Beiträge von straalster

    Als meine Seniorin starb, hab ich mich tatsächlich damit auseinander gesetzt. Da war das noch recht neu. Hätte 38.000 Euro gekostet. Und dann las ich, wie die Leihmütter leben. Dass die Welpen entsorgt werden, die nicht passen. Dass die Mutationsrate vergleichsweise hoch ist. Dass meist mehrere Würfe notwendig sind.

    Keine Ahnung, wie diese Faktoren mittlerweile aussehen.

    Damals fand ich sie aber abschreckend.

    Mia1996 Goofy mußte die Analdrüsen nicht mehr gemacht bekommen seit ich ihm Flohsamenschalen in's Frühstück mache. Vorher etwa alle zwei Wochen und es kam eigentlich immer nur Eiter raus.

    Vielleicht findet ihr ja einen Nahrungszusatz der bei euch funktioniert.

    Ich muss hier nochmal genauer nachfragen - flohsamen einfach so unters Futter oder vorher einweichen?

    Und wirklich viel Wasser hinstellen zusätzlich zum Einweichen.

    Und nochmal zur Gewaltfrage – ja, manchmal geht es nur noch mit „Gewalt“. Ich mag weder psychische noch physische Gewalt. Mir ist trotz extremer Provokation – sowohl physisch als auch psychisch – noch nie „die Hand ausgerutscht“. Ich hab noch nie was nach jemandem geworfen, weil ich einfach nur ärgerlich oder frustriert war.

    Aus Angst, Nothilfe, Beschützerinstinkt war ich schon „gewalttätig“ als alle anderen Mittel versagten.

    Ich hab schon einem Hund ein Knie ins Gesicht gerammt, zweien Fliegen beigebracht und einem erwachsenen Mann eine Platzwunde verpasst, die genäht werden musste. Ich hab jemanden mit einem Schlag ins Krankenhaus geschickt.

    Darauf bin ich alles andere als stolz. Mich erschreckt das nach wie vor, dass ich zu sowas fähig bin.

    Dabei war es in den Situationen ganz klar. Reden, um Hilfe rufen, versuchen den angreifenden Hund oder Menschen „nett“ abzuwehren – hat nicht funktioniert. Ich musste selbst aggressiv werden, um größeres Übel zu verhindern. Und dann kam teils noch: „Na das war aber überzogen“ – von Leuten die untätig danebenstanden und auf Hilferufe nicht reagierten oder gar nicht dabei waren. Aber die waren ja starr vor Schreck, da war keine Hilfe leisten okay. Dass ich das Leben von anderen Wesen gerettet habe wäre doch aber sicher schonender für den Angreifer möglich gewesen…

    Jupp. Sorry, dass ich nicht schnell noch berechnet habe, mit welche Wucht ich zutreten oder ne Vase schwingen muss, um möglichst wenig Schaden anzurichten – während ich unter Panik und Angst reagierte, um jemanden zu schützen und gar nicht mehr in der Lage war, klar zu denken.

    Befürworte ich deswegen Gewalt als (einzige) Lösung? Nope – noch immer nicht. Aber ich verstehe sehr wohl, wenn sie eingesetzt werden muss, weil reden und rufen nix bringt und ich echt ungern meine geliebten Familienmitglieder verlieren möchte. Danach brauch ich nicht mehr rumheulen und mit dem Fuß aufstampfen. Vorher aufstampfen kann aber durchaus was bringen - für beide Seiten.

    straalster Ja, und im Gegenzug muss ich als HH eben damit rechnen, dass mein Hund abgewehrt wird (evtl auch wie in diesem Fall mit einer eventuell überzogenen Reaktion) wenn ich ihn nicht unter Kontrolle habe.

    Ganz einfach


    Ich hatte da Emoticons vergessen, um meine Intention klar zu machen. Das war genauso gemeint, wie du sagst.

    Wenn ich nicht will, dass mein Hund angegriffen wird - dann lass ich ihn halt nicht zu anderen und andere nicht zu ihm.

    Funktioniert nicht immer zu 100 Prozent - kennen wir alle.


    Es kann aber meiner Meinung nach nicht sein, dass sich der Hund frei entfalten darf - weil, der muss ja ohne Leine rumlaufen können, selbst wenn man ihn nicht im Auge hat. Aber Menschen, die Hunde nicht fehlerfrei lesen können - die mögen doch dann bitte einen Umweg nehmen oder zuhause bleiben und wehe, die fühlen sich bedroht und reagieren entsprechend.

    Jetzt sei doch nicht so ironisch. Man muss doch generell damit rechnen, dass ein freilaufender Hund mit unaufmerksamen Haltern vor/neben/hinter einem stehen bleibt und das muss man dann auch richtig interpretieren, durchdenken und reagieren. Ansonsten darfste halt nicht rausgehen. Ganz einfach.

