bei deinen Rassen ist es evtl noch nicht häufig so.
Genau das ist doch mein Punkt. Bei einigen Rassen mag das häufig so sein, aber bei vielen anderen findet sich das noch gar nicht. Da kommen die meisten Halter auch bei Hunden vom seriösen Züchter gar nicht auf die Idee, bestimmte Untersuchungen durchführen und die Ergebnisse in eine Statistik einfließen zu lassen.
Dementsprechend wäre ich dafür, dass es auf alle Rassen ausgeweitet wird.
Als ich Ares habe röntgten lassen, gingen die Bilder direkt anonymisiert vom Tierarzt zum Gutachter für die ganze Rasse.
Das ist doch super. Wäre schön, wenn es eben überall so wäre und auch alle Käufer darüber informiert sind. Sind sie aber nicht.
und welche Sachen soll denn ein Tierarzt weiter geben?
Die Rasse, die Befunde von allen Krankheiten und Beschwerden plus Herkunft des Hundes. Kann doch (auf den Halter bezogen) anonymisiert als Datenbank erfolgen.
Die Daten in den Statistiken kommen schließlich auch von irgendwo her.
Ich erfinde und überspitze jetzt mal ganz bewusst, ausschließlich um zu verdeutlichen, was ich meine:
Von Rasse A haben 93 % der vorgestellten Hunde Allergien - 67 % dieser Hunde stammen von Züchtern
Von Rasse B haben 85 % mehr als einmal jährlich Augenentzündungen - 5 % der Hunde stammt von Züchtern
Von Rasse C haben 81 % Probleme mit der Schilddrüse - 38 % davon vom Züchter
Bereits aus diesen Daten ließen sich doch sehr schnell und einfach Tendenzen ableiten, die berücksichtigt werden sollten.
Aber so lange den Leuten immer noch erzählt wird, die Züchter würden ja eh alle mauscheln und wären nur dran interessiert den Welpenkäufer über den Tisch zu ziehen, wird sich da in den Köpfen nichts ändern.
Wer behauptet das denn? Aber, dass alle Züchter den totalen Durchblick haben und nur im besten Interesse der Tiere agieren stimmt nun einmal auch nicht.
Weil er es WILL!
Weil er selbst keinen Röntgenblick hat!
Weil er mit dem Hund Sport machen will!
Weil er es für SICH will!
Die kannst du bei den meisten Hundehaltern/Rassen aber mit der Lupe suchen gehen.
Prozentual betrachtet: Wie viele gehen mit einem augenscheinlich gesunden Hund zum Tierarzt und lassen da aufwendige, teure Untersuchungen durchführen?
Wie viele machen sich wirklich im Vorfeld Gedanken darüber, ob der Hund eventuell vielleicht Schaden davon tragen könnte, wenn er eine spezielle Leistung erbringt? Und ich meine damit ganz ausdrücklich nicht im Hundesport oder auf Turnieren. Sondern den Otto-Normal-Hundehalter, der nun einmal die Mehrheit der Hundehalter ausmacht.
Das ist in etwa damit vergleichbar, dass ich alle Kinder beim Arzt auf links drehen lasse, MRT, CT, Röntgen, Blutbilder - damit ich sehen kann, ob sie beim normalen Spielen eventuell kaputt gehen könnten.
Niemand schiebt die Verantwortung auf die Käufer. Aber sobald der Hund nicht mehr mir gehört, wer soll denn dann die Verantwortung haben?
Doch, durchaus wird die Verantwortung auf Käufer geschoben. Von einigen sogar. Die bösen Käufer, die gesunde Hunde wollen aber selbst nicht bereit sind, ihre Hunde den Belastungen bestimmter Untersuchungen auszusetzen.
Ich bin gerade einfach nur entsetzt, dass hier offensichtlich einige der Meinung sind, Röntgenuntersuchungen seien nur für den Züchter.
Wer hat das behauptet? Ging weder nur um Röntgenuntersuchungen, noch nur um den Vorteil für die Züchter, sondern um die Gesunderhaltung der Rasse bzw. darum, dass sich gewisse gesundheitliche Probleme in einer Rasse ausbreiten. Damit die Ausbreitung verhindert werden kann, sind Untersuchungen bei der Nachzucht oder zumindest die Übermittlung von Befunden an die betreffenden Züchter vonnöten, um eine tendenziell problematische Verpaarung oder generelle Entwicklung zu vermeiden.
Sofern das aber nicht für jeden transparent und verständlich ist und damit der einzige Anreiz für bestimmte Untersuchungen aus der Kaution vom Züchter besteht, entwickelt sich beim Käufer eben genau dieser Eindruck "Ich soll für den Züchter bei meinem Hund Untersuchung soundso durchführen lassen und dann bekomme ich meine "Kaution" wieder".