Beiträge von straalster

    :shocked: nee, du bist ja fast so unwissend wie ich. Das ist ein Hybrid aus Labrador? und Pudel um nichthaarende Therapiehunde für Allergiker zu schaffen. Das "Australien" wird davor gesetzt, weil der Erfinder aus Australien kommt und da die ersten Rassevertreter gezüchtet hat :klugscheisser:

    Aaaah, also so ein Australischer Labrador Pudel Hund für Allergiker?

    Es ist schade dass du dich persönlich angegriffen fühlst

    Sie wurde doch auch seitenweise angegriffen und für ignorant erklärt. Und dann kommt noch "schade, dass du dich angegriffen fühlst" hinterher?

    Die Wurzel des Übels scheint wirklich darin zu liegen, dass du offenbar nicht wirklich überrissen hast was das eigentliche Problem an der ganzen Geschichte ist. Stark Brachycephale Hunde haben nicht erst ein Problem, wenn sie bei 20 Grad 10 km am Rad rennen sollen.

    Nein bordy – genau diese Extremfälle hab ich explizit ausgeschlossen. Schon vor mehreren Beiträgen. Mehrfach sogar. Und mein Hinweis darauf, dass es neben den Brachyzephalen zusätzlich andere Probleme gibt, die sich aktuell vielleicht in den Rassen noch einfach lösen ließen ist eben genau das: Ein Zusatz. Ein Hinweis.

    Keine Relativierung von Leid.

    Meine Anmerkung, dass bei anderen Rassen aufgepasst werden sollte BEVOR sie an den Punkt der Ganzkörper-/ Ganzpsyche-Tragödie kommen - weil es dann noch vergleichsweise einfach gelöst werden kann, der wird von vielen hier ignoriert oder bereits als Angriff gedeutet. Dabei heißt es einfach nur: "Macht es bitte besser als es bei diesen Rassen gelaufen ist!"

    Ich habe übrigens auch mehrfach erwähnt, dass Leute ganz fix von den Problemen anderer Rassen ablenken, indem sie mit dem Finger auf die extremen Brachyzephalen weisen - und genau das machst du damit (obwohl ich die Extremen extra ausgenommen hatte).


    Übrigens dürften gerade viele Rassen, an denen der Mensch züchterisch relativ wenig gemacht hat, in die Kategorie "kann man nicht unkontrolliert überall mit hin schleppen" fallen.

    In der Optik vielleicht weniger gemacht. Aber extremer Will to please (=auf Kommando machen bis zur Überlastung), insgesamt gestörter Selbsterhaltungstrieb, übertriebene Triebigkeit, betonte Schärfe oder Aggression, Fresssucht, gehäufte Neigung zu bestimmten Erkrankungen - da hat das Leid nichts damit zu tun, dass der Hund nicht "unkontrolliert überall mit hin geschleppt" werden kann. Sondern schlicht und einfach mit der physischen und psychischen Gesundheit.


    Es gibt brachyzephale Hunde, die gehen auch im Sommer morgens und abends laufen und spielen. Die Einschränkung beläuft sich also auf: Kann nicht in der prallen mittäglichen Sommersonne am Fahrrad laufen oder spielen - was nur eine sehr kurze Zeit im Jahr ausmacht. Dafür gibt es bei einigen Rassen Tendenzen, dass die Vierbeiner selbst im eigenen Zuhause nicht mehr zur Ruhe kommen. Tagtäglich. Das ganze Jahr über.

    Wird das besser wenn Leute einfach nur sagen "das ist rassetypisch!" ?

    Nee, eventuell wird es bei anderen Rassen nur schlimmer und vergleichbar mit den Extremen unter den Brachyzephalen.

    Finde folgenden Spruch

    Mein Herz sagt: "Ich will!"

    Mein Verstand sagt: "Aber wer weiß, ob ihr zusammenpasst?!"

