Alles anzeigenIn diesem Fall war es von vornherein ausgeschlossen, dass sie den Hund halten kann. Für mich ein Paradebeispiel für nachlässige Vermittlung.
Ja.
Aber: Konnte dem Tierheim aufgrund der Gesetzeslage das tatsächlich klar sein?
Das Tierheim KANN ein Führungszeugnis verlangen, hat aber keine Berechtigung, einen Einblick ins Strafzentralregister zu erhalten.
Wenn das Führungszeugnis also ohne Eintragungen ist, das ZR aber nicht - wie soll das Tierheim das WISSEN?
Ich halte es für möglich, dass auch die Frau selber gar nicht wusste, dass die Frist für die Löschung im ZR noch gar nicht erreicht war, und sie deshalb auch eine Selbstauskunft nicht wissentlich gefälscht hat.
Nicht Wissen hebelt aber die Gesetzeslage nicht aus - und ich finde meine Skepsis hinsichtlich einer "Vermittlungsschuld" des Tierheims durchaus berechtigt.
Als Privatperson bekommst du keinen UNBESCHRÄNKTEN Einblick in das ZR.
Das ist auch gut so.
Ist doch alles richtig.
Meiner Meinung nach sollte dennoch eine vollständige Aufklärung und Auskunft erfolgen.
Das heißt:
"Sie brauchen A, B, C zur Haltung des Tieres.
Für A, B, C müssen Sie dies und jenes nachweisen. Informieren Sie sich, ob das bei Ihnen geht. Legen Sie uns eine Bescheinigung vor, dass es bei Ihnen möglich ist A, B, C zu erbringen."
Fertig. Da muss keiner "rumstochern" oder dergleichen.
Es gibt so viele Tierheime, die geben niemandem ein Tier mit, wenn bestimmte Bedingungen nicht erfüllt sind. Aber die juristische Grundvoraussetzung für die Haltung dieses Tiers - das kann ja schon mal passieren, dass das Tierheim darauf nicht achtet?!
Da kann ich ganz offen die Einstellung mancher hier nicht verstehen.
Rechtlich betrachtet war klar, dass der Hund nicht bei dieser Frau bleiben kann. Das hätte vorher bekannt sein können. Demnach ist/war sie als Halterin ungeeignet. Und dennoch haben Menschen die dafür bezahlt werden die Eignung zumindest im Vorfeld abzuschätzen, ihr diesen Hund ausgehändigt.
Und da können noch mehr schnippische, zickige und passiv aggressive Kommentare anstelle von durchdachten Argumenten in meine Richtung kommen - ändert nix an der Tatsache, das von bezahlten Angestellten ein Tier an einen Menschen vermittelt wurde, der es legal gar nicht halten darf und bis zum Jahr 2024 auch nicht dazu in der Lage sein wird.