Beiträge von straalster

    Dann vernachlässigst du aber wieder den Zeitfaktor. Bei besonders niedlichen Exemplaren bekommt man teils so eine Art "Welle" - viele Leute melden sich. Früher hab ich das telefonisch gemacht. Und es hat einfach Zeit verschwendet - weil Menschen das Foto sehen und anrufen. Beschreibung lesen, in der umfassende Infos drin stehen? Ach, wozu denn?!

    In der Beschreibung steht z.B. ganz klar: x Jahre alter Rüde, kann nicht zu Kindern

    Natürlich fragen 3-4 von 5 Anrufern "Wie alt ist der Hund denn?" "Ist das ein Rüde?" und teilen einem dann nach einem langen Gespräch mit, dass sie Kinder haben.... :wallbash:

    Also hab ich eine umfassende Beschreibung geschrieben (Zeit) und dann auch noch völlig sinnfrei zig Telefonate mit Leuten geführt(Zeit ohne Ende), die entweder nicht lesen können oder nicht lesen wollen und dann auch noch patzig werden wenn ich sage: Lesen Sie bitte die Beschreibung, da steht alles grundlegende drin. Wenn das für Sie passt, reden wir danach weiter.

    Ich sollte weiterhin Rede und Antwort stehen, obwohl sie einfach offensichtlich zu faul waren.

    Mit einem Formular kann man schon vor dem Gespräch einfach aussieben, auf wen man seine Zeit konzentriert - weil das für das Tier passen könnte. Und schwups hat man durch Formulare mehr Zeit für die Interessenten, wo die Umstände passen und kann länger mit ihnen plaudern. Das Formular schließt doch ein Gespräch keinesfalls aus!

    Es ist lediglich ein erster Schritt

    Formular ausfüllen

    Telefonieren

    Termine/Besuche

    Nochmal aus der Perspektive einer Pflegestelle.

    Mensch will Tier kennenlernen, dazu muss er in meine vier Wände kommen - die Person sitzt dann also bei mir auf der Couch, will mir aber noch nicht einmal seine Adresse verraten, bevor er nicht in meinem Zuhause das Tier kennengelernt hat.

    Und erst dann darf ich nachfragen, ob die Umstände überhaupt für dieses Tiere bzw. generell für ein Tier passen? Oder durfte ich das schon vorher aber nur telefonisch und nicht schriftlich? :???:

    Ganz offen, jemand der sich so verhält, der wäre mir suspekt. Da schlägt mein Schubladendenken an und ich hab die Gefahr, dass das

    A) ein typischer "Ich muss gar nichts, ich tue hier schließlich gerade etwas Gutes und rette ein Tier!" Mensch ist. Jemand, der sich selbst innerlich schon auf die Schulter klopft, obwohl er außer Forderungen stellen und meine Zeit verschwenden bisher nichts gemacht hat. Und wahrscheinlich auch nicht viel mehr machen wird.

    B) jemand ist, der was zu verbergen hat und damit eh kein Tier von mir bekommt, wenn es auffliegt.

    Gassigaengerin musstest du nicht auch bei der Anmeldung hier deinen Namen angeben? Plus Geburtsdatum? Damit kann jeder auf dem Einwohnermeldeamt deine Adresse rausfinden. Das hast du doch auch hingenommen - nur, um in ein online Forum gehen zu können. Und jetzt haben wildfremde Leute deine Daten.

    Den Pullover kann ich innerhalb von 2 Wochen (meistens) zurückschicken, nachdem ich ihn in der Hand hatte. Liefern lasse ich ihn an die Postfiliale und bis vor kurzem konnte man auch deren Adresse angeben.

    Bei einem guten Verein ist es ebenfalls möglich, wenn es mit dem betreffenden Tier nicht klappt.

    In der Postfiliale musst du deinen Ausweis vorzeigen, um das Paket ausgehändigt zu bekommen. Und auch dann hat der Shop, bei dem du bestellt hast, Namen und Geburtsdatum plus Zahlungsangaben von dir. Ebenfalls wieder wildfremde Leute.

