Beiträge von straalster

    Ich denke auch, dass ist einfach multifaktoriell. Tendenziell scheint das ja eher bei kleineren und wenig durch Fell geschützten Rassen der Fall zu sein.


    Züchter von kleineren Hunden, die ich kenne – die haben „Welpentoiletten“ bestehend aus Bettlaken, Teppichresten, Decken und Handtüchern, direkt neben dem Welpenbett. Anfangs machen die Welpen zumindest noch den Versuch, so weit wie möglich weg zu gehen. Aber auf nicht einmal vier Quadratmetern mit fünf bis sieben Geschwistern geht das…naja, eher bescheiden. Wenn sie dann endlich in den Außenbereich kommen (Raum mit eingezäuntem Rasenabschnitt vor der Tür), gehen sie dennoch drinnen auf die Decken/Teppichreste/Handtücher.


    Bei meinen Nasen hatte ich ja ähnliche Bedenken, da ich anfangs Pads verwendet habe. Allerdings hab ich dann einfach ihrem Instinkt vertraut. Sie wollten immer weiter weg – soweit sie aktuell laufen konnten – und den Eltern hinterher. Das funktioniert aber bei einigen Züchtern nicht, wenn die Welpen abgegrenzt werden und in ihrem „Auslauf“ bleiben müssen. Ich denke, dass ist so ein bisschen die Crux. Im Normalfall würde eine stubenreine Mutter ja vermitteln, dass hund sich draußen löst. Aber was sollen Mutter oder Welpen machen, wenn sie nicht mitkommen können?!

    Und das ist nun einmal bei einigen Rassen schneller der Fall (sehr lange drinnen, "behütet", im "Auslauf") als bei anderen.

    Update: Kennenlernen war super. Ich extra nochmal DGS aufpoliert - natürlich liest die Frau Lippen und redet absolut super - hat sich aber gefreut, dass ich n paar Sachen konnte.

    Katze: Neue Menschen!!!! Neue Menschen!!!! Eine Box! Eine Box! Wo fahren wir hin? (Autos und Ausflüge sind beliebt...)

    Bekomme direkt nach Ankunft die erste Fotostrecke. Innerhalb von zehn Minuten die Wohnung in Beschlag genommen. Kuscheln, sich im Bett breit machen, noch mehr kuscheln, Aussicht aus jedem Fenster inspizieren, Hängematten und Kratzbäume testen, jedes Spielzeug ausprobieren, hat direkt gefuttert, mit mir telefoniert - ja, ich telefoniere mit meinen Katzen |)

    Besser hätte der Einstieg nicht sein können. Und jetzt sehen wir weiter, wie es sich entwickelt.

    Sobald das Einleben richtig durch ist, wird der Kater des Sohnes vorgestellt.

    Dennoch lachendes und weinendes Auge. Aber besser hätten wir es uns nicht wünschen können.

    Die habe ich unter anderem. Ist leicht, lässt sich gut tragen. Das einzige potenzielle Problem ist, dass sie schnell umfallen kann, wenn dein Kater sich darin bewegt - da sind Boxen eindeutig standfester und stabiler. Außerdem besteht der "Rahmen" aus Drahtstangen. Die können sich vergleichsweise einfach durch den Stoff bohren und pieken dann raus. Das spielt aber nur eine Rolle, wenn du die vordere Klappe aufmachst, nicht bei einem Öffnen von oben.

    Sehe ich anders.

    Auf das sachlich bezogen?

    Falls ja:

    Wie soll ein Gespräch sachlich geführt werden, wenn die entscheidenden Informationen gar nicht bekannt sind?

    Fehlen diese, ist es: "Ich hab das Problem nicht verstanden aber bereits eine Meinung dazu" - und das ist nicht sachlich. Das ist noch nicht einmal ein Gespräch. Das ist ein "Pass mal auf, ich erzähl dir mal wie es richtig geht..."-Monolog aber mit Sicherheit keine gleichberechtigte und sinnvolle Konversation. Denn selbst um zu erzählen, wie es denn richtig geht, müssten die Grundlagen der Situation bekannt sein.

    Statt eines sachlichen Ansprechens wurde ich hier - unter anderem von dir - mehr oder minder als dumm und tierquälend abgestempelt.

