es ähnlich geht.

    Mein TA wollte das hiesige Tierheim unterstützen, weil er noch hochwertiges Spezialfutter da hatte - dessen MHD aber bald abgelaufen wäre. Er ruft an und fragt, ob er das spenden kann, ob sie das gerade gebrauchen können. Hat auch darauf hingewiesen, dass es aber bald verbraucht werden muss. Die Antwort war derartig patzig....

    TÄ hat keine Kaninchen von da bekommen, obwohl sie die perfekten Haltungsbedingungen und viele Jahre Erfahrung hat.

    In einem Verein kam gerade raus, dass wohl um die 20.000 € veruntreut wurden - aber die Tiere werden nicht vermittelt und haben nicht einmal medizinische Versorgung. Da haben die ehrenamtlichen Helfer den eigenen Geldbeutel geöffnet, um sie zu versorgen.

    Im anderen Tierheim wird nicht an Senioren vermittelt. Selbst wenn die seit Jahren Gassigänger sind und dann zu Beginn der Rente einen älteren Hund übernehmen wollen, den die Kinder dann mitversorgen und notfalls übernehmen würden. Der also abgesichert ist und bei jemandem Vertrauten in einem guten Zuhause landen würde.


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    Warum zur Hölle wird denn nicht an Tierärzte vermittelt? Oder an ehemalige Züchter? Oder an den fitten Mann Mitte 60, der alles durchdacht hat und sich abgesichert hat - damit der Hund immer gut aufgehoben ist? Geht mir nicht in den Kopf.

    Wie? An Rentner und Alleinstehende vermitteln die? Unveranwortlich....:ironie2:

    Ich finde es auch seltsam, wie viele Unterschiede es selbst im gleichen Verein geben kann. Unsere Familienkatze aus dem Tierheim - da gab es Vorkontrolle und Nachkontrolle. Wir hatten Tiererfahrung, mehr als ausreichend Raum und es war immer jemand zuhause - da mehrere Generationen unter einem Dach. Wurden aber ziemlich pissig behandelt.

    Gleiches Tierheim - hat einer Alleinstehenden, mit Tieren absolut unerfahrenen Frau ohne alles einfach direkt ne Katze beim ersten Besuch mitgegeben. In einem Karton - denn sie wollte eigentlich nur mal gucken und sich informieren, hatte dementsprechend auch absolut nichts mit und nichts zuhause. Und es war an einem Sonntag zum Tag der offenen Tür.... Kontrollen fanden nie statt.:ka:

    Scheint an manchen Stellen wirklich darauf anzukommen, wer gerade vor Ort ist und der entscheidet dann frei Schnauze. Und genau das finde ich unmöglich.

    Ich kenne auch einen Verein, da ist der Vorstand richtig "witzig". Da wurden Katzen nach der Probezeit schon wieder rausgeholt, weil die Halter doch tatsächlich Trockenfutter für zwischendurch zur Verfügung gestellt haben:shocked::shocked::shocked: das geht gar nicht, ist gefährlich und ungesund. Aber der Vorstand selbst lässt unkastrierte Katzen draußen rumlaufen, neben einer stark befahrenen Straße, in einem Gebiet mit zig Hunden und häufigen Giftködern..... (und die Info habe ich direkt von dem Vorstand - kein Hörensagen)


    Bei manchen Dingen kann man sich wirklich nur an den Kopf greifen. Ich finde nur schade, dass deswegen von manchen gleich der gesamte TS abgeschrieben wird. Es gibt mittlerweile so viele Vereine - da gibt es eigentlich genug Auswahl und zwischen den Negativbeispielen recht viele gute.

    Ich glaube, das war nicht als "alle haben einen an der Klatsche" gemeint, sondern eher als "man findet da relativ viele".

    Das glaube ich aber gar nicht unbedingt. Ist wohl einfach wie in so vielen anderen Bereichen auch. Wenn man sich mehr damit beschäftigt, fallen gewisse Sachen auch mehr auf. Dazu dann noch die ganzen Geschichten, von den gaaaanz furchtbar schrecklichen Kontrollen und bösen TSlern... Auch das wieder, eigentlich normal. Wer sich ungerecht behandelt fühlt oder sich aufregt, macht das eher öffentlich. Wenn etwas ganz entspannt läuft, wird eher nicht darüber gesprochen oder es fällt in einem Nebensatz. Würde ich also nicht nur auf den TS begrenzen. Aber ich denke auch, dass da die Gefühle relativ schnell hochkochen bei manchen.

