Beiträge von straalster

    Noch nie war ein Züchter meiner Rassewahl hier bei mir im Haus/Garten...

    Da gehen wir einfach nicht d'accord.

    Menschen können mir viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Das ändert sich auch nicht mit zwei Treffen beim Züchter zuhause.

    Und mit Anrufen - Treffen - Abholen meinte ich auch nicht alles an einem Tag. Aber im realen Leben kenne ich kaum jemanden, der mehr als einmal bei dem Züchter war. Und das eine Mal war eben Abholen. Sowohl bei Katzen als auch bei Hunden.

    straalster, wie traurig! xD Obwohl mir "Scampi und Ravioli" sehr gut gefallen! Könnten auch Undercovernamen für etwas dusslige Mafiosi sein.

    "Etwas dusselig" passt auf jeden Fall:lol:

    Aber von BatsebA (der Name war eigentlich als Witz gemeint und blieb dann hängen - wobei sie eher Batty (ausgesprochen Betti oder Seba - wie man es schreibt) gerufen wird) auf PlacebO?

    War übrigens auch grandios und total durchdacht meine Hunde Batseba (Batty) und Mathilda (Matty) zu nennen..... Wer kommt, wenn ich die Namen rufe? Richtig! Franz kommt angerannt....:lol:

    Diverse Besuche gibt es aber auch bei Weitem nicht immer. Ich kenne das ganz oft mit: Anruf, vorbeikommen, mitnehmen.

    Und nun sind wir wieder bei dem alten Thema das alle paar Seiten auftaucht.

    Du kannst doch nicht vernünftigen Tierschutz mit schlechten Züchtern vergleichen, genau wie der Vergleich zwischen schlechtem Tierschutz und guten Züchtern unfair ist.

    Anruf, vorbeikommen, mitnehmen ist eher bei Vermehrern üblich als bei richtigen Züchtern. Klar gibts auch da bestimmt Leute die das tun, aber zumindest bei den Züchtern die ich gesehen habe war das nicht der Fall.

    Ich kenne das (fast) nur so.

    Und wieso schlechte Züchter? Was macht denn einen Guten aus?

    Die, die ich kenne, zum großen Teil zumindest:

    sind beim VDH (sprich, sie unterliegen Regeln und Kontrollen)

    haben alle Untersuchungen machen lassen, die notwendig sind und meist sogar noch mehr

    die Hunde sind gepflegt und rundum versorgt

    Impfung, Chip, Papiere - alles da

    Wurf vom Zuchtwart abgenommen

    Und dennoch ist es auch da oftmals - paar Minuten am Telefon, vielleicht eine Stunde vor Ort, bezahlen, mitnehmen.

    Manche fragen dann im Anschluss nochmal nach, wie es läuft, aber die meisten eher nicht.

    Selbst wenn da Leute zweimal aufschlagen, um sich die Welpen anzuschauen - damit ist doch noch längst nicht klar, ob die Angaben stimmen. Ich verstehe mich auch superduper mit den meisten Hunden. Aber ob ich auch die praktischen Voraussetzungen für die Haltung habe - ganz andere Geschichte.

    Die Namen, die immer wieder verunglimpft werden:

    Gambit - englisch ausgesprochen "Gämbit" (Spielzug; ein Bein stellen) - daraus wurde zumindest in der Familie "Scampi", weil man Gambit angeblich nicht aussprechen kann.

    Ravi - gesprochen "Rawi" (Hindi; Bedeutung: Sonne)

    Aus den beiden (Brüder) wurden dann Scampi Ravioli....:roll:

    Cooper - so wie Mini Cooper oder Dr. Sheldon Cooper. Daraus wurde erst Coops (Kuhps) und dann Pups....

    Und last but not least: Batseba. Bad-seba ausgesprochen. (Mutter von König Salomon) Daraus wurde Placebo :|

    Ich glaube, das Thema wird sich erst erledigen, wenn jeder begreift, dass absolut jede Aktion egoistisch ist. Auch wenn es altruistischer Egoismus ist.

    Warum retten Menschen andere Lebewesen? Weil es ihnen damit besser geht.

    Warum essen Menschen andere Lebewesen? Weil es ihnen schmeckt.

    Warum spenden manche Menschen? Weil sie damit ihr schlechtes Gewissen beruhigen.

    Warum lässt sich jemand eine Niere rausnehmen, um einen Angehörigen zu retten? Weil er nicht auf den Angehörigen verzichten möchte.

    Warum setzen weiterhin so viele Kinder in die Welt, obwohl die schon verdammt voll ist? Oder fahren Auto? Oder oder oder.

    Weil wir als Menschen schlicht und einfach Egoisten sind. Gilt für jeden.

    Selbst der scheinbar aufopferungsvollste Mensch zieht daraus irgendetwas für sich. Ansonsten würde er es nicht machen.

    Zum Thema Züchter.... da bin ich selbst zwiegespalten. Es gibt einigermaßen nachprüfbare Parameter. Perfekt läuft das aber auch im VDH definitiv nicht. Auch da wird gemauschelt ohne Ende. Sei es bei Untersuchungen, insgesamt bei der Zuchtzulassung oder der Wurfabnahme. Vitamin B gilt auch da.

    Und wenn es nur um den Erhalt der Rasse ginge und darum, dass alle Welpen ein passendes Zuhause erhalten: Dann würden die Preise exakt Untersuchungen, Impfungen, Chippen und Futter enthalten - was bei keinem Welpen auf 1.000 € und mehr kommt. Außerdem würden die Züchter kontrollieren. Es gäbe auch keine VDH Züchter mit 10+ Hunden, die zig Würfe im Jahr haben.

    Aber ist halt bei manchen eine nette Nebeneinkunftsquelle.

    Aber ohne jedwede Kontrolle - wie wollen sie denn wissen, dass das auch stimmt?

    Gibt ja durchaus auch einige Rasse in Not Vereine, in denen jede Menge Hunde von (guten) Züchtern sitzen.

    Und ich meine das nicht polemisch. Ich verstehe es nur nicht.

    Als ich nach langer Zeit einen Hund vom Züchter wollte, hab ich mich quasi so beworben, wie ich es mir wünschen würde. Das und das kann ich bieten, da käme ein Hund von Ihnen hin. Das schien viele eher zu nerven, als begrüßt zu werden oder von Interesse zu sein. Es war schlicht egal.

    Bei den Züchtern, die ich kenne, würde ich sofort einen Hund bekommen. Vom Pudel über Border, Goldi und DSH bis zum Rhodesian Ridgeback (alles VDH Züchter btw). Und das läuft schon auf "solange ich bezahle" hinaus. Denn sie wissen alle nicht wie und wo ich wohne, ob der Hund da überhaupt hinpasst und ob meine Angaben stimmen.

    Was ich ja immer wieder spannend finde, ist der Züchter-Vergleich.

    Ein Züchter hat dieses und jenes noch nie gefragt, hat nix überprüft - der hat mir den Hund "einfach" gegeben. Ist das wirklich so ein "Qualitätsmerkmal"?

    Im Prinzip heißt es doch nur, dass jeder dort einen Hund bekommt, solange er das Geld auf den Tisch legt und gegebenenfalls die richtigen Lügen erzählt.