    So ein grummel, grummel Teil hab ich hier auch. Frau muss dann rausfinden, was los ist. Naja nach 37 Jahren schaff ich das meistens |)

    Erste Faktoren:

    Hunger

    Müde

    Unter- oder überfordert

    Ärger auf Arbeit

    irgendwas im Hobby funktioniert nicht wie gewünscht

    Wenn es das nicht war, wird es schwieriger....

    So in die Richtung?

    (Bei uns ist das ja erst halb so lange - ich bin also noch in der Lehre:D)

    Es braucht keine Phobie, um Angst zu haben oder zu reagieren. Und warum liegt eigentlich die Verantwortung nach der Meinung einiger hier bei dem Mann? Der hat Verantwortung für das Kind und sein Leben übernommen. Nicht für fremde Hunde.

    Man kann Verantwortung nur übernehmen, indem man Gewalt ausübt? Man kann auch sagen, der Mann hat eben nicht verantwortlich gehandelt, weil er seinem Kind beibringt, nur Gewalt sei ein sinnvoller Weg, um Probleme zu lösen.

    Wenn der Mann auf diesem Weg beibringt, keinen Respekt vor Lebewesen zu haben, kann das darüber hinaus auch ein Schuß nach hinten werden.

    Ich denke, keiner hier hat gesagt, daß es toll ist, daß der Hund so nah bei den Leuten war. Da die HH aber nicht 1 km entfernt war, hätte der Mann durchaus die Möglichkeit der zwischenmenschlichen Kommunikation gehabt.

    Das hat nichts mit "geht nur mit Gewalt" zu tun.

    Der Mann hat das Kind (seine Verantwortung) effizient geschützt. Mit den Mitteln, die seiner Meinung nach nötig waren bzw. notwendig wurden. Die Hundehalter haben das bei ihrem Hund (ihre Verantwortung) nicht getan, weil das Spielen in dem Moment wichtiger war als ein Auge auf den Hund zu haben.

    Wie groß wäre wohl der Aufschrei, wenn es wirklich zu einem Vorfall gekommen wäre? "Der Mann hat das Kind nicht beschützt, obwohl er doch daneben stand!" Dabei kann er xMal gerufen haben, dass der Hund weggenommen werden soll. Wurde durch die Schneeballschlacht vielleicht einfach nicht gehört.

    Wenn nicht mal bemerkt wird, dass 5-6 Meter (Angabe der TE) neben mir jemand auftaucht.... Wer weiß, was dann noch untergegangen ist. 5-6 Meter sind sehr wenig. Sehr sehr wenig. Das ist die andere Seite des Raums.

    Und die meisten würden eher Gewalt gegen eine empfundene Gefahr anwenden, als Schutzbefohlene in Gefahr bringen zu lassen. Das ist evolutionärbedingt einfach so. Und auch sinnvoll so für das Überleben der eigenen Spezies.

    Unabhängig von Phobien (die hier sehr oft aufkamen) – wissen, denken und handeln sind in solchen Situationen manchmal sehr verschiedene Sachen. Deswegen würde ich das Geschehene auch nicht pauschal als „Überreaktion“ bezeichnen.

    Hundehalter waren offensichtlich abgelenkt durch das Spielen. Spielen wird auch gerne mal lauter. Mann und Kind sind also darauf eingestellt, gleich an einer Gruppe die Spaß hat vorbeizukommen. Zack – ein Hund schießt ohne Vorwarnung entgegen. Die beiden erschrecken sich.

    Stresslevel ist dadurch erhöht. Anrasender und dann abrupt stehenbleibender Hund wird als Bedrohung empfunden. Dass die Reaktion da vergleichsweise stark ausfallen kann, sollte jedem klar sein, der sich schon mal erschreckt hat oder anderweitig Distress hatte. Also…jedem. Vielleicht weiß der Mann das durchaus besser und würde in absehbaren Situationen analysieren und vollkommen besonnen reagieren (können). Konnte er aber nicht.

    Dazu wurden Mann und Kind durch die Umstände eventuell länger in der Situation alleine gelassen, als auffiel. Wie lange stand der Hund denn da, bevor der Mann anfing zu schreien? Nach Angabe der TE wurden Mann und Kind übersehen. Und wie soll denn der Mann ausweichen, wenn der Weg doch so eng ist oder er befürchten muss, dass der Hund ihm folgt?

    Es braucht keine Phobie, um Angst zu haben oder zu reagieren. Und warum liegt eigentlich die Verantwortung nach der Meinung einiger hier bei dem Mann? Der hat Verantwortung für das Kind und sein Leben übernommen. Nicht für fremde Hunde.