    Ich wäre auch aus Gründen der Prüfbarkeit für einen festen, allgemeinen Standard bei der Abgabe von Tieren in andere Haushalte.

    Und so schwer kann es doch eigentlich nicht sein, einen solchen aufzustellen.

    Wenn ich da an das Tierheim hier um die Ecke denke.... Da fehlten mir auch schon die Worte. Meine Tierärztin - mit ruhigem, gesichertem Grundstück auf dem Dorf, EFH, ehemalige VHD-Züchterin und lebenslange Hundehalterin, mit familiärer Absicherung - hat da keinen Hund bekommen. Eine Begründung dafür gab es nicht.

    Aber die stark bewegungseingeschränkte Nachbarin, die selbst nur sehr schlecht laufen kann, ihren Hund auf der Straße ohne Leine laufen lässt, keine Absicherung hat und mehrere Treppen steigen muss - den Hund aber wenn mal etwas wäre nicht die Treppe hochbekommt - die konnte direkt einen mitnehmen :ugly:

    Muss ich das verstehen?

    Man hätte bei der Ei-Geschichte generell anders vorgehen können aber wenn es heißt: in dem Cafe gibt es nur vegane Speisen, dann sollte sich doch auch daran gehalten werden, oder? Oder man muss eben bemängeln und ändern, dass es nur vegane Speisen gibt.

    Was ich mich frage ist, wie werden denn die Tiere in dem Tierheim ernährt? Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass genug Geld übrig ist um wirklich hochwertiges Fleisch von glücklichen Weidetieren oder ausschließlich vom Jäger zu kaufen und damit alle Tiere das ganze Jahr über satt zu bekommen.

    Ich meine gut - nur weil Tiere so nicht ernährt werden, kann trotzdem Veganismus beworben und "schmackhaft" gemacht werden.

    Aber wenn die Vorsitzende wirklich den Standpunkt vertritt "Tierschutz geht nur, wenn ich kein Fleisch und andere tierische Erzeugnisse esse" - dann ist es meiner Meinung nach zumindest etwas zwiegespalten, Hunde und Katzen zu halten. Zumindest Katzen lassen sich nun einmal nicht vegan ernähren.

    straalster übrigens auch nicht wenn ich das Beispiel richtig verstanden habe

    Die Situation war einfach nur urkomisch. Sie kommt bei mir an und wird fast von einer Katze vollgekotzt. Ich komme bei ihr an und die Katze wirft den Blumentopf runter xD

    Würde aber jemand säckeweise Erde auf dem Boden einer Mietwohnung verteilen.... ja, doch. Da würde ich nachfragen warum.

    Ich bin da so reingeschlittert über meine Tierärzte und meinen Hund und meinen Kater. Wenn die TÄ keinen Platz mehr hatten oder ein Tier nicht nehmen konnten, wurde ich gefragt. Meine damaligen Tiere hatten dazu noch das Talent, ausgesetzte Tiere zu finden und der Kater hat die immer ganz brav mit nach Hause gebracht. Außerdem hat meine Familie insgesamt das Talent, vorzugsweise nachts oder am Wochenende Tiere zu finden.

    Und weil ich nicht nein sagen kann, war ich dann irgendwann Anlaufstelle für die Spezialtiere: krank / alt/ verletzt/ angstaggressiv / Flaschenaufzuchten / trächtige Katzen / traumatisierte durch Misshandlung.

    Zusammenarbeit mit insgesamt drei Orgas. Ich durfte aussuchen, welches Tier ich aufnehme und wo sie hingehen.

    Wie lange es dauert, bis ich ein Tier wirklich einschätzen kann,lässt sich pauschal nicht beantworten. Kommt auf den Zustand bei Ankunft und den Charakter an. Bei Katzen fand ich es tendenziell länger, als bei Hunden - bevor ich ne vernünftige Einschätzung geben konnte. Aber von "braucht nur zwei Wochen um zu heilen und kann danach eigentlich überall hin, bis 6 Monate überhaupt erstmal ankommen und wieder mit Menschen klarkommen" - war alles dabei.

    Gespräche und Besuche bei Interessenten habe bis auf zwei Ausnahmen ich gemacht.