Beiträge von straalster

    Der Anklang in dem Post davor war schon so." Als Mensch/Besitzer kann ich alles entscheiden..."

    Hatte ich überhaupt nicht so empfunden.

    Für mich las es sich eher so, dass man als Besitzer abwägen sollte ob eine Einschläferung nicht die bessere Methode ist, als in einen alten kranken Hund noch verschiedene Mittel zu stecken wenn er eigentlich keine Lebensqualität mehr hat.

    Für mich war der Post sehr interpretationsoffen. Daher kann er eben auch in die Richtung interpretiert werden, die Grinsekatze verstanden hat.

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    Offen gesagt, ich finde es auch ziemlich erschreckend, wie schnell manche hier im Forum mit der "Erlösen"-Keule schwingen. Nach genauen Details wird gar nicht erst gefragt. Genau bei dieser Entscheidung sollte aber alles bekannt sein. Alles nach bestem Wissen und Gewissen versucht worden sein. Rückgängig machen lässt sich das Töten nämlich nicht.

    Dazu haben hier sehr viele Personen geraten - versuchen, schauen was möglich ist und was vielleicht funktioniert und Besserung bringt. Und erst dann sollte die Entscheidung getroffen werden.

    Ich finde diese „Quälerei“-Vorwürfe sehr schwierig, weil die Situation von außen kaum passend zu bewerten ist.

    Ein Hund mit Hinterhandschwäche oder gar amputierten Beinen kann sich durch Gehhilfen, wie unterstützenden Tragen oder Rollstuhl vielleicht noch wunderbar bewegen und sogar rumrennen. Solange er schmerzfrei ist, sehe ich da keine Quälerei. Viele andere schon.

    Ein blinder oder tauber Hund kann sich vielleicht noch wunderbar zurechtfinden und sogar spielen. Andere sehen darin Quälerei.

    Tiere mit Krampfanfällen oder neurologischen Störungen können Spaß am Leben haben wie sonst was. Dennoch gibt es Stimmen von außen, die sagen – die Besitzer sollten sich schämen. Wie kann man ein Tier nur so torkeln lassen. Sieht ja furchtbar aus. Quälerei. Die sollten es erlösen.

    Viele Tiere, die ich kennenlernen durfte, hatten kein Problem mit ihrer Inkontinenz. Wurde sauber gemacht, Lösungen gefunden und gut war es für sie. Denen war es nicht peinlich, dass sie eine Schutzhose mit Inkontinenzeinlage trugen. Oder, dass sie im Gehen pinkelten. Oder Stuhl verloren.

    Tiere mit Diabetes, die zweimal täglich Insulin injiziert bekamen – die armen, die werden jeden Tag gepickst. Das ist doch furchtbar. Besser erlösen.

    Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen.

    Solange Schmerzfreiheit besteht, die Tiere einigermaßen mobil sind und sie noch teilnehmen ist das für mich keine Quälerei. Und ap2006 scheint doch genau das im Sinn zu haben.

    So gerne die Würde bei derartigen Fragen angebracht wird - in jedwedem Fall muss der Halter mit der Entscheidung weiterleben.

    Egal, wie die Entscheidung ausfällt.

    Und sich eine Woche, einen Monat oder ein Jahr später zu fragen: "Hätte ich mal noch das und das probieren sollen? Wären dann noch zwei, fünf, acht gute Monate drin gewesen? Vielleicht sogar ein Jahr? Wäre es meinem geliebten Hund dann noch besser gegangen? Hätte ich es doch wenigstens versucht....

    Das ist auch nicht schön.

    Und einem Tier wird seine Würde nicht genommen, wenn es Schmerzmittel bekommt, warmgehalten wird und eventuell ne Windel trägt.

    Hallo ap2006 ,

    die Frage, ob ihr den Schritt geht - das könnt nur ihr entscheiden.

    Aber vielleicht hilft euch ja etwas aus den folgenden Punkten und Erfahrungen.

    Mit alten, kranken, in irgendeiner Form eingeschränkten Tieren kenne ich mich gut aus. Mit "auf dem Zahnfleisch gehen" auch.

    Manchmal sieht man gerade in extremen Belastungsphasen einfache Lösungen selbst nicht mehr.

    -Windeln: Es gibt Bauchbinden und Windeln für Rüden. Windelhosen für Menschen, die gut passen könnten. Inkontinenzeinlagen für Männer und Frauen (Tena Lady und Tena Men zB) - die wirklich einiges abhalten. Mag erstmal komisch anmuten aber das Wechseln und Säubern ist deutlich, deutlich einfacher als den ganzen Tag hinter dem Hund herzuwischen.

