Deshalb habe ich persönlich das Fragezeichen in Klammern dran. Ich gsehe, dass ich nicht genügend Zeit habe, jede dieser Geschichten nahtlos zu recherchieren...
Entschuldige, das war nicht auf die bezogen (das Fragezeichen hab ich bemerkt), sondern auf "der Artikel und die Angaben darin beruhen auf dem Polizeibericht", das vermehrt von einigen kam. Das lässt sich den Artikeln nämlich nicht entnehmen.
Selbst wenn wir jetzt nur die Definition aus dem Duden verwenden
@Das Rosilein , findet sich darin:
Zitat
auf bloßen Annahmen, Mutmaßungen beruhende Erwartung, Behauptung, dass etwas eintrifft
Insofern ist das "Spekulieren" ohnehin das falsche Wort, da es sich auf die Zukunft bezieht. Wie es in der Alltagssprache tatsächlich verwendet wird, weicht aber wie so oft deutlich von der Duden-Definition ab.
An keiner Stelle habe ich behauptet: so und so ist es abgelaufen (auch daher habe ich nicht spekuliert - in keiner Definition des Begriffes). Ich habe lediglich verschiedene und auf Erfahrungswerten beruhende mögliche Szenarien dargestellt, die zu dem beschriebenen Ergebnis führen könnten. Und das habe ich getan, um zu verdeutlichen, dass aufgrund der wenigen Informationen eine Verurteilung nicht möglich sein kann, weil es zu viele Variablen gibt.
Eben das passiert hier aber, mal wieder. Die eine Fraktion erklärt den Hundehalter zum Verantwortungslosen. Hätte er den Hund mal bei sich behalten etc. - dabei ist aus den Artikeln noch nicht einmal ersichtlich, ob der Hund angeleint direkt neben dem Halter lief, sie gerade auf dem Gehweg um eine Ecke wollten und der Mann (bis dahin unbemerkt) beide erschreckte. Oder, ob der Hund wirklich ungesichert lief.
Davon abgesehen dürfen hier viele nicht mit der Moralkeule wedeln - wie oft liest man im Forum, dass die Hunde im Dunkeln ohne Leine rumlaufen? Aber ist ja okay, solange sie beleuchtet sind und beim Bemerken von anderen Lebewesen angeleint werden.... Was aber, wenn der Halter den anderen Mann zuvor gar nicht bemerkt hat?
Das ist eine ziemlich verblendete Version von: Mir könnte das ja nie passieren, weil ich ja ach so verantwortungsvoll bin und handle. (Übrigens ist das exakt das gleiche Prinzip wie Victim-Shaming - sich selbst in Sicherheit wiegen, weil alle denen etwas passiert selbst schuld daran sind. Hätten sie mal xy unterlassen, dann wäre das nicht passiert....)
Die andere Fraktion erklärt den Mann zum Monster. Auch das ist basierend auf den vorhandenen Informationen Unsinn.
Aber interessant, wie viele anscheinend ganz genau wissen, dass ein Labbi-Mix unbestimmter Größe, unbestimmten Gewichts und unbestimmter gesundheitlicher Verfassung mit wie viel wohldosierter Kraft zusammengetreten werden muss, damit er noch einen Weg unbestimmter Länge zurücklegen kann, bevor er einige hundert Meter vor der Haustür des Halters zusammenklappt und verstirbt.