    Wenn ich dann das passende Echo gebe, kommt "warum denn dieses Niveau? Ich will mich sachlich unterhalten"

    Ja, das würde ich auch gerne. Funktioniert aber nicht, wenn mir direkt Sachen unterstellt werden oder nachdem ich dreimal erwähnt habe, dass meine Katze in der aktuellen Konstellation gestresst ist, kommt "deine Katze ist aktuell gestresst :klugscheisser:".

    Oder überlesen wird, dass Gesellschaft nicht ausgeschlossen wird, sofern diese wieder gewünscht ist und passt.

    Oder überlesen wird, dass vielleicht nach dem Kennenlernen erstmal ein Probeversuch erfolgt und daraus von manchen hier direkt eine lebenslange Einzelhaltung ohne jedwede Sozialkontakte gemacht wird.

    Also wenn du dich sachlich unterhalten magst, bleib sachlich und bei den Fakten. Frag nach. Aber mach keine unbegründeten Unterstellungen und verlang dann ne sachliche Unterhaltung.

    Es ist eine komische Situation. Zu der Zeit, als es losging, war nix neu, nix verändert. Keiner jagt sie oder macht ihr sonst irgendwie Stress. Aber sie hat Stress.

    Also haben wir erstmal gesundheitlich alles ausgeschlossen, was drei Tierärzten und uns einfiel. Da war nix. Soweit, so gut. Aber eben immer noch ein Rätsel.

    Dann noch mehr Ruhebereiche eingebaut - die sie wirklich alleine nutzen kann. Half nicht

    Dann Beruhigungshalsband (natürlich mit Sollbruchstelle), Beruhigungsstecker, Globuli/Bachblüten. Ergab keinen Unterschied.

    Dann an Geschirr und Leine mal Versuche draußen (zu ruhigen Zeiten) gestartet. Will sie nicht. Freilauf ohne Sicherung geht hier nicht, da könnte ich sie genauso gut direkt unters nächste Auto werfen oder ihr einen Giftköder reinschieben.

    Also anschließend erstmal zu zweit betreuen lassen. Sie lief immer noch Amok. Dann alleine - und siehe da. Entspannt schlafen, entspannt kuscheln, keine Unsauberkeit mehr. So, wie sie ihr ganzes Leben vorher war.

    Und das ist hier keine wuselige Großfamilie. Hunde werden draußen ausgelastet. Kinder auch. Ich habe Tiere, die sehr schnell extrem auf laute Geräusche und schnelles Laufen reagieren. Also gibt es keinen lauten Besuch, keine schnellen Bewegungen. Und selbst die Paniktiere sind alle entspannt.:ka: Unsere direkten Nachbarn haben ein Jahr lang nicht einmal gemerkt, dass wir Tiere haben.

    Natürlich habe ich das noch in der Hand Atrevido - es wird ja erstmal ein Versuch, eine Probezeit. Klappt das nicht, muss eben weiter geschaut werden, wie sich das besser und passender gestalten lässt.

    Zu dem sachlich: So richtig sachlich ist es nicht, wenn nur pauschalisiert und nicht einmal die Grundlage des individuellen Falles erfragt wird. Das ist Verurteilen und Besserwisserei ohne Basis. Hat für mich mit einer sachlichen und informierten Unterhaltung nichts zu tun. Und schon gar nicht mit dem Wohle des Tieres. Das ist Wiederkäuen von "Hab ich mal gelesen/bild ich mir so ein" ohne auf die tatsächlich vorhandenen, individuellen Bedürfnisse des Tieres einzugehen.

    Mal ganz abgesehen davon, dass es eigentlich ausschließlich darum ging, ob es einen sinnvollen Einwand gegen gehörlose Halter gibt. Nicht um die Entscheidung, ob eine Katze erstmal einzeln gehalten werden kann, um zu schauen, ob es ihr damit besser geht.

    Der Testlauf zeigt mir erstmal nur, dass es bei euch zu stressig ist.

    Echt? Nachdem ich mehrfach gesagt habe, dass die Katze hier trotz lebenslang gewohnter Bedingungen in die sie von der ersten Minute auf der Welt hineingewachsen ist, neuerdings gestresst ist und ich nach Lösungen gesucht habe weil sie plötzlich davon gestresst ist - zeigt dir das, dass die Katze gestresst ist? Verrückt.:ironie2:

    Und doch, Alter und bisheriges Verhalten sowie Gesundheit und Charakter spielen natürlich entscheidende Rollen. Diese Faktoren spielen bei jedem Individuum und in jeder Lebensphase sogar ganz gewichtige Rollen. Genauso wie plötzliche Verhaltensänderungen trotz gleichbleibender Lebensbedingungen ernst genommen werden sollten.