    -Habt ihr eine Zweitmeinung durch andere Tierärzte eingeholt?: Manchmal hat Tierarzt B oder C noch eine Behandlung auf Lager, die vielleicht kein Wundermittel ist aber den Zustand doch noch verbessern kann - für alle Beteiligten.

    -Käme Physio in Betracht?: Ich hab jetzt schon bei mehreren Tieren von der Physio spezielle Handgriffe gezeigt bekommen, die ich einfach zu Hause anwenden kann. Hat nicht die Welt gekostet, aber deutliche Erleichterung gebracht.

    -Wie wird euer Hund geschützt?: Wenn Probleme vorrangig bei nasskaltem Wetter auftreten, könnten Pullover, Jacken und selbstwärmende Decken den Effekt etwas abfedern und den Zustand verbessern. Eventuell könnte es auch empfehlenswert sein, wenn eurer Hund drinnen ebenfalls etwas gewärmt wird, damit die Gelenke gar nicht erst steif werden.

    -Lebensqualität: Eine Liste kann helfen. Kann euer Hund noch Dinge machen, die ihm Freude bereiten? Fressen, am Leben teilnehmen, entspannt in der Sonne liegen, sich an den Kindern freuen, Streicheleinheiten genießen? Wenn auf der Liste kein Punkt mehr übrig ist, gibt es objektiv keine Lebensqualität mehr.

    Du schreibst ja, er bemerkt den Absatz gar nicht. Klingt also erstmal nicht nach dem Hauptproblem für euren Hund. Alles was die (schmerzfreie) Beweglichkeit angeht würde ich aber nochmal checken lassen. Zeel gebt ihr zwar aber ich würde da mal noch nach gezieltem Schmerzmanagement schauen.

    Das selbst Schuld war wohl darauf bezogen, dass die Leute eben selbst schuld sind, wenn sie mit Geld vor den Feiertagen rechnen. Hartz IV u.a. kommt aber, in der Regel, erst ganz am Ende des Monats. Wer also vor Weihnachten damit rechnet und plant, ist selber schuld, dass der Plan dann nicht aufgeht. Zumindest habe ich das so verstanden.

    Mir erschließt sich die Logik dennoch nicht.

    Wer von Bafög, Hartz, Kindergeld, sonstigen Sozialleistungen etc. abhängt oder zumindest strikt kalkulieren muss, weiß in der Regel ziemlich genau, wann Geld auf dem Konto ist/sein sollte. Vermutlich kaum einer denkt sich: "Ach, ist ja Dezember, da müsste die Zahlung doch zwei bis vier Wochen früher kommen - muss schließlich noch Weihnachtsgeschenke kaufen."

    Insofern ergibt das "selbst schuld" für mich schlicht keinen Sinn.

    Ich bin zunehmend verärgert darüber, dass die Sparkasse sich darüber totschweigt. Am schwersten wird es mal wieder die treffen, die sowieso schon jeden Cent mehrfach wenden müssen - denn die dürfen vermutlich mit Verzugs- und Mahngebühren rechnen, die das ohnehin knappe Budget strapazieren.

    Inwiefern hat es dann aber etwas mit "selbst schuld" zu tun? Es liegt nicht am Sender, nicht am Empfänger - sondern an der Sparkasse. Deinen Gedankengang kann ich nicht nachvollziehen.

    Was sollen denn Sender oder Empfänger von Zahlungen ausrichten, wenn es bei der Bank hapert?

    Ich bin selbstständig, ein Teil meiner Rechnungsstellung findet extern statt. Mittlerweile entschuldigt sich diese externe Stelle seit Wochen dafür, dass Auszahlungen nicht durchgehen und kein sinnvolles Statement von der Sparkasse kommt. Frustriert sowohl Kunden aus auch Auftragnehmer - sind wir jetzt auch alle "selbst schuld"? Und ob es jetzt tagelanges Warten oder wochenlanges Warten ist - spielt bei der "Schuld-Frage" doch keine Rolle.

    Ich denke mal nicht, dass Karpatenköter meinte, dass Menschen die bisher immer erst am 28-31. des Monats die Zahlungen erhielten sich im Datum verschätzt haben und deswegen viel zu früh auf das Geld warten. Sondern im Gegenteil, bereits viel zu lange ohne Geld dasitzen.

    Na ja, die Leute, die seit Tagen schon auf ihr HartzIV oder Kindergeld warten, sind selbst schuld. Das kommt doch immer erst ganz am Monatsende, also 30./31. :ka:

    Das stimmt nicht.

    Mal so als Orientierung:

    https://www.arbeitsagentur.de/familie-und-ki…zahlungstermine


    Und ganz unabhängig davon, wann was ausgezahlt/überwiesen wird - inwiefern sind diese Leute "selbst schuld", wenn es an der Sparkasse hängt? Wohlgemerkt seit Wochen!