Meine Güte, wer erwartet wenige Stunden nach diesem tragischen Vorfall von online Medien/schnelllebigen Tagesblättern investigativen Journalismus?
Wer erwartet wenige Stunden danach restlose und keiner Zweifel bestehender Aufklärung?
Es ist mir klar, welche Macht Pressemitteilungen -insbesondere schlecht recherchierte & falsche- auslösen kann! Leidende Alltage vieler Menschen/Firmen ist voll davon!
Aber es ist NICHT primäre Aufgabe von Schreiberlingen (zumindest die der Boulevardpresse), über sämtliche Auswirkungen beteiligter und/oder unbeteiligter Menschen im Vorfeld der Veröffentlichungen ihrer Texte zu befinden.
Damit DISKREDITIERE ich ausdrücklich niemanden, weder in Person, noch als Unternehmen und schon gar nicht die zu Tode gekommene Frau.
Viele, viele Menschen gehen davon aus: Es wurde veröffentlicht, also muss es stimmen.
Genau das macht derartige Artikel gefährlich.
Es kostet im Übrigen nicht mehr Zeit, Fakten sachlich niederzuschreiben, als daraus ein Melodrama ohne jedwede Beweise zu kreieren. Das hat mit Einbeziehen der Auswirkungen auf Personen rein gar nichts zu tun. Aber die Fakten müssen stimmen und es sollte keine kreative Auslegung werden - das gehört durchaus zum Job. Ansonsten hätten sie vielleicht lieber fiktive Bücher schreiben sollen.