    Ich könnte deine Angaben jetzt noch weiter kommentieren, aber der Punkt ist und bleibt der gleiche: Sobald ich irgendwas bestelle oder mich irgendwo anmelde - was auf absolut jeden hier zutrifft - gebe ich meine Daten preis. Also hat automatisch jeder hier, der sich darüber echauffiert, kein Problem damit gehabt seine Daten für ein Forum rauszurücken.

    Aber beim TS ist es ein Drama, wenn jemand vorab Namen und Adresse will. Weil diejenigen bestimmt ganz viel Schabernack damit treiben. Ganz im Gegensatz zu allen anderen.

    Ich verstehe die ganze Daten-Diskussion nicht. Wer schon mal irgendwo, irgendwas bestellt hat, gibt da Namen, Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und eventuell sogar Kontodaten raus. Bei Essenslieferdiensten gibt man teilweise sogar an, auf welcher Etage oder ob man im Hinterhaus wohnt. Wenn ich etwas auf Rechnung bestelle, stimme ich einer Bonitätsprüfung zu.

    Anmeldung bei sozialen Medien sehr ähnliches Spiel. Jeder der Vornamen und Nachnamen kennt, eventuell noch den Wohnort, kann mal eben ne Suchmaschine anwerfen und zig Sachen finden. Zumindest alles, was vom Betreffenden freiwillig öffentlich gepostet wurde.


    Aber beim TS muss man aufpassen, könnte ja ein Stalker sein oder sonstwas mit meinen Daten angestellt werden? :???:

    Und dem Essenslieferdienst muss ich meine Daten auch immer im Vorfeld geben, bevor ich das Essen gesehen habe.

    Dem Onlineshop ebenfalls, bevor ich die Ware direkt in Händen hatte. Und nach der Bestellung kommen sogar Wildfremde an meine Tür und gucken ganz oft rein.

    Aber bei Lebewesen ist das so schrecklich?

    Ist schon irgendwie interessant, dass manche für ne Pizza oder einen Pullover alle Daten rausrücken ohne zu zögern aber für den TS-Pudel nicht. Das ist nämlich anscheinend übergriffig?

    Je genauere Angaben zum Hund man schon auf der Website macht, desto weniger müssen die Leute nachfragen.

    Netter Gedanke. In der Realität bekommst du aber trotzdem zig Anfragen über Sachen, die bereits in der Beschreibung beantwortet sind.

    Jetzt mal ganz extrem abgekürzt:

    Hündin, 9 Jahre, weiblich

    geimpft

    kastriert

    keinerlei gesundheitliche Einschränkungen

    Lebt zusammen mit anderen Hunden, Katzen und Kindern.

    Sehr gut leinenführig und verlässlich stubenrein.


    Und du kannst darauf wetten, dass du bei einem sehr niedlichen Exemplar folgende Anfragen mehrfach erhältst:

    Wie alt ist die denn?

    Ist die kastriert?

    Ist die gesund?

    Kennt die Kinder?

    Kennt die Katzen?

    Ist die denn stubenrein?


    Via Mail mit angefügtem Formular kann ich einen Standardsatz per Copy+Paste einfügen - dauert n paar Sekunden. Und ich kann aussieben.

    Telefonate dauern deutlich länger und ja, verschwenden wertvolle Zeit wenn ich mit jemandem telefoniere, der sich nicht mal die Mühe gemacht hat, die Beschreibung zu lesen.

    Telefonate mit tatsächlichen, potenziellen Haltern können nach dem ersten schriftlichen Kontakt doch problemlos erfolgen.

    Da müsste man einen Fragebogen entwickeln, der nicht problematisch ist. Beispielsweise Wohnsituation angeben ohne Adresse. Dazu garantieren, dass die Daten nur für den Zweck der Vermittlung verwendet und nicht weitergegeben werden und sofort gelöscht werden, wenn kein Vertrag zustandekommt.

    Das wäre doch vollkommen in Ordnung.

    "Erdgeschoss, Mietwohnung oder 3. Stock mit Aufzug. Kinder im Alter von x und y.

    Wir hätten gerne ein Hund, der mit Katzen klarkommt und schon stubenrein ist.

    Erfahrung mit Hunden und Katzen xy Jahre."

    Einfach, damit man schon mal weiß - passt das von den Rahmenbedingungen oder eher nicht?

