Beiträge von straalster

    Ich weiß aber, dass dies nicht jeder macht (kann) - weshalb ich auch entweder schon im Vorfeld ausweiche, oder aber frage, was ICH tun kann, um es meinem Gegenüber leichter zu machen.


    Das Ergebnis ist mindestens weniger Stress für meine Hunde und mich - und manches Mal auch ein dankbares Lächeln meines Gegenübers.

    Das finde ich schön.

    Man kann nicht immer (schnell genug) Rücksicht nehmen. Man kann es aber zumindest versuchen.

    Und manchmal kann man noch so gut und verantwortlich planen, und irgendwas Unerwartetes passiert. Kennt hier doch eigentlich jeder. Dann motzt man vor lauter Stress und Überforderung jemanden an, der es überhaupt nicht verdient hat. Kurze Zeit später ärgert man sich selbst darüber. Aber in dem Moment war es dann eben einfach ein Tropf, der das Fass zum Überlaufen brachte.

    Vielleicht war das für die Halterin auch einfach eine sehr stressbelastete Situation - eben weil sie kaum in der Lage war, den Hund zu halten? Vielleicht hat sie daher befürchtet, dass sich die Situation noch verschlimmert durch den anderen Hund?:ka:

    Also ich wäre vermutlich auch nicht mehr ganz ruhig, wenn ich befürchte, mir entgleitet gleich die Leine.

    Das mag sein, ich bin ja auch immer froh, wenn andere HH ein bisschen Abstand halten, wenn ich mit meinen beiden ankomme. Große Hunde zu halten, wenn ihnen ein Pubs quer sitzt, ist eine Herausforderung, aber eben *meine* Herausforderung, nicht die meiner Umwelt.

    Und die 'stressbelastete Situation' ist hier ja eine selbst herbeigeführte, denn wenn ich weiss, ich kann meinen Hund nicht halten, wenn er andere Hunde sieht, dann kauf ich doch nicht wie eine Wilde ein und bin dann bepackt wie ein Esel? Und muss noch meinen eskalierenden Hund halten?

    Ganz zu schweigen, dass ich fremde Menschen dann nicht ankeifen würde, wegen einer Situation, in die ich mich selbst gebracht habe? :skeptisch2:

    Wahrscheinlich war es ihr Hund und auf jeden Fall ihre Verantwortung und vielleicht hätte sie die Situation verhindern können - vielleicht war es auch einfach ne richtig blöde Situation, die sie anders geplant hatte aber wo eins zum anderen kam :ka:

    Und dann in der Situation: Was genau hätte sie machen sollen, wenn sie den Hund in dem Moment kaum halten kann? Seelenruhig zusehen, wie ihr der Hund dann wirklich abhaut und auf den anderen zurennt? Ganz höflich fragen, während die Leine entgleitet?

    So funktionieren Menschen unter Stress in der Regel nicht. Selbst wenn sie die Situation selbst herbeigeführt haben und ihren Fehler sogar erkennen.

    "Frauchen" war kaum in der Lage den Hund zu managen, keift mich aber an, ich soll mit meinem Hund verschwinden,

    manchmal denke ich mir, an dem Spruch "Wie der Herr, so sei' G'scherr" ist doch was dran... :rollsmile:

    Vielleicht war das für die Halterin auch einfach eine sehr stressbelastete Situation - eben weil sie kaum in der Lage war, den Hund zu halten? Vielleicht hat sie daher befürchtet, dass sich die Situation noch verschlimmert durch den anderen Hund?:ka:

    Also ich wäre vermutlich auch nicht mehr ganz ruhig, wenn ich befürchte, mir entgleitet gleich die Leine.

    Derlei Tendenzen - physisch und psychisch - lassen sich beispielsweise bei Doggen, Berner Sennen, Australian Shepherds, Pudel erkennen. Um nur wenige zu nennen.

    kannst du da mal bitte näher drauf eingehen und in den Einzelfällen erklären wo du da genau Probleme siehst?

    Nimm es mir nicht übel aber nachdem ich mich hier mittlerweile schon mehrfach anhöre wie eine Schallplatte mit Sprung werde ich das nicht mehr machen.

    Das folgende gilt auch nicht für dich.

    Wer wirklich Interesse daran hat, wie die Statistiken bei den jeweiligen Rassen aussehen: Alle hier haben Internet und damit Zugang zu sehr vielen kostenlos zugänglichen Statistiken und Studien aus aller Welt. Über mehrere Jahre gesammelte Informationen.

    Ich empfehle für den Anfang beispielsweise die Archive / Datenbanken von:

    NCBI.com

    OFA.org

    GDCA.org

    avmajournals.avma.org

    In Verbindung mit dem Rassenamen lässt sich aber auch schlicht bei Google eine Fülle an tatsächlich wissenschaftlichen Informationen, Studien und Statistiken finden, die Tendenzen und Probleme deutlich aufzeigen. Selbst bei Wikipedia gibt es eine große Anzahl an wissenschaftlichen Quellen. Ja, logischer Weise auf die physische Seite fokussiert. War lange Zeit bei Menschen nicht anders. Dennoch können auch auf der psychischen Seite bereits Rückschlüsse gezogen werden.

    Sollte alles kritisch betrachtet und die jeweiligen Unterschiede (regional, Geschlecht, Linie) mit einbezogen werden - aber manche Dinge lassen sich nicht mehr wegstreiten und nicht mehr mit "na beweis doch mal - denn ich hab es noch nicht persönlich gesehen" wegwischen.