    Der Zoo-Mitarbeiter sagt: "Bleiben Sie sofort stehen und lassen Sie den Pinguin los!"


    Ich musste so lachen:lachtot: und teile das natürlich mit meiner besseren Hälfte.

    Er liest es während er total abgelenkt ist und fragt mich beiläufig: Schatz, fehlt jetzt in einem Zoo ein Tier oder haben wir Hausverbot in einem Zoo?"

    :lachtot::lachtot::lachtot:

    Aber unpassende Umfeld, unfähige Halter und keine/falsche Auslastung

    Ganz ernst gemeinte Frage dazu.

    Inwiefern ist das wirklich anders als die Anfänge der Brachyzephalen?

    Das waren halt Hunde, die bei passendem Umfeld und passender Auslastung einfach Hunde waren. Angepasst an die jeweilige Aufgabe.

    Und dann wurde es extremer. Und extremer.

    Siehe die armen Tiere in den Shows.


    Und das seh ich in Hinblick auf Fell, auf Körperbau, auf Charakter bei immer mehr Rassen. Teils in so einer Karikatur, dass es gar nicht mehr in irgendein Umfeld passt. Zu gar keinem Halter mehr passt. Es sei denn, es wird erheblicher Aufwand betrieben. Und selbst dann wird der Hund in vielen Fällen nicht mehr happy.

    Dieses an Aufgaben anpassen - das ist doch wichtig. Noch wichtiger ist die komplette Gesundheit. Nicht nur das Fell. Aber auch nicht nur der Trieb. Für meine Auffassung werden mittlerweile einfach viele Hunde komplett an den Gegebenheiten und aktuellen Zielen vorbeigezüchtet.

    Glaub ich dir alles sofort flying-paws und zumindest bekommst du die Leute, die ja eigentlich was verbessern wollen. (Das Folgende bezieht sich nciht auf dich)

    Wenn ich mir das so auf normalen Hunderunden hier anschaue.... Anderes Bild. Da wird eben der extrem schlechte Gang der DSH mit "muss so. Ist rassetypisch" wegerklärt. Krebs bei den Doggen - joah, die sind dafür halt anfällig:ka: ist rassetypisch. Durchdrehende Pudel, Border und Spitze? Ach, ganz normal. Gehört dazu. Dobis und Rottis - die sieht man noch kürzer als Mops und FB. Weil sie nämlich entweder tot umfallen oder direkt so auffällig werden, dass sie eingeschläfert werden. Boxer hört man schon von weitem und können keine Sekunde still sitzen. Labbis.... oh wei. Malis werden hier selbst von den beruflichen Haltern nur noch gedeckelt. Permanent.

    Und das sind hier bei Weitem nicht nur Halter. Das sind ebenfalls die Züchter, die das alles mit "rassetypisch - muss so, alle anderen haben keine Ahnung" wegwischen. Ganz genauso, wie es eben bei den brachyzephalen Rassen ist.

    Das kann es doch aber nicht sein!

    Man kann sich doch nicht solche Negativbeispiele als Referenzpunkt nehmen. Und hier ist nicht Stadt. Hier ist der Speckggürtel - Stadt in die eine Richtung, sehr viel Freilaufmöglichkeiten und deutlich weniger Reize in die anderen drei Richtungen. Da kann ich nicht mehr sagen:

    Na also wenn der Japan Chin/Chi/Cavalier/Rehpinscher/Mops/Shih Tzu keine x km am Fahrrad hinbekommt ist das aber eindeutig nicht gesund. Das muss ja nun jeder Hund schaffen. Auch im Sommer. ABER Reize..... Nee, also manche Hunde kannste halt nur in der absoluten Einöde halten. Da sind dann die Halter und die falschen Bedingungen und die falschen Anforderungen schuld. :ugly:

    Dem Mops geht es vielleicht auch gar nicht so schlecht, so lange er bei der richtigen Temperatur in angepasstem Tempo läuft. Hier und da getragen wird und halt eher wohltemperiert rumliegt als rumhibbelt.