    Vielleicht bin ich ja altmodisch, oder ignorant oder ...

    aber wenn man sich mit mir nicht einmal persönlich oder telefonisch unterhalten möchte, sondern mich abwimmeln würde mit der Bemerkung, ich solle erst einmal eine Selbstauskunft ausfüllen, dann würde ich mich bei dieser Pflegestelle/TSV nie wieder melden. Glücklicherweise habe ich so etwas aber auch noch nicht erlebt, hatte aber auch noch keinen Hund von einer Pflegestelle.

    Der persönliche Kontakt ist mir wichtig, schließlich möchte auch ich wissen, ob der Hund überhaupt in mein Leben passt.

    Was daran so zeitintensiv sein soll, die tatsächlich relevanten Fragen für einen bestimmten Hund oder Hundehaltung allgemein zu besprechen verstehe ich nicht wirklich. Wie mein Name ist, ob ich in einem Haus oder einer Wohnung lebe und ob ich bereits Hundeerfahrung habe, dürfte für die Mehrzahl aller Hunde (von Einzelfällen abgesehen) irrelevant sein.

    Dann mach das mal eine Weile, dann weißt du wie viel Zeit das kosten kann.

    Menschen, die sich in keinster Weise informiert haben und denen man erstmal die Grundlagen der Tierhaltung erklären muss. Denen man erklären muss, dass sie in einer Mietwohnung erstmal nach einer schriftlichen Erlaubnis der Hundehaltung fragen sollten. Leute, die dich am Telefon runterputzen wollen, wenn du ganz ruhig zum dritten Mal erklärst, dass das Tier nicht zu Kindern soll weil die Kinder dann in Gefahr sind.

    Personen, die nicht verstehen wollen, dass der Hund nicht zu Katzen soll - weil er die noch immer zum Fressen gerne hat.

    Und nein, das ist in diesen Fällen oftmals nicht in ein paar Minuten fertig. Es sei denn, ich würde direkt einfach wieder auflegen.

    Mit groben Angaben kann ich schon mal vorsortieren. Ich kann sagen "Sorry, aktuell gibt es kein passendes Tier bei uns. Wir könnten Ihnen aber Bescheid geben, wenn in der Zukunft eins da ist."

    Und wenn es passende Tiere gibt, gibt es doch in jedem Fall Gespräche.

    Zudem ist die schriftliche Form erstmal auch flexibler. Kann ich morgens um 5 oder abends 23 Uhr lesen und beantworten.

    Ich finde, an den TS gibt es teilweise extrem hohe Forderungen. Immer da sein. Keine Fragen stellen aber alle beantworten.

    Gerade als Pflegestelle - ich hab kein Geld dafür bekommen. War meine Freizeit. Dass ich nebenbei auch noch arbeiten muss, Tiere versorge und sowas wie ein Leben habe und im Normalfall nicht aller Nase lang am Telefon hängen oder Interessenten sofort begrüßen kann, sollte irgendwie klar sein.

    Aber wenn man dann vorher wenigstens ein paar grobe Angaben möchte, um schon mal abschätzen zu können, ob die Umstände passen könnten - das ist zu viel verlangt.

    Ich finde diese Einstellungen merkwürdig.

    "Gefühl muss stimmen - dann braucht man keine Kontrolle."

    Hm. Das kann auch bedeuten, man gibt eben dem besseren Schauspieler das Tier.

    "Es gibt keine Garantie, alles ist Zufall - also kann man Kontrolle auch gleich lassen."

    Okay. Bei der Grundeinstellung kann ich ne ganze Menge lassen. Anschnallen. In beide Richtungen schauen, bevor ich die Straße überquere. Kontrolluntersuchungen beim Arzt. Partner kennenlernen vor der Heirat. Verhütung. Hund anleinen. Referenzen und Qualifikationen prüfen, bevor ich jemanden einstelle. Zahlungsfähigkeit prüfen vor größeren Käufen.

    Ist doch eh alles Zufall...

    Und jetzt mal ernsthaft: Nein, eine Garantie gibt es nicht - gibt es im Leben nie. Das Schwarz-Weiß-Denken ist aber auch merkwürdig, denn es ist durchaus möglich - wie in vielen Bereichen des Lebens - das Risiko zu senken.