    Und wer das wirklich wissen und nicht nur abstreiten möchte, der sollte sich selbst mal damit eingehend beschäftigen.

    Mich würde jetzt mal zur Klärung interessieren, welche Definition verwendet wird.


    Ich hatte ja bereits die gültigen Definitionen von Qualzucht in diesem Thread gepostet. In diesen Definitionen stand nichts davon, welcher Prozentsatz einer Rasse betroffen sein muss, um als "Qualzucht" zu gelten.

    Laut dieser Definitionen sind "Qualzuchten" - und so heißt dieser Thread zufällig (nicht Qualzuchtrassen, nicht "wir reden hier ausschließlich über Brachyzephalie) - mehr als nur die Rassen, die bereits versaut sind und bei denen man schon bei einigermaßen normalen Exemplaren überrascht ist, dass es auch da nur geringfügig eingeschränkte Hunde gibt.

    Per definitionem reicht es bereits aus, die Vererbung von Schäden zu dulden.

    Zitat

    Erbkrankheiten und -schäden, sofern sie bei einer Rasse gehäuft auftreten und in Kauf genommen
    werden, fallen auch dann unter § 11b, wenn sie mit dem Zuchtziel nicht in Verbindung stehen.

    Quelle: https://www.bmel.de/cae/servlet/co…0/Qualzucht.pdf

    Angesichts der Erbkrankheiten, die sich rassetypisch zeigen, werden in vielen Rassen derlei Schäden hingenommen. Das wiederum geht deutlich in Richtung Qualzucht (genau so, wie der Begriff definiert ist).

    Derlei Tendenzen - physisch und psychisch - lassen sich beispielsweise bei Doggen, Berner Sennen, Australian Shepherds, Pudel erkennen. Um nur wenige zu nennen.

    Mir geht es erstens nicht nur um Arbeitsrassen, sondern generell gesunde, im Zuchtstandard festgehaltene Grenzen und Tests zur Zuchtzulassung.

    @Rübennase Die psychische Gesundheit lässt sich ebenso wie die physische Gesundheit durch entsprechende Tests feststellen. Es gibt doch bereits Wesenstest, Ausdauerprüfung und medizinische Untersuchungen.

    Würde das mal ordentlich verfolgt, ausgeweitet und Zuchtstandards zugunsten der allgemeinen Gesundheit frei von Extremen gehalten, gäbe es vielleicht bis hoffentlich weniger Tendenzen in Richtung Krankheit irgendeiner Art. Und darum sollte es doch in jedem Bereich gehen - egal ob Show- oder Arbeitslinie, egal ob Hüte-, Begleit-, Gebrauchshund oder was auch immer.

    Und ich sehe da ganz klar den größten Teil der Verantwortung bei den Züchtern und den Verbänden. Züchter und Verbände betreiben teilweise "höher, schneller, kurznasiger, kleiner, weiter, triebhaftiger, schlanker, noch mehr Will to Please, noch plüschiger - Hauptsache extremer als der andere" - und das wird dann auch noch mit Preisen und Zuchtzulassung belohnt.

    Die Aufgabe von Züchtern ist doch angeblich die Erhaltung der Rasse. Nicht die Verschlimmbesserung der Rasse und auch nicht das Hochpushen des eigenen Egos. Oder gar finanziellen Gewinn daraus schlagen, koste es, was es wolle.

    Letzteres machen nicht nur die Vermehrer. Aber wenn "Hauptsache ich bekomme Welpen los" das Zuchtziel ist.... Na dann gute Nacht.

    Und der Unterschied zwischen Züchter und Vermehrer: Beim Züchter sagen auch noch der Verband und mehrere Richter "Oh, der ist toll. Der sollte sich vermehren." Auf den Hunden klebt also sozusagen ein Gütesiegel. Publikumswirksam auf Shows draufgepappt, die man streamen kann.

    Das sendet ein ganz klares Signal an Käufer. "Also die Eltern von meinem Hund sind ja preisgekrönt, der kann also gar nicht krank sein. Schließlich haben ganz viele andere Leute gesagt: Das muss so. Und überhaupt hat sich der Züchter ja total viel damit beschäftigt und da richtig Arbeit reingesteckt."

    Der Hundekäufer sollte sich umfassend informieren, keine Frage. Aber die Züchter und Verbände sollten insgesamt mehr im Sinne der Hunde agieren (müssen) und mit gutem Beispiel vorangehen. Nicht vermehrt mit dem Finger auf Vermehrer zeigen und so tun als hätten sie nur das Beste für den Hund im Fokus.

    @pinkelpinscher :lachtot:

    Wie war es dann so, nach diesem Gespräch auf Arbeit zu gehen? :lol:

    Versuchs bei Gelegenheit mit dem Anruf bei einem Kunden, während Vierbeiner und bessere Hälfte anwesend sind:

    Ich: "Jetzt nimm doch endlich mal deinen Schwanz aus meinem Gesicht!"

    Bessere Hälfte: "Schatz, das ist ein Zeichen von Zuneigung."

    Kunde am Telefon: "Ähm..."

    Ich: :shocked::ops: ich wusste nicht, dass Sie schon dran sind.... das war nicht so wie Sie denken... also...äh...

    Kunde: "Sie haben also auch eine Katze?":D