    Oder um es nochmal auf den Punkt zu bringen: Es ist kein Abschieben in Einzelhaft, es ist ein Versuch ihre Lebensqualität zu erhöhen. Zeigt sich dabei, dass sie mit den Umständen unzufrieden ist oder dadurch auf Dauer unzufrieden wird, wird daran wieder behutsam etwas geändert bis es für dieses Individuum passt. Da sind sich alle Beteiligten einig.

    Gerade wird das auch nicht anders gehandhabt. So, wie es jetzt ist, passt es für dieses Lebewesen nicht mehr. Also wird nach einer besseren Alternative für dieses individuelle Lebewesen gesucht.

    Es wäre so schön einfach, wenn man sagen könnte: Neues und ruhigeres Zuhause, neuer oder auch vertrauter Artgenosse mit dabei = Problem gelöst. Mit Artgenossen ist für sie aber einfach gerade nicht passend. Und ja, auch das haben wir schon getestet.

    Danach fragt hier aber keiner. Es wird einfach nur auf "Ja aber Katzen brauchen Katzen ob sie wollen oder nicht"-Schiene gefahren. Und das finde ich verdammt schade für die Katzen, die dieses pauschale Vorgehen ausbaden müssen.

    Ein Testlauf bei einer Freundin zeigte sehr deutlich, dass sie aktuell alleine einfach besser zurechtkommt - sie zur Zeit alleine sein möchte.

    Wenn sich das ändert, muss auch die Haltung geändert und ihr wieder ein Artgenosse zur Seite gestellt werden. Das hat doch keiner ausgeschlossen. Ganz im Gegenteil. Und das habe ich auch bereits angeführt. Genauso wie es für sie jetzt gerade nicht passt und geändert wird, müsste es eben auch dann geschehen.

    Allerdings werde ich einer von ihrer eigenen und lebenslang vertrauten Familie gestressten Katze in diesem Zustand kein lustiges "na mal sehen wie du mit vollkommen fremden Artgenossen klarkommst, obwohl du offensichtlich gerade lieber allein sein möchtest"-Lotto antun.

    Und mal so als Quizfrage - was wisst ihr eigentlich über sie? Kennt ihr z.B. das Alter? Das Geschlecht? Die Gesundheit? Wie sie bisher zu anderen Tieren und Menschen stand?

    Oder geht es wirklich nur darum auf dem: "Aber Katzen brauchen und wollen andere Katzen!!!" rumzupochen, weil ihr noch nie eine Katze kennengelernt habt, die darauf keinen Wert legt? Und ganz unabhängig davon, ob es für dieses Lebewesen wirklich das beste ist?

    Auch wenn das nicht Thema sein sollte: Die Einzelwohnungskatze mit gesicherter Terrasse, die von eben jener Terrasse ebenso andere Tiere sehen, riechen und wenn sie mag sogar Kontakt aufnehmen kann - wenn auch durch einen Zaun - vergleiche ich durchaus mit einem Hund.

    Mancher möchte das vielleicht als Einzelhaft in der hinterletzten Kammer darstellen, wo die einzige Gesellschaft ihr eigenes Spiegelbild ist. Dem ist nicht so.

    Und aktuell ist die Katze, die bei mir auf die Welt kam, weil ihre trächtige Mutter mir zulief, einfach von den Artgenossen mit denen sie jahrelang problemlos klar kam, gestresst. Obwohl sie sich auch hier problemlos in ihren Ruheraum zurückziehen kann. Was wäre eure Lösung dafür? "Tja, liebe Katze, ich weiß du findest das zunehmend Scheiße und leidest darunter und wärst lieber alleine aber du bekommst trotzdem einen Artgenossen an die Seite weil das nämlich so sein muss! Da musste eben durch!" Oder wie?

    Sollte sich das ändern und sie alleine unzufrieden sein, würde die Frau auch eine Zweitkatze nehmen. Aber im Moment sieht es nun einmal so aus, dass sie alleine deutlich entspannter und zufriedener ist. Daher wurde die Entscheidung getroffen, das zum Wohle und im Sinne des Tieres zu versuchen.

    Was das mit aufgezwungener lebenslanger Einzelhaltung zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.