    Und genau das ist mein Punkt - es kann für mein Verständnis nicht sein, dass bei Kurznasen kommt: "Durchgängiges neben dem Fahrrad rennen (!) über Strecke x ist ja wohl Minimalanforderung - das muss JEDER* Hund leisten"

    Die meisten haben kurze Beine, die haben kurze Nasen, die sind nicht auf Rennen ausgelegt.

    Auf der anderen Seite wird dann von den gleichen Leuten gesagt "Ja aber Hunderasse A kann ja nun unmöglich in moderatem Wohnumfeld bestehen, das ist ja die vollkommen falsche Umgebung, ist ja logisch, dass die da Stress haben und auffällig werden - darauf sind die ja auch gar nicht ausgelegt." Für mich ebenfalls eine Minimalanforderung für ein gesundes und ausgeglichenes Hundeleben ohne vermeidbaren Stress in der heutigen Welt.


    Für mich ist das einerseits Äpfel mit Birnen vergleichen. Dass ein Chi halt zig Schritte mehr braucht als der langbeinige Rhodesian sollte klar sein.

    Andererseits werden nur Unterschiede erkannt, wo man sie selbst gerne haben möchte. Und Minimalanforderungen halt auch nur so ausgelegt, wie sie der eigene Hund / die eigene Hunderasse erfüllen kann.

    flying-paws Ich glaube aber nicht, dass das bei allen was mit Erziehung zu tun hat.

    Auch das finde ich wieder rausredend. Es ist nicht normal oder gesund, wenn ein Hund sich den Schwanz beim Wedeln aufschlägt und der teilweise amputiert werden muss. Oder wenn ein Hund solange rennt, bis er umklappt. Bei jedem kleinsten Reiz fiept. Oder sich insgesamt wie ein Eichhörnchen mit ADHS auf Ecstasy verhält - solange er nicht rundum gemanaget wird.

    Kann mal als Unfall oder Einzelfall passieren - klar. Aber wenn es gehäuft in einer Rasse auftritt, sollte man mal darüber nachdenken, ob da so langsam was in Schräglage rutscht und es sich dabei nicht ebenso um Leid handelt.


    Denn das Ergebnis ist doch eigentlich sehr ähnlich. Der eine darf sich möglichst nur als dekoratives Sofakissen benehmen, um keine Atemprobleme zu bekommen. Der andere darf sich möglichst nur als Sofakissen benehmen, weil er mit äußeren Reizen nicht klar kommt oder Schmerzen bei jedem Schritt hat, darf sich nicht zu sehr aufregen weil er sich den Schwanz aufschlägt und sonstige Schmerzen durch Verletzungen kaum noch spürt oder darf möglichst nicht rennen und spielen, weil man ihn danach kaum noch runterbekommt.


    Genauso geht es mir des Öfteren auch, wenn ich einige Vertreter bestimmter Rassen sehe.

    Beispielsweise in einer Tour hibbeln. Oder offensichtlich bei jedem Schritt Schmerzen haben. Alles in Sichtweite töten und/oder fressen wollen.

    Damit meine ich keine ohnehin belasteten Situationen, wie Tierarzt oder Ausstellung. Sondern ein ganz normaler Spaziergang.

    Nur ist die Atmung eben deutlich offensichtlicher.

    Iluri Pudel

    In der Theorie klingen die Voraussetzungen gar nicht verkehrt. In der Praxis erlebe ich das anders. Bei Zahnfehlstellungen gibts halt ne Spange. Bei sich drehen bis sie kotzen oder nervösem Hibbeln in jedweder Situation - immer noch den Stempel "wesensfest". Welpen von Müttern, die ihren Nachwuchs durch herausragende Nervosität so lange rumschleppen, bis sie sterben... tja, passiert halt, gell? Da schiebt man eben die Welpen bei jedem folgenden Wurf einfach ner anderen Hündin unter.